Micha stellt sich vor

Hallo zusammen, hiermit erscheine ich Euch hier zum ersten Mal mit einem Foto, das mir viel Freude bereitet und der Geschichte dazu.
Ein paar Worte zu meiner Person: Ich bin 1967 in Brühl geboren und habe dort bis 2004 gelebt. Bin gelernter Handwerker und seit 97 Kameramann. Zwei Medienschulen habe ich besucht und danach selbst an einer unterichtet, seitdem arbeite ich ausschließlich als Kameramann und fotografiere sehr gern. (Das Startbild kommt im Artikel weiter unten nochmal in besserer Quallität)


Zu meiner ersten Geschichte:

Als ich in der Nacht vom 30 auf den 31.01.2010 in der Eifel an meinem Lieblingsort übernachten wollte, sammelte ich nach meiner Ankunft, wie immer, Feuerholz. Es hatte bereits mächtig geschneit, so war der Brennstoff nur unter dem gefrorenen Nass zu finden. Da es mir nicht nass vorkam, dachte ich mir nichts dabei, sammelte ich fleißig und merkte bald, daß ich, im Wald stehend, die Stirnleuchte auslassen konnte, weil es so hell war.
Der Mond zeigte sich mit dem größtmöglichen Gesicht und der Schnee reflektierte sein reflektiertes Licht so sehr, daß ich alles gut sehen konnte. Von dem Drama, das Holz nicht zum Brennen zu bekommen möchte ich lieber nichts erzählen, aber davon, was ich mit dem vorhandenen Licht angestellt habe. Hatte ich schon die Uhrzeit erwähnt? Meine Geschichte spielt nachts um 22:28 Uhr. (Gut, daß es Metadaten gibt)
Leider war ich noch nicht im Besitz meiner Spiegelreflex, hatte aber meine Canon G10 mit, mit der ich bis heute die meisten Bilder mache. Sie passt immer ins Gepäck und hat schon fast sowas wie ein Objektiv.
Da ich mich viel zu lange um das nicht zustande kommen wollende Feuer gekümmert habe, blieb leider nicht mehr lange Zeit, um meine Bilder auf den Chip zu bekommen. Mit meinem wackligen Ministativ machte ich 2-3 Probeaufnahmen, sah, daß die längstmögliche Belichtungszeit der G10 von 15 Sekunden bei ISO 80 ( ! ) und Blende 3,2 gut waren. (Raw-Dateien) Nun versuchte mich, ohne Nodalpunktadapter (ist bei so großen Entfernungen auch nicht ganz so wichtig) daran, bevor mächtige Wolken mir das wunderschöne Mondlicht nehmen sollten, eine schicke Panoramareihe von meinem liebsten Ort zu fertigen.

Bei genauerer Betrachtung sieht man, daß die Bilder 3 und 6 recht verwackelt sind, was ich mit der Kälte und dem fluffigen Untergrund nicht rechtfertigen , aber erklären kann (seid bitte nicht so streng mit mir).
Bald, nachdem ich die Bilder zusammen hatte, verließ mich das schöne Mondlicht, es fing an zu schneien, als gäbe es kein morgen mehr. Nachdem mich das Feuerholz nur beim Schleppen aus dem Wald gewärmt hatte, legte ich mich in eine halbwegs geschützte Ecke, wurde in kürzester Zeit bis zur Hüfte eingeschneit (mein Schlafsack geht eigentlich nur bis plus 5 Grad, es war etwas frischer – minus 16 Grad). Also brach ich den Ausflug ohne Übernachtung, aber mit meinen Panoramafetzen in der Tasche, ab.
Dadurch saß ich natürlich früher als geplant am Rechner und fütterte den Photoshop mit den einzelnen Bildern. Früher habe ich oft mit der Canon-Software gestitcht, Roland gab mir kürzlich eine Einweisung in Hugin. Er überzeugte mich völlig von diesem Programm, auch wenn ich heute wieder mit einem anderen Bild an meine Grenzen gestoßen bin. Ich muß noch viel lernen… Zur Zeit hänge ich aber noch an meiner alten Gewohnheit, die Funktion „Datei“-„Automatisieren“-„Photomerge“ zu nutzen (Photoshop CS4). Einen praktischen Vorteil, den ich sehr mag, hat der Photoshop: Das zusammengerechnete Bild besteht weiter aus einzelnen Bildern, bzw. Ebenen. Wenn die Übergänge mal nicht so toll sind, kann man so noch ein wenig korrigieren, ohne neu stitchen zu müssen.
Jetzt habe ich aber genug auf Eurem Bildschirm rumgekritzelt, bin gespannt, was Ihr so sagt.

Mondschen Schneepanorama

Viele Grüße, Micha.

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3 Antworten zu Micha stellt sich vor

  1. RoFrisch schreibt:

    Seeeeehr cooles Mondlicht-Panorama. Man glaubt zunächst gar nicht, dass dieses Panorama nachts entstanden ist.
    Ich find’s prima, dass Du uns hier auch das Making-Off so unterhaltsam schilderst.

    • sosiehtsdermicha schreibt:

      Du kannst Dir sicher denken, wie „cool“ die Session erst war (( ; Danke schön für Dein Lob.

  2. Pingback: EOS 5 (analog): Batteriegriff klebt | Rolands Fotokurs

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