Mein Schweden-Tagebuch, Tag 7: Vandalorum, Apladalen Värnamo

schweden2016-DSC01711Liebes Tagebuch,

heute ist der 2. Juli, und nach dieser Überdosis Natur gestern am Vögelsee steht heute wieder Kultur auf dem Programm. Deshalb wollen wir das Vandalorum besuchen um Kunst zu schnuppern, und danach wollen wir uns Värnamo anschauen – insbesondere den berühmten Park Apladalen. Natur und Kultur, in Schweden ist beides ganz nah.

schweden2016-20160702_075756_Richtone(HDR)Zunächst gibt es aber noch einige Aktivitäten rund um das Haus am See. Morgens jogge ich erstmal quasi auf die andere Seite des Sees – ein hübscher Anblick, aber die Wolken verheißen nichts Gutes.

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schweden2016-20160702_132542schweden2016-20160702_132552Später gehen Doro und ich Blaubeeren sammeln – direkt hinterm Haus. Einige Walderdbeeren gesellen sich dazu. Es gibt leckere Pfannkuchen. Jörg hat einige Pfifferlinge gefunden, obwohl es dafür noch etwas früh im Jahr ist, und die letzten Wochen (bis auf die letzten Tage) auch zu trocken waren.

schweden2016-20160702_151723Vandalorum

Einige Pfannkuchen später fühlen wir uns gestärkt für unseren Ausflug. Wir fahren zum Vandalorum in Värnamo – Zentrum für Gegenwartskunst und Design. Es gibt dort regelmäßig wechselnde Ausstellungen überwiegend lokaler Künstler, so dass ein wiederholter Besuch auch für Jörg nicht langweilig ist.

Momentan gibt es dort unter Anderem eine Ausstellung von Sivert Lindblom, der einige sehr interessante Skulpturen geschaffen hat.

Möbeldesigner Gustav Person zeigt in seinem Teil der Ausstellung interessante Verbindungselemente von Holzteilen. Mit Stäben und Gummibändern können die Besucher selbst experimentieren. Hier sehen wir die bahnbrechende Erfindung eines mühsam ausbalancierten Wackeldings. Sowas kann man immer gebrauchen:

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Apladalen

Ebenfalls in Värnamo liegt der berühmte Park Apladalen, den wir nun besuchen. Es ist eine Mischung aus hübsch angelegtem Stadtpark und Freilichtmuseum. Wie wir schon in Smålandsstenar und am Draven gesehen haben, lieben es die Schweden, alte Holzhäuser als Freilichtmuseum zu arrangieren und so die Geschichte des Ortes oder bestimmter Handwerke/Berufe lebendig zu erhalten.

Bruno Mathsson Center

Angrenzend an den Apladalen-Park befindet sich das Bruno Mathsson Center, das an das Werk eines der bedeutendsten schwedischen Möbeldesigner erinnert. Das Design von Bruno Mathsson hat unzweifelhaft auch das eine oder andere Möbelstück von Ikea ‚inspiriert‘. Wir sind leider außerhalb der Öffnungszeiten dort, aber durch die Scheiben des Glas-Anbaus, den Bruno Mathsson für sein Elternhaus entworfen hatte, kann man sich einen Eindruck davon verschaffen, wie er das Design insbesondere in den 1940er bis 1960er Jahren mit beeinflusst hat.

schweden2016-20160702_180214Bei unserem Rückweg durch Värnamo zum Parkplatz sehen wir, wie nahe wir hier schon an Amerika sind. Vielleicht sollte ich den Weg der Fähre noch einmal genauer auf der Karte studieren. ;-)

Hier noch einige Eindrücke von Värnamo. Am Stadshuset probiere ich auch ein paar Panoramen mitten im Kunstwerk, aber so richtig gut klappt das nicht: Zu viel Baugerüste und Planen, zu schlechtes Licht.

Zeit also, zurück zum Häuschen zu fahren und auf besseres Wetter zu hoffen.

schweden2016-20160702_195510Und tatsächlich. Nun kommt die Sonne wieder raus, und Jörg nutzt das schöne Abendlicht für den ersten Anstrich des reparierten Vordaches.

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Derweil untersuche ich, was für einen Unsinn uns das Schwedischbuch beibringt. Angeblich sind Hjortron (Moltebeeren) „Norrlands guld“ (Norrlands Gold). Aber das Bier, das so heißt, schmeckt überhaupt nicht nach Moltebeeren; selbst nach 24 Dosen nicht. ;-)

Der Abend belohnt uns mit einem wunderschönen Blick auf den See. Allerdings vertreiben uns die Mücken schon bald von der Terrasse. Ist ja Dämmerung, und Jörg hatte uns gewarnt… :-)

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