Fotogalerie: Trickfotos

Trickbilder, Fotomontagen und sonstige Bildbearbeitungstechniken

Normale Tonwertkorrekturen und das übliche Verkleinern, Nachschärfen, etc. mache ich natürlich mit jedem Bild, das ich hier zeige. Auch Perspektiv-Korrekturen oder Umwandlungen zum Schwarzweiss-Foto sind ganz einfache Schritte, um die es hier in der Rubrik nicht geht. Aber manche Bilder erfordern einen höheren Nachbearbeitungs-Aufwand und spezielle Bildbearbeitungs-Techniken. Ob nun Fotomontage, HDR bzw. DRI, digitale Doppelbelichtungen oder was sonst noch kommen mag: Hier in dieser Rubrik werden diese Bilder gesammelt.

Ganz große Modellbahnanlage

EBV-Simulation geringer Schärfentiefe

2003, C-3000 Zoom

Das Foto wurde 2003 aus einem Heißluftballon aufgenommen, und erst 5 Jahre später habe ich das recht nichtssagende Luftbild herausgekramt, um damit eine Fake Tilt and Shift-Bearbeitung zu testen.

Mit PhotoImpact wurde hierzu ein Schärfeverlauf angelegt, um es durch die künstlich reduzierte Schärfentiefe wie eine „Modellbahn-Aufnahme“ aussehen zu lassen. Auch wurde Beleuchtung und Farbsättigung verändert, um die Landschaft „künstlicher“ erscheinen zu lassen.

Wäre ein Dorf dieser Größe auf einer richtigen Modellbahnanlage, dann wäre der Bildausschnitt nicht im Makrobereich, sondern so groß, dass es nicht zu so einem starken Unschärfeverlauf kommen würde. Wenn man es aber nicht so stark übertreibt mit dem „Fake Tilt/Shift“, dann erzielt es die gewünschte Wirkung nicht. Und es geht hierbei ja um die Bildwirkung und nicht um die physikalische Korrektheit.

Flugboot-Zauberwürfel

Zauberwürfel mit Motiven der Do-24 ATT

2006, EOS 20D

In der FotoCommunity gibt es eine Rubrik mit vielen Zauberwürfel-Fotos, die künstlich in Photoshop erzeugt wurden. Da ich aber bereits vor einiger Zeit einmal etliche echte Zauberwürfel fotografiert hatte, habe ich einige Experimente gemacht, einen solchen echten Zauberwürfel am Rechner (mit PhotoImpact) mit anderen Motiven zu ‚bekleben‘. Im Gegensatz zu der Photoshop-Aktion, die sonst verwendet wurde, gab es hier daher auch die Möglichkeit, einen zerlegten Würfel als Basis zu nehmen, was den Unterschied besonders deutlich macht.

Das Bild zeigt das berühmte Flugboot Dornier Do-24 ATT ‚im Wasser, zu Lande und in der Luft‘. Die Fotomontage entstand ausschließlich aus Bildern, die bereits auf meiner Homepage zu finden sind: Würfel, Köln, Frankfurt, Egelsbach.

Zu diesem Foto gibt es eine Bildbesprechung im Fotografie-Diskussionsforum auf http://www.traumflieger.de. Und ich habe es in der FotoCommunity ausgestellt, wo es ebenfalls kommentiert werden kann.

Arbeitsplatz eines Kreativen

Arbeitsplatz im HDR-Fisheye-Look

2007, EOS 20D

Das Bild zeigt den „Geburtsort“ von Rolands Fotokurs und von allen anderen jüngeren Updates meiner Homepages.

Das Foto ist mein erstes echtes HDR, das aus mehreren verschieden lang belichteten Einzelbildern zusammengesetzt wurde (mit Photomatix). In der Zeitschrift DOCMA 4/06 stand ein Artikel über kreative Verfremdungen mittels HDR. Auch dort diente der „Arbeitsplatz eines Kreativen“ als Beispiel. Es ging hierbei nicht darum, eine natürliche Wiedergabe zu erreichen, sondern eher einen leicht comic-artigen (?) Verfremdungseffekt herbeizuführen. In der Einleitung des Artikels hieß es über DRI-Techniken wie HDR: „Man kann damit auch schrille Bilderwelten erschaffen. Zum Beispiel Bilder mit einem Look, der irgendwo zwischen Fotografie und hyperrealistischer Malerei angesiedelt ist.“

Das Bild entstand also in recht enger Anlehnung an die Vorgehensweise in dem Artikel. Da ich jedoch kein Fisheye-Objektiv habe (was ich bei dem Originalfoto sehr passend fand), habe ich stattdessen die Linsenverzeichnungs-Korrekturfunktion von PhotoImpact bis zum Anschlag überdreht.

Zu diesem Foto gibt es eine kleine Bildbesprechung im Fotografie-Diskussionsforum auf http://www.traumflieger.de. Dort findet man auch zum Vergleich eines der ’normalen‘ Fotos, aus denen das Fisheye-HDR erzeugt wurde. Und dort kann man auch Kommentare zu diesem Bild schreiben (aber das kann man ja nun hier auf der Seite auch).

Modellflugzeug

Flugzeug mit simuliertem Schärfentiefeverlauf

2006, EOS 20D

Auch dieses Foto wurde – wie schon weiter oben das Dorf – künstlich miniaturisiert (sogenanntes „Fake Tilt & Shift“). Aus dem großen Flieger wurde so durch die künstlich reduzierte Schärfentiefe ein „Modellflugzeug“.

Ein häufig gemachter Fehler bei dieser Art von Bildmanipulation ist, dass man einfach einen glatten Unschärfeverlauf über das Foto legt, ohne sich Gedanken darüber zu machen, dass die Unschärfe ja Schärfentiefe simulieren soll. Damit ist sie nicht abhängig von Oben und Unten im Bild, sondern von der Entfernung der Gegenstände, also der räumlichen Tiefe in der Aufnahme. Aus diesem Grund wurde bei diesem Foto z. B. die Heckflossen der Flieger von dem Unschärfeverlauf des Hintergrundes ausgenommen.

Auf tausenden von FakeTS-Bildern im Web haben sich die Künstler diesen kleinen Trick erspart – mit dem Effekt, dass der Schärfentiefe-Schwindel sofort auffliegt, weil er unnatürlich wirkt. Ein Hochhaus (oder sonstiger vertikal ausgerichteter Gegenstand) sieht dann oben unschärfer aus als unten, was aber in dieser Perspektive gar nicht auftreten würde.

Drei Affen

Der Webmaster in dreifacher Ausführung

2008, EOS 20D

Eine Dreifach-Montage des Webmasters dieser Seiten in einer Pose wie die berühmten Drei Affen, deren eigentliche Bedeutung übrigens recht interessant auf Wikipedia erklärt wird.

Wer eine solche Montage machen möchte und sich erheblichen Aufwand beim genauen Freistellen der Personen sparen möchte, der geht am besten wie folgt vor: Kamera auf’s Stativ und Belichtung, Fokussierung und Weißabgleich auf feste, manuell eingestellte Werte. Dann werden bei allen Fotos die umgebenden Gegenstände gleich abgebildet, so dass man die Figuren nur ganz grob ausschneiden und einfügen muss (darauf achten, dass auch diffuse Schatten mit übertragen werden, sonst sieht man die Übergänge doch).

Allerdings zeigt dieses Foto die Grenzen dieser Technik, wenn man sich auf ein weiches Sitzmöbel setzt: Die Streifen des Sofa-Bezuges verschieben sich nämlich je nach Sitzposition. Besser man macht solcherlei Trickaufnahmen auf verschiedenen Sitzmöbeln oder im Stand und mit genügend Abstand zwischen den Positionen, damit sich durch den Schattenwurf die Belichtung nicht zu sehr ändert.

Übrigens sind Trick-Aufnahmen dieser Art auch etwas, womit man selbst fotoscheuere Kinder ganz gut vor die Kamera locken kann. Den Kids macht’s Spaß und später freuen sie sich über die supercoolen Fotos, beispielsweise in verschiedenen Positionen mit ihren Lieblingsspielzeugen, etc.

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Über RoFrisch

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2 Antworten zu Fotogalerie: Trickfotos

  1. RoFrisch schreibt:

    Einen Kommentar zu dieser Seite gab es schon im alten Fotokurs:

    #1 Markus schrieb am 18.01.2010 17:21

    Hallo Roland,
    bin über Traumflieger auf Deiner HP gelandet.
    Kompliment, Klasse HP, steckt aber ne Menge Arbeit drin.
    Gefällt mir gut.

    gruß
    Markus
    astra1

  2. Pebles schreibt:

    Danke für diesen tollen Fotokurs.
    Kam über das Oly-Forum hierher.

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