England, Teil 12: Gunpowder Mills und Ghostly Highway

england2013-powdermill-3654mantiuk06Nachdem wir dem zauberhaften Wistman’s Wood den Rücken gekehrt hatten, wanderten wir zwischen zwei ‚Tors‘ hindurch in Richtung der Ruinen einer ehemaligen Pulvermühle (siehe Maps). Außer den Ruinen der Gunpowder Mills (auch einfach Powdermills genannt) sollte es dort auch noch Reste einer alten ‚Clapper Bridge‘ geben. Wir waren also gespannt, was das Dartmoor noch für Überraschungen für uns bereithielt.

Die erste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten. Kaum waren wir nahe der Tors auf dem Kamm des Hügels, fing es an zu regnen. Wir konnten uns in einer kleinen Höhle verkriechen und hoffen, dass es bald aufhören würde.

Abbrechen kam natürlich nicht in Frage (wir waren so oder so recht weit weg vom Auto), also beschlossen wir, bei nachlassendem Regen auf der anderen Seite der Tors hinunter zu wandern und uns die alte Pulverfabrik anzuschauen. In Ilonkas englischen Reiseführer war diese Tour empfohlen worden. Übrigens gibt es eine nette Beschreibung des nun folgenden Outdoor-Dramas auch in Ilonkas Blog.

Nach ein paar Minuten hörte es auf zu regnen, aber man sah schon, dass sich das Wetter verschlechtert hatte und die nächsten Schauern nicht lange auf sich warten lassen würden. Nachdem wir zwischen den Tors hindurch gewandert waren, konnten wir auf der anderen Seite bergab schauen. Dort sahen wir die Powdermills, gut erkennbar an ihrem Schornstein. Nur ein Weg war nicht zu erkennen – einige Schaftritte vielleicht, die sich dann aber manches Mal im Nichts auflösten. Ohne Pfad ist das Gelände nicht wirklich gut passierbar. Es war schon ein kleines Abenteuer.

Vom restlichen Teil der Wanderung kann ich leider keine Bilder zeigen. Das Wetter wurde immer fürchterlicher, und so verschwand die Kamera im Rucksack unter dem Wetterschutz-Cover.

Da uns das „Path-Path“-Schild und die hinter der Biegung auf uns lauernden Rindviecher deutlich machten, dass wir dort nicht herzugehen hatten, verpassten wir wohl die Powdermills Pottery (und auch die Clapper Bridge) und schlugen uns auf dem nicht vorhandenen „Path“ quer über die Moorlandschaft durch, bis wir auf den berühmt-berüchtigten „Ghostly Highway“ kamen, der Landstraße von Postbridge nach Two Bridges.

Wer nachlesen möchte, wie diese Straße zu ihrem Namen kam, findet im englischen Wikipedia-Artikel „Hairy Hands“ die Antwort. Haarige Hände haben also angeblich den armen Auto- und Motorradfahrern in den Lenker gegriffen. Vermutlich hätte ich das auch erzählt, wenn ich nach ein paar Pint zu viel Cider bzw. Ale von der Straße abgekommen und im Graben gelandet wäre…

Aber wir waren ja zu Fuß unterwegs, weshalb die Hairy Hands uns nichts anhaben konnten. Wohl aber das Wetter. Alle 10 Minuten ein kräftiger Guss von oben. Trotz Regenjacken und Schirm waren wir nass bis auf die Knochen, als wir endlich am Auto ankamen. Aber immerhin hat die Elektronik überlebt. Nun fuhren wir erst einmal zurück nach Ashburton in unsere Unterkunft, um uns abzutrocknen und dann zu schauen, wo man einen Cream Tea bekommen kann. Später besichtigten wir dann noch das Grab von Kitty Jay – mehr dazu im nächsten Artikel.

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