Fotogalerie: Architekturfotos

Stadt und Architektur

Hauptsächlich Köln und Bonn sind (bisher) die Städte, in denen ich auf Motivjagd gehe, um Architektur und Stadtansichten zu fotografieren. Weiter entfernte Orte zeige ich eher als Reisefotoserie in Rolands Fotokiste. Naja, ein paar Bilder sind auch von weiter weg. Schaut selbst, steht ja dran.

Ebenfalls Fotos zum Thema Stadt/Architektur findet man in meiner Fotoserie über die Bonner Südstadt.

Die Flut

Altstadt Köln im Hochwasser

1994, EOS 1000

Technisch noch nicht so perfekt fotografiert, aber dafür eine Ansicht mit extra viel Rhein: Das erste Hochwasser des Jahres 1994 in der Kölner Altstadt, fotografiert von der Deutzer Brücke.

Beruflich komme ich übrigens ständig über die Deutzer Brücke und sehe immer wieder Fotografen, die Nachtaufnahmen mit Stativ probieren. Was sie leider wohl nicht bedenken: So eine Brücke schwingt ganz beträchtlich, und es liegt eher an der vorbeifahrenden Stadtbahn als am Stativ, wenn das Bild dennoch verwackelt ist.

Kitschpostkarte

Köln, Blick vom Rheingarten zum Dom

1994, EOS 5

Kurz vor dem Rom-Urlaub 1994 habe ich in eine neue Kamera investiert, die Canon EOS 5. Mit Stativ und Kamera zog ich mal wieder im Dunkeln in die Kölner Altstadt. Der abendliche Blick vom Rheingarten zum Dom eignet sich natürlich hervorragend als Motiv für eine Kitschpostkarte. Nur die Gegenlicht-Reflexe stören etwas den ramontischen Gesamteindruck…

Achtung Touristenfalle

Barbarathermen mit Schwimmbad-Schild

2002, C-3000 Zoom

Dass Urlaubsprospekte zu fiesen Übertreibungen neigen, wenn es um die Qualität von Hotel und Stand in südlichen Gefilden geht, ist ja hinlänglich bekannt. Doch auch die Stadt Trier nimmt es offenbar nicht so genau: Von dem beheizten Schwimmbad sieht der Städtetourist nur noch ein paar Ruinen. Daher empfehle ich dringend, nicht in Städte zu reisen, die seit 2000 Jahren ihre Schwimmbäder nicht mehr modernisiert haben.

Fotografisch ist das Bild natürlich nichts Besonderes. Aber den Spass mit diesem witzigen Schild in den Barbarathermen des römischen Trier wollte ich Euch nicht vorenthalten.

Dreamy Amsterdam

Magna Plaza Amsterdam

2003, C-3000 Zoom

Ein „verträumtes“ Foto aus dem Magna Plaza in Amsterdam, einem Einkaufstempel des gehobenen Geldbeutels.

Da die Dame so passend verwischt durch die Bildecke huschte, habe ich das Foto am Rechner noch etwas versoftet. Ist zwar kein High-Key (zumal das Hauptmotiv ja auch schwarz ist), aber es geht in eine ähnliche Richtung. Früher hat man teure Softfocus-Objektive gekauft oder sein Frontfilter mit Vaseline beschmiert. Heute kann man am Rechner simulieren und sich ggf. auch für eine nur sehr dezent gesoftete Version entscheiden.

Chorruine Heisterbach

Blick in das Gewölbe der Heisterbacher Chorruine

2003, C-3000 Zoom

Die Heisterbacher Chorruine im goldenen Licht der Abendsonne. Damit die Schatten nicht zu sehr „verblauen“, wurde das Bild im Virtual Photographer Plugin etwas wärmer getont. Dadurch stellt sich das Gemäuer trotz der starken Kontraste harmonischer dar.

Das Foto ist gleichzeitig ein Beispiel für Chromatische Aberration, wie man den Objektivfehler nennt, der sich an den starken Kontrasten der Himmels-Kanten zeigt.

Bonnensia Beach

Hauptpost mit Liegestuhl

2004, Caplio R4

Ein einfacher Schnappschuss, aufgenommen mit meiner damaligen Immerdabei-Schnappschusskamera Ricoh Caplio R4. Wem das Gebäude bekannt vorkommt: Es ist die Hauptpost in Bonn, und in Rolands Fotokurs hat sie bereits als Motiv für das Thema Fokussierung und Schärfe gedient. Deshalb auch die Werbetafel vor der Post, die auf Rolands Fotokurs hinweist. :-)

Wie man sieht, ist das Foto in der (Abend-)Dämmerung entstanden, so dass die Farben im Hintergrund nicht besonders kräftig rüberkommen. Um wenigstens den knallroten Liegestuhl kräftig leuchten zu lassen, wurde der eingebaute Mini-Blitz der Kamera zugeschaltet.

Wer sich nun fragt, ob die Stadt Bonn das Beethoven-Denkmal gegen einen zentralen Sandstrand ausgetauscht hat: Nein, Beethoven blieb unbehelligt, aber auf dem Münsterplatz wurde Anfang Mai 2006 ein Beachvolleyball-Turnier ausgetragen, weshalb sich der Platz für ein Wochenende in einen ‚Strand‘ (bei Ebbe…) verwandelt hatte.

Kölner Dom

Dom zu Köln, unbestuhlt

2005, EOS 20D

Dieses Foto entstand kurz vor dem Weltjugendtag 2005 im Kölner Dom. Um Platz für die Pilger zu machen, wurden die Holzbänke aus dem Dom gebracht. Während dieser Arbeiten war das Mittelschiff für Besucher gesperrt, so dass sich die Möglichkeit zu dieser ungewöhnlichen, menschenleeren Ansicht des Doms ergab.

Urprünglich waren Kathedralen wie der Dom zu Köln übrigens ohne Bestuhlung vorgesehen. Es gab nur Stehplatzkarten. ;-) Den „Luxus“ mit den Holzbänken hat man erst später eingeführt. Man sieht den Dom also hier in etwa so, wie er von den mittelalterlichen Baumeistern erdacht wurde. Die Orgel und die elektrische Beleuchtung sind jedoch auf mittelalterlichen Fotos ;-) des Doms noch nicht zu sehen…

Die Perspektive des Bildes wurde nachträglich leicht am PC korrigiert, damit die Säulen „schön gerade“ erscheinen.

Zu diesem Foto (und dem nächsten) gibt es eine kleine Bildbesprechung im Fotografie-Diskussionsforum auf http://www.traumflieger.de.

Stuhl Petri

Sitzmöbel im Kölner Dom

2005, EOS 20D

Dieses Foto entstand kurz vor dem Weltjugendtag 2005 im Kölner Dom. Vermutlich ist der Stuhl in der Mitte für den Besuch von Papst Benedikt XVI vorgesehen.

Da die Benutzung eines Stativs leider untersagt wurde, habe ich mit Leitzahl 42 des externen Aufsteckblitzes gnadenlos im Dom rumgeblitzt. Was 1000 Japaner in ‚unserem‘ Dom dürfen (mit ihren Kompaktknipse-Miniblitzen), darf ich als ‚Kölscher Jung‘ ja wohl schon lange. :-) Bei ISO 1600 hat der Blitz eine beeindruckende Reichweite, und die Bilder werden deutlich besser als ohne Blitzeinsatz. Durch den Blitz erklärt sich, warum die erste Säule einen kühleren Farbton hat als die weiter entfernten Säulen.

Die Perspektive des Bildes wurde nachträglich am PC korrigiert, damit die Säulen „schön gerade“ erscheinen.

Posttower Bonn

Post-Hochhaus, Bonn

2008, Zenza Bronica

Posttower Bonn im Sommer 2008. Aufgenommen mit einer Zenza-Bronica-Mittelformatkamera auf Rollfilm Fujichrome Provia 100. Die Kamera wurde mir freundlicherweise für einige Wochen geliehen, so dass ich zwei Testfilme belichtet habe. Vielen Dank nochmal an Petra für’s Ausleihen und Erklären.

Aufnahme vom Stativ mit 105mm Festbrennweite, was am Mittelformat knapp über der Normalbrennweite liegt (die meist mit 85mm angegeben wird). Das knapp 6x6cm große Dia wurde mit meinem Flachbettscanner CanoScan 8800F mit 2400dpi eingescannt, so dass man ein Bild mit gut 27 Megapixeln enthält! Außer geringer Tonwertkorrektur und Wegstempeln von Stäubchen und Häärchen (die sich ausgerechnet beim besten Dia der Serie besonders zahlreich mit auf den Scanner oder Film gemogelt haben) keine weitere Nachbearbeitung, wenn man von dem üblichen Verkleinern/Nachschärfen fürs Web absieht.

Wasserturm

Wasserturm, Glaskugelfoto

2008, EOS 20D

Dies ist mein erstes Glaskugel-Foto, das mit einer in Ebay für etwa 20 Euro erstandenen „Wahrsagekugel“ gemacht wurde. Es zeigt den denkmalgeschützten alten Wasserturm in Bornheim-Brenig im schönen Vorgebirge.

Glaskugelfotos sind nichts Neues – wenn man z. B. in der FotoCommunity nach „Glaskugel“ sucht, findet man hunderte vergleichbarer Bilder. Dennoch ist es eine interessante Angelegenheit, die optischen Eigenschaften dieses „Fisheye“-Ersatzes auszutesten. Aber aufgepasst: Die Glaskugel niemals unbeaufsichtigt in der Sonne liegenlassen, da sich sonst die Umgebung durch das Brennglas entzünden kann. Das kommt weder gut auf einer trockenen Wiese noch auf dem Beifahrersitz des Autos.

Außerdem wissen wir ja spätestens seit „Der Herr der Ringe“, dass man seinen Palantir immer nur zugedeckt transportieren soll, weil es sonst zu gefährlich ist…

Zu diesem Foto (und dem folgenden) gibt es eine kleine Bildbesprechung im Fotografie-Diskussionsforum auf http://www.traumflieger.de.

Sankt Evergislus

Glaskugelfoto

2008, EOS 20D

Mein zweites Glaskugel-Foto zeigt die katholische Pfarrkirche Sankt Evergislus in Bornheim-Brenig.

Die Kugel besteht aus einem magnetischen Spezialglas, und in den herabhängenden Holzpfahl wurden zuvor einige Eisennägel eingeschlagen, damit die Kugel daran hängen bleiben kann.

Scherz beiseite: Das Bild wird hier so gezeigt, wie es aufgenommen wurde – bekanntlich steht die Aufnahme in der Kamera ja auch Kopf. In der zuvor erwähnten Bilderbesprechung auf traumflieger.de sieht man auch eine Version der Aufnahme in der üblichen Lage. Und sogar eine, wo per EBV nur die Kugel gedreht wurde.

Übrigens hat es das Bild (in der ungedrehten Version) zu Weltberühmtheit gebracht, da es Titelbild des Dorfkalenders 2011 von Brenig geworden ist. Siehe sanktevergislus.de.

Wolkenburg Köln

HDR der Wolkenburg Köln

2008, EOS 20D

Wolkenburg Köln, 1. Dezember 2008. HDR mit Tonemapping, erzeugt mit Photomatix Pro 2.2.4. Die 8 Ausgangsbilder wurden mit dem Superweitwinkelzoom Tokina 11-16 f/2,8 bei Blende 11 aufgenommen mit Belichtungszeiten zwischen 20 Sekunden und 1/6 Sekunde. Nach Tonemapping Korrektur des Himmels durch Einfügen eines Originalhimmels mit 10% Transparenz, um die Halos zu mildern. Dann leichte perspektivische Entzerrung.

Bogen zum Licht

Bogengänge des Amphitheaters

2009, EOS 20D

Ausflug nach Xanten mit Besichtigung des archäologischen Parks. Die schon tief stehende Sonne schickte ihr warmes Licht durch die Bogengänge des (rekonstruierten) Amphitheaters.

Um die Unterschiede in der Farbtemperatur zwischen Schatten- und Sonnenpartien etwas abzumildern, wurde das Foto mit dem „Virtual Photographer“ Plugin noch mit einer „Spicy“-Tonung überlagert. Das gleiche Plugin hat nach dem Verkleinern noch ein leichtes „Filmkorn“ über das Foto gelegt, weil dadurch die Steine des Mauerwerks noch plastischer wirken.

Holocaustdenkmal

Denkmal für die ermordeten Juden Europas

2009, EOS 20D

Berlin, Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Regentag zwischen den Stelen. Für mich stellte sich (neben dem Mistwetter) das Problem, dass das Denkmal von sich aus keinen direkten optischen Bezug zum Judentum, zur Schoah oder zur deutschen Geschichte erkennen lässt.

Daher habe ich mit dem Davidsstern, den ich per Finger in die Regentropfen gemalt habe, nachgeholfen. Dass man das „so oder so“ werten kann, ist mir klar. Immerhin hat der Künstler sich vermutlich was bei gedacht, wenn er die Stelen gerade nicht mit typisch jüdischen Symbolen gekennzeichnet hat.

Den Bezug zur jüdischen Geschichte habe ich also nur über diesen Trick fotografisch umsetzen können.

Denkmal für die ermordeten Juden Europas Spiegelung des Reichstags im Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Den zweiten Bezug wollte ich zur deutschen Geschichte darstellen – immerhin steht die Gedenkstätte in Sichtweite deutscher Geschichte. Man sieht eben NICHT den Bundestag, sondern den Reichstag, der sich hier auf einer der nassen Stelen spiegelt. Allerdings ist dem Bild alleine dies nicht anzusehen; es könnte auch eine Regenwasserspiegelung sonstwo sein. Im Kontext mit den anderen Bildern ist aber klar, dass es dort aufgenommen wurde. Weshalb ich die Bilder hier als kleine Serie zeige.

Zeigt man mehr von den Stelen, dann ist der Reichstag super weit weg und winzig klein. Jedenfalls habe ich keine günstigere Perspektive gefunden, um den optischen Bezug deutlich zu machen.

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Eine Antwort zu Fotogalerie: Architekturfotos

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