Fotozubehör: Fernauslöser-Timer

Fernauslöser mit Timer-Funktion

JJC Fernauslöser-Timer

JJC-Timer

Ein sehr nützliches Zubehörteil möchte ich auf dieser Seite vorstellen: Statt eines gewöhnlichen Fernauslösers (für verwacklungsfreie Aufnahmen vom Stativ) bietet es sich an, einen Fernauslöser-Timer zu kaufen. Damit hat man weit aus mehr Möglichkeiten als mit einem simplen Fernauslöser.

Den Timer habe ich im Herbst 2009 im Traumflieger-Shop bestellt. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass man ihn für das richtige Kamera-Modell auswählt, denn leider verbaut Canon bei den unterschiedlichen Kameraserien verschiedene Anschluss-Stecker für den Fernauslöser. So passt mein Timer für die EOS 20D zwar auch an die 50D oder 7D etc., aber befreundete Canon-Fotografen mit der 400D oder 500D brauchen ihn sich gar nicht erst bei mir auszuleihen, denn an ihre Kamera passt er nicht dran.

Nachtrag (Februar 2011): Nachdem ich mir Ende 2010 die EOS 60D gegönnt habe, stand ich selbst vor dem hier beschriebenen Problem: Die 60D hat den gleichen Fernauslöser-Anschluss wie sonst die dreistelligen Canon-Modelle. Mit einem relativ einfachen Umbau habe ich das Problem gelöst. Nun kann ich den Timer an beiden Kameratypen einsetzen. Wer so eine flexible Lösung haben möchte, sollte sich ggf. die N3-Version des Timers kaufen und diese wie beschrieben umrüsten.

Nach umfangreichem Studium der Timer-Tipps und -Videos auf traumflieger.de habe ich mich für das JJC-Modell entschieden. Insgesamt liefert er eine überzeugende Vorstellung ab. Mein erster Außeneinsatz hat mir gut 250 Fotos auf die Speicherkarte geschrieben und war daher sehr erfolgreich (siehe unten). Daher kann ich dem Timer das Prädikat „sehr empfehlenswert“ zuteilen, auch wenn ich noch nicht viele Erfahrungen damit gesammelt habe.

Die Anleitung zu dem Timer ist recht mager und nur auf englisch. Aber dafür gibt es ja die deutlich besseren Beschreibungen auf der oben verlinkten Traumflieger-Seite. Insgesamt wirkt das Bedienkonzept durchdacht, und man vermisst eine ausführliche Anleitung nicht wirklich.

Anwendungsbeispiele

Der Timer bietet die Möglichkeit, hunderte von Aufnahmen automatisch zu erzeugen, die später zu einem Zeitraffer-Video zusammengerechnet werden. Das hier gezeigte Video, dass sich deutlich größer betrachten lässt, wenn man es in Youtube extern öffnet, besteht aus etwa 250 Einzelaufnahmen, die im timergesteuerten Abstand von je 15 Sekunden erzeugt wurden und mit dem kostenlosen Programm Picture2avi zu einem Video von gut 20 Sekunden Spieldauer verrechnet wurden. Während des Aufnahmezeitraums von über 1 Stunde saß ich neben Kamera und Stativ auf der Bank und surfte mit dem Netbook nach Stereofotozubehör, was deutlich spannender war als alle 15 Sekunden auf den Auslöser zu drücken.

Weitere Anwendungen werde ich bei Gelegenheit hier zeigen. Noch habe ich den Timer ja erst einmal eingesetzt. Aber einige Ideen – auch über die lesenswerten Traumflieger-Tipps hinaus – habe ich schon im Kopf, und so hoffe ich, dass der Timer noch öfters zum Einsatz kommen wird. Mir erscheint er jedenfalls schon jetzt als ein nützliches Zubehörteil, das einen Stammplatz in meiner Fototasche bekommen wird. Auch wenn die Stummfilmzeit ja eigentlich vorbei ist. :-) Aber es gibt ja durchaus auch sinnvolle fotografische Anwendungen.

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4 Antworten zu Fotozubehör: Fernauslöser-Timer

  1. RoFrisch schreibt:

    1 Kommentar zu dieser Seite im alten Fotokurs (und ich hatte es übersehen und hab somit versäumt zu antworten, was ich aber gleich nachhole):

    #1 Marc Danzebrink schrieb am 03.03.2010 00:41

    Hallo Roland,

    zuerst einmal ein mega großes Lob an diese Seite. Wahnsinn. Zudem ist es sowas von köstlich diese kleinen Bemerkungen zwischen den Zeilen immer wieder zu lesen, die dem ganzen einen wirklich lesenswerten Touch geben. „…was deutlich spannender war als alle 15 Sekunden auf den Auslöser zu drücken.“

    Zu meiner Frage: Wenn ich so etwas mit den 15 Sekunden abstand mache, ist es dann ratsam, wie ich es immer mache, manuell zu belichten, oder es auf Autobelichtung umzustellen, so dass wenn sich (z.B. beim Sonnenaufgang) die Lichtverhältnisse ändern, die Belichtung auch ändert? Aber ich vermute mal es ist besser Manuell eins einzustellen, und es über die gesamte Zeit gleich bleibt. Bei einem Sonnenaufgang stellt sich mir dann nur die Frage welche Belichtung einstellen, wenn die Sonne ja noch gar nicht da ist. (Vermutlich tendenziell erst mal zu dunkel; damit es später nicht überbelichtet)

    Vielen Dank für deine Antwort, Marc

    • RoFrisch schreibt:

      Hi Marc,

      sorry für die 11 Monate verspätete Antwort (man merkt, ich arbeite bei der Bahn und hab Erfahrungen mit Verspätungen…):

      Im Prinzip hast Du Dir die Frage ja schon selbst beantwortet. Wenn man die Kamera automatisch belichten lassen würde, dann gleicht sie die Helligkeitsunterschiede aus, und das ist ja bei einem Sonnenauf- bzw. -untergang nicht beabsichtigt.

      Beim Sonnenuntergang hat man es recht einfach, denn man kann zu Anfang der Serie die Belichtung der hellsten Situation messen, und dann einfach die Serie mit diesem Wert fotografieren (auf M).

      Bei einem Sonnenaufgang ist es komplizierter: Hier bleibt nur Schätzen und ggf. nachträgliche (gleichmäßige) Korrektur der Belichtung bei der Raw-Konvertierung.

      Lg, Roland

  2. Pingback: Fernauslöser/Timer-Anschluss ändern | Rolands Fotokurs

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