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Fotografie Fotokurs

Editorial Januar 2011

Liebe Leser meines Fotokurses,

nachdem es ja in den drei Editorials des Jahres 2010 (Januar, April, November) jeweils um das Thema 3D-Fotografie ging, möchte ich nun mit dem ersten Editorial des neuen Fotokurses allen Lesern danken, dass sie geduldig den Wechsel von Typo3 nach WordPress ertragen.

Mir ist klar, dass der Fotokurs in der Übergangszeit etwas unhandlich ist. Manche Seiten sind schon übertragen, andere warten noch darauf. Seit 2 Wochen setze ich viel Freizeit für dieses Projekt ein, und seit gestern (30. Januar) ist der neugestaltete Fotokurs der „Offizielle“, den man erreicht, wenn man die Adresse http://www.rofrisch.de/fotokurs öffnet.

Natürlich können in der Übergangsphase noch nicht alle Links korrekt gesetzt sein. Sofern an bestimmten Stellen noch auf Lektionen im alten Fotokurs verlinkt wird, die noch nicht übertragen sind, markiere ich diese Links mit durchgestrichener Schrift, damit ich sie nach fertiger Übertragung aller Artikel schnell finden und gegen die neue Version tauschen kann.

Die Gründe für den Umstieg habe ich ja bereits erläutert im allerersten Blog-Artikel vom 15. Januar. Ich hoffe, dass der Fotokurs damit auf einem guten Weg für die Zukunft ist, und dass er weiterhin vielen Lesern hilft.

Herzliche Grüße und allzeit „Gut Licht“,

Euer Roland

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Editorial November 2010

Liebe Leser meines Fotokurses,

bereits im April hatte ich einen 3D-Betrachter empfohlen; auch diesmal geht es um das Thema 3D. Anlass ist ein Angebot von Aldi Süd gerade jetzt, in der ersten Novemberwoche 2010. Dort wird für sensationell günstige 2,99 Euro ein 3D-Bilderbuch für Kinder verkauft, das ein gar nicht mal so schlechtes Stereoskop mitbringt. Es gibt 6 verschiedene Themen, darunter Ozeane, Dinosaurier, gefährliche Tiere etc, aber hier geht es ja nicht um die Inhalte, sondern die 3D-Linsen. Alle Bücher sind gleich aufgebaut, und in ihrem Deckel ist ein Stereoskop integriert, das sich natürlich mit Messer oder Schere auch abtrennen lässt, um es ohne das Buch nutzen zu können.

Also auf zu Aldi Süd und Stereoskope kaufen! So günstig bekommt man sonst kaum einen Einstieg in diese Materie.

Hier noch ein paar technische Daten, beispielsweise um passende eigene Stereokarten zu drucken (kann man mit dem kostenlosen Programm StereoPhoto Maker machen): Der Linsenmittenabstand beträgt 65mm und der Fotomittenabstand 60mm; Breite des Doppelbildes 120mm.

Die Holmes-Karten, die ich mir bisher für das OWL-Stereoskop aus dem Buch „A Village Lost and Found“ habe drucken lassen (Fotoformat 10×15), sind also leider zu breit hierfür. Auf 9×13 könnte es aber gut passen. Dies werde ich testen, bevor ich das erste Mal Stereokarten samt 3-Euro-Stereoskop verschenke. Vermutlich kauf ich noch 10 von den Büchern genau für diesen Zweck…

Und, Smartphonebesitzer aufgepasst: Der Viewer eignet sich gut als Stereoskop für das Smartphone. Mit meinem Motorola Milestone funktioniert es; dessen Bildschirm ist 8cm breit. Also sollte es auch mit iPhone & Co funktionieren. Ich kann jedenfalls damit Youtube-3d-Videos schauen, sofern diese als Parallelvideo gespeichert sind und nicht im Kreuzblick-Format. Und Parallelblick-Fotos lassen sich sowieso darstellen, und davon gibts ja Tausende im Netz. Ein netter Gag ist das allemal, 3D auf dem Smartphone. Und die Farben sind besser als in Anaglyphendarstellung.

Daher also mein Kauftipp. Jedoch müsst Ihr schnell sein; die 3D-Bilderbücher sind bestimmt nicht lange im Aldi-Sortiment.

Dreidimensionale Grüße, Euer Roland

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Editorial April 2010

Liebe Freunde der Fotografie,

meine Empfehlung aus dem ersten Editorial ist wohl mittlerweile erledigt, aber auch diesmal soll es um das Thema 3D-Betrachter gehen. Denn die Anaglyphen mit den zweifarbigen Brillen sind bekanntlich nicht jedermanns Sache. Wer seine 3D-Fotos mit den richtigen Farben sehen möchte, interessiert sich vielleicht für den folgenden Tipp:

Man kann seine Fotos im Format einer Stereokarte ausdrucken bzw. drucken lassen. Auch darin unterstützt einen das hier im Fotokurs vorgestellte Programm StereoPhoto Maker. Um diese Stereofotos zu betrachten, braucht man (sofern man nicht den sogenannten Parallelblick beherrscht) einen Stereobetrachter, auch Stereoskop genannt.

Buch und Stereoskop
Buch und Stereoskop

Für knapp 30 Euro kann man z.B. bei Amazon.de das englischsprachige Buch A Village Lost and Found bestellen, dem ein gutes Stereoskop beiliegt. Wie man auf dem (durch Anklicken vergrößerbaren) Foto sehen kann, wird es in einen stabilen Schuber geliefert, der außer dem großen Buch auch eine Kassette enthält, in der das Stereoskop liegt. Mit wenigen Handgriffen lässt es sich flach zusammenlegen bzw. wieder betriebsfertig aufbauen.

Inhalt des Buches ist eine etwa 150 Jahre alte Serie von Stereofotos einer ländlichen Idylle. Der Ort Hinton Waldrist in England wurde von dem Fotografen T. R. Williams ausführlich portraitiert. Wenn man bedenkt, dass die Fotografie damals noch eine sehr junge Disziplin war, kann man nur staunen, zu welchen Ergebnissen es der Fotograf mit seinen Stereokarten gebracht hat, die großenteils handkoloriert verkauft wurden.

Autor Brian May (ja, genau DER Brian May) und seine Co-Autorin Elena Vidal haben mit detektivischem Spürsinn viele interessante Details zu T. R. Williams und seiner bedeutsamen Fotoserie herausgefunden. So war lange Zeit nicht einmal bekannt, in welchem Ort die Fotos aufgenommen waren. Sofern sich ein Vergleich zur heutigen Bebauung in diesem Ort anbietet, werden auch moderne Stereobildpaare gezeigt, wie man auf der aufgeschlagenen Seite gut erkennen kann.

Das Buch und auch das sonstige „Zubehör“ machen einen hochwertig verarbeiteten Eindruck. Zwar kann man den Viewer auch einzeln bei der LondonStereoscopic Company bestellen, aber mit Auslandsporto kommt man auf einen ähnlichen Preis und hat dann nur das Stereoskop ohne das schicke Buch. Daher empfehle ich die Bestellung des Buches (samt Stereoskop) bei Amazon.de oder bei einem Buchhändler Deines Vertrauens, falls der dieses englische Buch ebenfalls für ca. 30 Euro liefern kann.

Falls das Thema auf erkennbares Interesse stößt, werde ich vielleicht mal einen Artikel über verschiedene Stereoskope und das Drucken von eigenen Stereokarten schreiben. Aber dafür müsste ich erst mal selber welche drucken. Sobald ich mit „A Village Lost and Found“ durch bin, werde ich mich daran machen, den Stereo-Viewer mit eigenem Bildmaterial zu testen.

Herzliche Grüße, Euer Roland

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Editorial Januar 2010

Liebe Freunde der Fotografie,

im fünften Jahr seines Bestehens hat „Rolands Fotokurs“ kürzlich zwei neue Rubriken eröffnet, die nun darauf warten, mit weiterem Inhalt gefüllt zu werden. Die Rubrik Zubehör eröffnete im November 2009, und die Rubrik 3D-Fotografie wendet sich seit Dezember 2009 einem sehr interessanten Spezialgebiet zu, für das ich in diesem Editorial noch einen besonderen Tipp loswerden möchte.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir auf dieser Reise in die dritte Dimension folgen würdet. Solche Bilder mit Raumtiefe kann man ohne teures Spezialzubehör mit jeder beliebigen Kamera machen, wenn man sich ein wenig damit beschäftigt. Und bei den ersten Schritten in dieses Thema sollen die Lektionen der neuen Rubrik über 3D-Fotografie helfen.

Für den Einstieg empfehle ich Anaglyphen-Brillen (Rot-Cyan), die es schon für etwa 1 Euro bei Ebay etc. gibt. Oder man kauft sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Fotohits für EUR 2,50 und hat neben einer beiliegenden Pappbrille mäßiger Qualität auch einige interessante Artikel über 3D-Fotografie. Bis Mitte Februar sollte die 3D-Ausgabe der Fotohits erhältlich sein, dann erscheint die neue Ausgabe. Also auf zum Kiosk. Für nur 2,50 bekommt man dort einen Einstieg in ein interessantes fotografisches Spezialgebiet und muss sich nicht um Bestellung und Online-Bezahlung der 3D-Brille kümmern.

Gerne könnt Ihr mir dann auch in den Leserkommentaren schreiben, welche Teilaspekte der 3D-Fotografie Ihr denn gerne hier im Fotokurs behandelt sehen würdet. Viel Spaß bei der Eroberung der dritten Dimension.

Bornheim, im Januar 2010,

Euer Roland

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Fotografie Fotokurs Zubehör

Fotozubehör: Fernauslöser-Timer

Fernauslöser mit Timer-Funktion

JJC Fernauslöser-Timer
JJC-Timer

Ein sehr nützliches Zubehörteil möchte ich auf dieser Seite vorstellen: Statt eines gewöhnlichen Fernauslösers (für verwacklungsfreie Aufnahmen vom Stativ) bietet es sich an, einen Fernauslöser-Timer zu kaufen. Damit hat man weit aus mehr Möglichkeiten als mit einem simplen Fernauslöser.

Den Timer habe ich im Herbst 2009 im Traumflieger-Shop bestellt. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass man ihn für das richtige Kamera-Modell auswählt, denn leider verbaut Canon bei den unterschiedlichen Kameraserien verschiedene Anschluss-Stecker für den Fernauslöser. So passt mein Timer für die EOS 20D zwar auch an die 50D oder 7D etc., aber befreundete Canon-Fotografen mit der 400D oder 500D brauchen ihn sich gar nicht erst bei mir auszuleihen, denn an ihre Kamera passt er nicht dran.

Nachtrag (Februar 2011): Nachdem ich mir Ende 2010 die EOS 60D gegönnt habe, stand ich selbst vor dem hier beschriebenen Problem: Die 60D hat den gleichen Fernauslöser-Anschluss wie sonst die dreistelligen Canon-Modelle. Mit einem relativ einfachen Umbau habe ich das Problem gelöst. Nun kann ich den Timer an beiden Kameratypen einsetzen. Wer so eine flexible Lösung haben möchte, sollte sich ggf. die N3-Version des Timers kaufen und diese wie beschrieben umrüsten.

Nach umfangreichem Studium der Timer-Tipps und -Videos auf traumflieger.de habe ich mich für das JJC-Modell entschieden. Insgesamt liefert er eine überzeugende Vorstellung ab. Mein erster Außeneinsatz hat mir gut 250 Fotos auf die Speicherkarte geschrieben und war daher sehr erfolgreich (siehe unten). Daher kann ich dem Timer das Prädikat „sehr empfehlenswert“ zuteilen, auch wenn ich noch nicht viele Erfahrungen damit gesammelt habe.

Die Anleitung zu dem Timer ist recht mager und nur auf englisch. Aber dafür gibt es ja die deutlich besseren Beschreibungen auf der oben verlinkten Traumflieger-Seite. Insgesamt wirkt das Bedienkonzept durchdacht, und man vermisst eine ausführliche Anleitung nicht wirklich.

Anwendungsbeispiele

Der Timer bietet die Möglichkeit, hunderte von Aufnahmen automatisch zu erzeugen, die später zu einem Zeitraffer-Video zusammengerechnet werden. Das hier gezeigte Video, dass sich deutlich größer betrachten lässt, wenn man es in Youtube extern öffnet, besteht aus etwa 250 Einzelaufnahmen, die im timergesteuerten Abstand von je 15 Sekunden erzeugt wurden und mit dem kostenlosen Programm Picture2avi zu einem Video von gut 20 Sekunden Spieldauer verrechnet wurden. Während des Aufnahmezeitraums von über 1 Stunde saß ich neben Kamera und Stativ auf der Bank und surfte mit dem Netbook nach Stereofotozubehör, was deutlich spannender war als alle 15 Sekunden auf den Auslöser zu drücken.

Weitere Anwendungen werde ich bei Gelegenheit hier zeigen. Noch habe ich den Timer ja erst einmal eingesetzt. Aber einige Ideen – auch über die lesenswerten Traumflieger-Tipps hinaus – habe ich schon im Kopf, und so hoffe ich, dass der Timer noch öfters zum Einsatz kommen wird. Mir erscheint er jedenfalls schon jetzt als ein nützliches Zubehörteil, das einen Stammplatz in meiner Fototasche bekommen wird. Auch wenn die Stummfilmzeit ja eigentlich vorbei ist. :-) Aber es gibt ja durchaus auch sinnvolle fotografische Anwendungen.