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Fotografie Fotokurs Fotos

Walhalla (Teil 3) mit Lensbaby-Objektiv

Hier der dritte und letzte Teil meines Fotoshootings an der Walhalla in Donaustauf bei Regensburg. Nachdem es in Teil 1 viele Aufnahmen mit dem 11-16mm Superweitwinkel-Objektiv gab und Teil 2 die Marmorbüsten in 3D zeigte, geht es nun wieder in 2D weiter. Neben „normalen“ Aufnahmen (mit dem 15-85mm von Canon) gibt es hier auch einige Fotos, die mit dem Lensbaby gemacht wurden – teils mit Weitwinkelvorsatz:

Damit ist das Thema „Walhalla“ auch endlich hier im Fotokurs durch. So wichtig finde ich das Kriterium „aus teutschen Landen“ ohnehin nicht, wenn es um die Taten „großer“ Männer und Frauen geht. Immerhin spart einem die Walhalla eine Reise zur Akropolis in Athen. Wer also mal einen eingerüsteten Tempel sehen will (und sich nicht daran stört, dass der bei Regensburg grob 2000 Jahre jünger ist), der sollte sich die Walhalla auf jeden Fall mal anschauen. Mit den Fotos kann man ja später ein Promi-Rätsel machen (vielleicht ergänzt um die „Großen“ [???] unserer Zeit: Küblböck, Lena, Raab, Gottschalk, Vettel – hoffentlich sind die freien Plätze in der Walhalla nicht für sie…). ;-)

Interessant finde ich, dass nun auch Heine in der Walhalla zu sehen ist, der sie einst als „marmorne Schädelstätte“ verspottete. Hier ein netter Link dazu:
http://www.kultur-vollzug.de/article-0744/2010/08/23/744/

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3D-Fotografie Fotografie Fotokurs Fotos

Walhalla (Teil 2) in 3D

Ludwig van BeethovenInzwischen bin ich zurück von meinem Kurzausflug nach Bayern. Die Stereofotos von der Walhalla (siehe auch Walhalla Teil 1 in 2D) habe ich im Zug am Notebook justiert und jetzt eben zuhause mit dem StereoViewer Applet aufbereitet, so dass Ihr sie nun mit dem 3D-Verfahren Eurer Wahl anschauen könnt. Voreingestellt ist wegen der hohen Verbreitung die Betrachtung mit Rot-Cyan-Brille, aber es lässt sich ja ganz einfach verstellen:

http://www.rofrisch.de/fotos3d/walhalla2011/walhalla3d.htm

Die Bilder entstanden mit dem Pentax-Strahlenteiler (bis auf das letzte, das ist ein Cha-Cha vor dem Bayernkönig) und der EOS 60D mit einem 28mm-Objektiv. Ich hätte vielleicht doch etwas näher an die Büsten herangehen sollen, denn der Stereo-Effekt ist bei kleineren Monitoren etwas zu gering. Also bitte möglichst groß betrachten, das Applet-Fenster lässt sich ja auf volle Monitorfläche vergrößern.

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Bildbearbeitung Fotografie Fotokurs Fotos

Heute: Walhalla (Teil 1)

Heute vormittag bin ich mit dem Linienbus von Regensburg zur Walhalla nach Donaustauf gefahren. Diese Ruhmeshalle in Form eines klassisch-griechischen Tempels ließ Bayernkönig Ludwig I im 19. Jahrhundert als Ruhmestempel bauen, um darin berühmte Deutsche zu ehren und ihrer zu gedenken. Dazu bieten Marmorbüsten und Gedenktafeln einen Streifzug durch viele Jahrhunderte.

Leider war das Wetter etwas durchwachsen. Im Vergleich zum Nachmittag, wo ich bei Regen die Regensburger Altstadt erkundigt habe, ging es zwar noch. Aber dennoch hätte ich mir für die Walhalla lieber Kaiserwetter gewünscht – wäre ja auch passender gewesen; immerhin sind etliche Kaiser dort vertreten.

Die folgenden Fotos sind bisher nur mit Digital Photo Professional (DPP) Raw-bearbeitet und mit dem TOP-Tool automatisch verkleinert. Erstmalig habe ich auch die Verzeichnungskorrektur von DPP eingesetzt, denn einige Säulen-Bilder sahen durch die Objektivverzeichnungen doch arg krumm aus.

Ab dem 46. Bild habe ich den Pentax-Strahlenteiler montiert, um in 3D weiter zu fotografieren. Die muss ich noch bearbeiten. Jetzt also 45 Fotos der Walhalla in 2D:

Soweit Teil 1 meiner Foto-Ausbeute von heute. Stürzende Linien könnte man noch in Gimp, etc. korrigieren – leider bietet DPP dies noch immer nicht an. Auf dem kleinen Notebook-Bildschirm tue ich mir dies jetzt aber nicht an. Das Feintuning hebe ich mir für zuhause auf.

Eine Anekdote muss ich noch erzählen, die ich erlebt habe, als ich außen zwischen den Säulen an einer Besuchergruppe vorbeikam. Da telefonierte ein etwa 8-10jähriges Mädchen mit der Oma: „Oma weißt Du, wo ich bihin? In der Walachei“. Sie hatte die Lacher auf ihrer Seite…

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Fotografie Fotokurs Zubehör

Makro-Zwischenringe

Makro-Zwischenringe gibt es für einen zweistelligen Euro-Betrag als 3er-Set auch in „Automatik“-Version für Canon EOS (also mit Blenden- und eingeschränkter Autofokus-Steuerung). Sie sind nichts anderes als „Abstandshalter“ ohne eigene Linsen. Durch die vergrößerte Bildweite wird die Gegenstandsweite kleiner, man kann also näher ran beim Fotografieren und erschließt so mit einem ’normalen‘ Objektiv auch den Makro-Bereich.

Doch wie nah kommt man damit an das Motiv heran? Also wie groß lässt sich das Motiv abbilden? Diese Fragen möchte ich in diesem Artikel beantworten. Nicht mit Frontlinsenabstand in Millimetern und mit Abbildungsgrößen-Faktoren. Sondern anschaulich; mit einem Motiv, das jeder schonmal gesehen hat. So kann man sich leicht vorstellen, wie stark die Vergrößerung wirklich ist. Alle Fotos entstanden mit einem Canon-50mm-Objektiv (Festbrennweite) an einer Digitalkamera mit APS-C-Sensorgröße (Cropfaktor 1,6). Zunächst der Vergleich, wie nah man ohne Zwischenring bzw. mit jeweils einem Zwischenring (13, 21 oder 31mm Dicke) an das Motiv herankommt:

Doch natürlich lassen sich die Zwischenringe auch kombinieren. Jeweils 2 Stück oder sogar alle 3 zusammen:

So erreicht man schon recht beachtliche Abbildungsmaßstäbe, auch ganz ohne Makro-Objektiv. Allerdings wird es dann bei 50mm Objektivbrennweite schon recht schwierig mit der Beleuchtung, weil die Frontlinse sehr nah am Motiv ist (zumal Zwischenringe generell Licht kosten). Doch für diese Testfotoreihe hat der Deckenblitz noch einigermaßen gereicht.

Die Testfotos sind allesamt mit originalem Bildausschnitt wiedergegeben, und es wurde jeweils „so nah wie möglich“ an das Motiv herangegangen. Alle Bilder entstanden mit Blende 11 und 1/250 Sekunde Belichtungszeit und automatischem Aufsteckblitz, der gegen die Decke gerichtet war. Trotz starkem Abblenden ist die Schärfentiefe ziemlich gering; ein bekanntes Problem in der Makrofotografie bei höheren Abbildungsmaßstäben. Im fotografischen Alltag (Ausflüge und Wanderungen) werde ich daher den dicksten Ring nicht in der stets überfüllten Fototasche haben und mit mit den beiden dünneren Zwischenringen auf 13, 21 und 34mm Auszugsverlängerung beschränken.

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Aufbaukurs Fotografie Fotokurs

Portrait-Beleuchtung

Portrait-Fotografie: Beleuchtung

Als Ergänzung zur Lektion 6 des Aufbaukurses (Grundlagen der Portraitfotografie) hier noch zwei Bildserien, die mir Thomas Költgen, der in Xanten und Kamp-Lintfort ‚richtige‘ Fotokurse anbietet, freundlicherweise zugeschickt hat. Sie zeigen verschiedene Varianten von Seitenlicht bzw. Streiflicht beim Brustbild:

Portrait: Seitenlicht
Copyright 2011 by Thomas Költgen

Die Grenzen zwischen „Seitenlicht“ und „Streiflicht“ sind sicherlich fließend. Woanders habe ich gelernt, 90° sei bereits Streiflicht (etwa 80-100°, meinte man dort). Entscheidend ist aber bestimmt nicht die richtige Vokabel, sondern die Bildwirkung. Und da können die beiden Bildserien Anregungen für eigene Portraits geben.

Vergleicht man die beiden linken Bilder (Seitenlicht 45° und 90°), dann fällt auf, dass das Licht umso stärker die Formen modelliert, je seitlicher es auf das Modell fällt. Natürlich wird dann die lichtabgewandte Seite umso dunkler – aber dies kann man ja durch einen Aufheller dezent korrigieren, ohne damit die plastische Wirkung des Seitenlichts bzw. Streiflichts aufzuheben.

Portrait: Streiflicht
Copyright 2011 by Thomas Költgen

Die zweite Bilderserie zeigt eigentlich nur das „Zangenlicht“, also beidseitig eingesetztes Streiflicht, als neue Beleuchtungsvariante. Die beiden anderen Varianten hatten wir ja (mit anderen Bildausschnitt) bereits in der oberen Bildreihe.

Dies nur als kleiner Vorgeschmack zum umfangreichen Thema Beleuchtung in der Studio-Portraitfotografie. Lichtführung, Studio-Blitzanlagen oder Dauerlicht, Aufheller, etc. Dazu gibt es umfangreiche Bücher für alle, die sich näher damit beschäftigen möchten. Da ich bisher keine Fotostudio-Erfahrungen habe, halte ich mich hierbei lieber zurück mit meinem angelesenen Viertelwissen. Nochmal vielen Dank an Thomas Költgen für diese Bilderserien zum Thema Portraitfotografie.