Mein Schweden-Tagebuch, Tag 5: Naturum Store Mosse, Brahehus, Gränna, Jönköping

Liebes Tagebuch,

heute ist der 30. Juni 2016 und unser vierter Tag in Schweden. Nach unserem gestrigen Ruhetag wollen wir heute etwas mehr Action, obwohl das Wetter immernoch durchwachsen ist.

Wir nehmen uns vor, nach Jönköping zu fahren, das am Südende des Vättern-Sees liegt, der der zweitgrößte See Schwedens ist. Zum Vergleich: Mit 135km Länge ist der Vättern gut doppelt so lang wie der Bodensee (63km), auch ist er mit 31km gut doppelt so breit (14km).

Natürlich hat Jörg wieder zahlreiche Ideen für sonstige lohnende Besichtigungsziele entlang des Weges.

Naturum Store Mosse

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Unser Weg führt uns am Nationalpark Store Mosse vorbei. Wir machen einen kleinen Abstecher zum Besucherzentrum „Naturum“, das aber leider so früh noch nicht geöffnet ist. Auf den Aussichtsturm klettern wir trotz des grauen Wetters.

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Wenn sich das Wetter in den nächsten Tagen wieder bessert, wollen wir unbedingt eine Wanderung durch das Große Moor machen. Das wird bestimmt klappen… :-)

schweden2016-DSC01610Brahehus

Schon auf dem Weg Richtung Jönköping wird das Wetter wieder besser. Deshalb schlägt Jörg vor, zunächst an Jönköping vorbei zu fahren und uns Gränna und das Brahehus am Ostufer des Vättern anzuschauen.

Die Familie Brahe war uns ja schon bei unserem ersten Frühstück in Schweden begegnet. Dort war es aber der Astronom Tycho Brahe gewesen (1546-1601). Das Schloss, dessen Ruine heute als Brahehus bekannt ist, wurde aber von Per Brahe dem Jüngeren (1602-1680) erbaut. Die genaue Verwandtschaft habe ich nicht herausgefunden, aber sie gehörten wohl angeblich beide zur gleichen Adelsfamilie.

schweden2016-DSC01614Das Brahehus ist direkt an der Autobahn E4 gelegen, die am Ostufer des Vättern vorbei führt (Helsingborg, Jönköping, Stockholm). Der Blick in die andere Richtung ist aber schöner, denn dort schaut man auf den Vättern und die nördliche Spitze der Insel Visingsö, die etwa 6km entfernt liegt.

Auch am Brahehus mache ich neben ’normalen‘ Fotos auch einige Experimente mit der Panorama-Kamera. Siehe die folgende Bilderstrecke, die einige ziemlich skurrile Perspektiven enthält:

Einen Rundumblick im Brahehus gibt es auch als interaktives Panorama.

Gränna

Nachdem ich das Brahehus nun genug ‚verbogen‘ habe, fahren wir ein kurzes Stück zurück, nach Gränna. Dieser Ort ist nicht nur für seine Fährverbindung nach Visingsö bekannt, sondern vor allem für Polkagrisar, schwedische Zuckerstangen. Man kann zuschauen, wie sie hergestellt werden. Und man kann sie sogar kaufen. :-)

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schweden2016-20160630_135353schweden2016-20160630_132848Gränna ist ziemlich touristisch überlaufen. Und doch gibt es hübsche und ruhige Ecken, sogar mit Seeblick. Und die Zeit für einen ‚richtig guten Kaffee‘ nehmen wir uns natürlich gerne.

schweden2016-DSC01630Aus Gränna stammt der angeblich bekannte Ballonfahrer Salomon August Andrée, dessen Expedition zum Nordpol 1897 tragisch scheiterte. Wer mag, kann im Museum für eine Ballonfahrt trainieren, indem er schonmal den passenden Gesichtsausdruck übt. ;-)

Hier noch ein paar Eindrücke von Gränna aus Doros Kamera:

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Jönköping

Nun fahren wir zurück zur Südspitze des Vättern, nach Jönköping. Leider hat sich das Wetter wieder eingetrübt und zwischendurch auch eingenieselt. Hier trotzdem einige Eindrücke aus der Stadt:

„PC Massage“, das ist bestimmt DIE neue Geschäftsidee. Die Daten fühlen sich gleich viel wohler, wenn die Festplatte mal richtig massiert wurde. ;-)

schweden2016-DSC01652In der Fußgängerzone treffen wir einen prominenten Bonner und begrüßen ihn freundlich.

Weil die Stadt am Ende eines über 100km langen Sees liegt, muss sie sich vor starken Wellen schützen. Der Wellenbrecher ist ziemlich massiv und dient außerdem der Ablage überzähliger Touristen. ;-)

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schweden2016-DSC01646Der Rückweg zum Auto führt uns quasi durch den Bahnhof. Schon vorher war mir an schwedischen Bahnübergängen aufgefallen, dass dort meist ein weißes Licht blinkt. So weiß der Überquerer, dass der Bahnübergang funktioniert und momentan überquert werden darf. Wenn die roten Lampen blinken, kommt ein Zug. Und wenn gar nix blinkt, sollte man äußerst vorsichtig sein und ggf. die angegebene Telefonnummer anrufen, um das dort zu melden.

Dieses System erscheint mir eigentlich ganz sinnvoll, denn man kann z.B. hier in Deutschland nicht unterscheiden, ob ein Bahnübergang frei oder ausgefallen ist. Und dass die Loks Schneepflugscharen montiert haben, ist sicherlich auch im Sommer ganz hilfreich; gerade im Sommer 2016, wo sich die Zahl der Smombies dank Pokémon Go mindestens verdreifacht hat…

 

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