England, Teil 26: Penzance, die ‚heilige Landspitze‘ Cornwalls

england2013-penzance-5194Nach unserem Zwischenstopp im Bodmin Moor bei den Hurlers und im Jamaica Inn erreichten wir nachmittags unsere vierte und letzte Unterkunft, die kleine Stadt Penzance fast am Ende der Landspitze Cornwalls. Durch den milden atlantischen Golfstrom wachsen dort teils subtropische Pflanzen, sogar Palmen und ähnliche Gewächse. Das erste Bild zeigt unsere Unterkunft und quasi davor wohl eine Cordyline.

Unser Spaziergang am späten Nachmittag durch Ort und Hafen zeigte, dass Penzance in der Hochsaison ein beliebter Touristenort ist. Eigentlich hatten wir das schon einige Wochen zuvor bemerkt, als wir von Deutschland aus versuchten, dort eine Unterkunft zu buchen…

Doch zurück zum Spaziergang: In der Ferne sieht man St. Michael’s Mount, quasi das Gegenstück zum Mont-Saint-Michel auf der anderen Seite des Ärmelkanals in Frankreich. Auch der „Jubilee Pool“ gilt als Sehenswürdigkeit.

england2013-penzance-5240-43Das „Egyptian House“ von 1836 hat eine sehr ungewöhnliche Fassade. Leider war es etwas eng in der Chapel Street für eine Gesamtansicht (schmale Straße, Autos…), weshalb ich die Gebäudefront in mehreren Teilen übereinander ablichtete und als Fisheye-Projektion in Hugin aus 4 Bildern zusammensetzte.

Abends hatten wir dann ein ganz besonderes Erlebnis. Glücklicherweise hatte der Penzance Folk Club auf seiner Website mitgeteilt, dass an diesem Abend eine „Round the Room Session“ stattfinden sollte – auf der oberen Etage des Pubs „Admiral Benbow“, ebenfalls in der Chapel Street.

england2013-penzance-5249Wir wurden als folk-interessierte Zuhörer freundlich aufgenommen und sogar zu einem Bier bzw. Cider eingeladen. Jeder, der etwas vorbereitet hatte, konnte in dieser Runde sein Stück vortragen. Von unbegleiteten Solo-Gesängen bis zu professionell auf der Querflöte gespielten Jigs oder Reels (keine Ahnung, ich kann die verschiedenen Tunes nicht auseinanderhalten) war alles dabei. Eine nette Runde von musikalischen Leuten, denen die Folk-Musik am Herzen und im Blut liegt. Teilweise ‚mutig‘, teilweise beeindruckend, aber in jedem Falle schön.

Alan, der Leiter der Runde, kam insbesondere Ilo irgendwie bekannt vor. Später, beim Gespräch, kamen wir dahinter, warum: Wir hatten ihn im Fernsehen gesehen, in einem leicht skurrilen Fernsehfilm namens „Im Wohnmobil durch Cornwall„. Wer mag, kann ihn sich in der NDR-Mediathek anschauen. Etwa ab Minute 18 kann man Alan beim Biertrinken und beim Morris Dance sehen. Übrigens sieht man in dem Film auch andere Stationen unserer Reise, beispielsweise die Hurlers (ohne Nebel).

Mit dieser schönen Folk-Session ging unser erster Tag am Südwestzipfel Englands zu Ende. Für den nächsten Tag standen einige Sehenswürdigkeiten Cornwalls auf dem Programm: Das Minack-Theater, die Botallack-Minen und noch einiges mehr (in den nächsten Blog-Artikeln).

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