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Zeitraffer-Video

Nachdem ich vor dem Urlaub meinen Fernauslöser-Timer umgebaut habe, damit dieser auch an der neuen 60D funktioniert, habe ich diesen natürlich auch im Karnevalsfluchturlaub eingesetzt. Während des Frühstücks in unserer netten Unterkunft stand die Kamera samt Stativ für 40 Minuten am Fenster und hat alle 10 Sekunden ein Bild der Straßenszene in Hamburg-Eimsbüttel gemacht. Diese 240 Bilder wurden zu folgendem Zeitraffer-Video zusammengerechnet, das 30 Sekunden läuft:



Um die Datenmengen und den Akkuverbrauch gering zu halten, habe ich zuvor einige Einstellungen an der Kamera geändert: Manuelle Scharfstellung und Belichtung, IS aus, ISO 200, keine Anzeige des Bildes nach der Aufnahme, statt Raw nur Jpg (8 Megapixel statt 18 sind mehr als ausreichend). Die kameraseitigen dieser Einstellungen kann man sich übrigens bei der 60D abspeichern und am Programmwahlrad mit dem „C-Programm“ schnell aufrufen, wenn wieder ein Timer-Einsatz erfolgen soll.

Wie der Timer auf 240 Bilder im 10-Sekunden-Abstand programmiert wird, erkläre (bzw. verlinke) ich in der Timer-Lektion. Nach diesen Vorbereitungen konnten also während des Frühstücks die 240 Bilder selbsttätig aufgezeichnet werden.

Die Nachbearbeitung erfolgte zunächst mit dem TOP-Tool (Traumflieger Online Picture), das die 240 Fotos auf eine Bildhöhe von 720 Pixeln herunterrechnete und den Copyright-Schriftzug einbaute. Diese verkleinerten Fotos wurden dann mit Picture2Avi zu einem Film zusammengebaut. Auf ein Update dieses Programms habe ich verzichtet, da es mittlerweile „nur“ noch eine 30-Tage-Testversion kostenlos gibt, während meine Version offenbar noch ohne zeitliche Einschränkung läuft.

Der Avi-Film von 30 Sekunden Laufzeit war knapp 1 Gigabyte groß – aber anstatt diesen vor dem Upload in ein platzsparenderes Videoformat zu konvertieren (davon habe ich leider kaum Ahnung), habe ich diesen in etwa 6 DSL-Stunden nach Youtube übertragen, so dass er dort konvertiert wurde (die Youtuber haben davon vermutlich weit mehr Ahnung).

Bis hierhin war der Film ein Stummfilm. Es gibt aber in Youtube die Audio-Swap-Funktion, mit der man die Tonspur seiner Videos gegen „legale“ Musik austauschen kann. Dort habe ich ein mehr oder weniger passendes Stück rausgesucht, das nun den Zeitraffer begleitet. Ich hoffe, es gefällt Euch.

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Stereoskope und Lesebrillen

Eine kurze Notiz, da ich gestern beim Aufräumen einen Zettel wiedergefunden habe. Erst aber die Geschichte dazu:

Vor ein paar Monaten hatte ich meine ersten Holmes-Stereokarten als 10×15-Fotos belichten lassen, um diese mit dem London-Stereoskop („Owl“) anschauen zu können. Das klappt soweit ganz prima, aber ich hatte die Idee, mit solchen Linsen doch vielleicht ein Brillengestell ausstatten zu lassen, damit man nicht immer diesen Viewer halten muss. Natürlich muss man dann den Abstand selber treffen und die Karten schön gerade halten, aber das sollte ja zu schaffen sein – meine Experimente mit Lesebrillen stimmen mich da zuversichtlich.

Also bin ich in eine Filiale von Apollo-Optik, habe dort das Stereoskop vorgeführt und gefragt, was das für Linsen sind und wie teuer so eine Spezialbrille würde. Das Personal war sehr nett und man hat sich richtig Zeit genommen. Man hat die Owl vermessen und mir den Dioptrienwert mitgeteilt; ebenso von dem Pentax-Viewer, den ich auch dabei hatte, und der sich gut für Parallelblick-Stereos auf dem Smartphone-Display eignet. Hier die Werte:

  • London-Stereoskop: 6,25 Dioptrien
  • Pentax 3D-Betrachter: 8 Dioptrien

Zum Vergleich: Die stärksten Billig-Lesebrillen, die man bei Ramsch & Co. bekommt, haben gewöhnlich 3, 3.5 oder 4 Dioptrien.

Aber es gibt noch einen Unterschied: Wie es ausschaut, haben die Stereo-Viewer zusätzlich ein Prismen-Element in der Linse integriert, so dass die Bilder übereinander erscheinen, ohne dass man seine Augen in Parallelblickstellung zwingen muss. Dies hat es letztlich etwas zu teuer gemacht mit der Spezialbrille. Trotzdem ein Dankeschön an Apollo-Optik für die Messungen und die tolle Beratung.