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Mein Sonnensystem

Nachdem ich im letzten Blog anhand von 4 Beispielen gezeigt habe, wie man „Kleine Planeten“ selber erzeugt, gibt es diesmal die Galerie mit meinen bisherigen 8 Planeten (reiner Zufall, dass auch ‚mein‘ Sonnensystem nur bis 8 zählen kann, seit Pluto nicht mehr mitzählt):

Wie man sieht, sind auch zwei Planetchen für die Kölner Bahnfans mit dabei: Auf dem einen sieht man die U-Bahn-Station Poststraße unmittelbar vor dem Umbau, als sie noch die ’schönen‘ orangen Kacheln hatte. Grundlage für dieses Bild war der Versuch, die Haltestelle in kompletter Länge abzubilden, was mir (damals…) allerdings nicht ohne Nahtstellen gelang.

Das andere Foto stammt vom letzten Tag der Kölner Achtachser. Der Zug ist gerade in die Hauptwerkstatt eingerückt und zeigt als Planetenbild eindrucksvoll, was man unter dem Begriff „Rundfahrt“ in der HW versteht… :-)

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Kleine Planeten

Die letzten paar Tage habe ich mich mal mit einer Sorte Fotos beschäftigt, die ich schon manches Mal im Web bewundert habe. Lil‘ Planets oder little Planets werden sie genannt, und sie zeigen die Welt zusammengebogen zu einem kleinen Planeten, ähnlich den Miniplaneten in der schönen Geschichte „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry.

Nachdem ich bereits vor Monaten kleine Planeten von Michael W. in Facebook gesehen hatte (Danke, Michael), und er mir den Tipp gegeben hatte, dass der dazugehörende Filter in Gimp oder Photoshop „Polarkoordinaten“ heißt, konnte es also losgehen:

Als erstes Versuchsobjekt suchte ich mir ein Bild von den Kränen im Hamburger Hafen aus. Es erschien mir deshalb geeignet, weil es einen geraden Horizont hat, aus dem einzelne Objekte herausragen. Links das Original, rechts die Bearbeitung mit dem Filter „Polarkoordinaten“ in Gimp:

Wie man sieht, habe ich per Tonwertkorrektur das Bild so verändert, dass der Himmel komplett weiß wird. Dadurch hat man keine Freistellungs-Probleme und der Planet schwebt quasi ‚im Nichts‘.

Der Polarkoordinaten-Filter wickelt das Bild also einmal um die Achse, genau wie die Zylinderspiegel-Anamorphosen, mit denen Maler schon in früheren Jahrhunderten ihr Talent unter Beweis stellten. Die einzelnen Pixel-Spalten des Fotos werden als Strahlen von einem gemeinsamen Mittelpunkt angeordnet. Dadurch wird die untere Kante des Bildes zu einem einzelnen Punkt verengt, während Elemente umso breiter erscheinen, je weiter sie von der Bildunterkante entfernt sind.

Wenig zufriedenstellend ist bei meinem Beispiel aus dem Hamburger Hafen allerdings der Übergang zwischen den seitlichen Bildrändern. Zwar bekommt der „Planet“ insgesamt eine runde Form (da der Horizont gerade und horizontal verläuft), aber es gibt massive Farbunterschiede an der Nahtstelle. Hinzu kommt, dass das Grünzeug im Vordergrund auch nur an einem Bildrand wächst. Hier müsste man also noch stempeln und vielleicht auch versuchen, die Farbunterschiede wegzukorrigieren.

Little Planet: Hamburg KunsthalleMein zweiter Kleinplaneten-Versuch entstand aus einem Bild, das ich schon hier im Blog-Artikel Abendspaziergang an der Alster gezeigt hatte.

Bei diesem Bild bot es sich an, den schönen blauen Himmel mit zu verwenden. Leider fehlen meist Himmel-Pixel an den vier Ecken des Planetenfotos. Diese muss man dann mit dem Klonstempel ergänzen.

Die Naht ließ sich hier etwas besser tarnen, da sich das Haus im Hintergrund mit Grünzeugs überstempeln ließ. Besonders in den Wolken sieht man dennoch, dass hier gepfuscht wurde.

Little Planet: Kölner Dom vom KölnTriangleDas nächste Little-Planets-Kunstwerk entstand aus einem Foto vom Köln-Triangle auf den Kölner Dom. Hier hatte ich keine Lust auf Wolkeneckenauspixeln. Daher habe ich einen „Planeten mit Atmosphäre“ erschaffen. Natürlich muss die Atmosphäre nicht mit einer harten Kreislinie in das dunkle Blau des Weltalls übergehen, sondern mit einem weichen Verlauf. Sehr realistisch sieht es dennoch nicht aus…

Auch bei diesem Bild ist der Übergang nicht so dolle. Leider war auf dem verwendeten Originalfoto das blaue Zelt des Musical Dome nicht komplett drauf. Man hätte also eine Menge tricksen müssen, um die Naht zu kaschieren. Das hat Michael W. bei seiner Version dieses Motivs, die er am nächsten Tag in Facebook zeigte, eindeutig besser hinbekommen. Vielleicht gibt er uns ja einen Link in den Kommentaren und erzählt uns dazu, wie er es gemacht hat…

Little Planets: Doppelter RegenbogenFür die folgenden Bilder habe ich meinen Bildbestand nach geeigneten Panoramafotos durchsucht. Nach einigen Experimenten mit dem Regenbogen-Panorama aus meiner Fotogalerie entschloss ich mich, das Kanten-Problem durch einen Spiegeltrick zu umschiffen: Rechts an das Ausgangsfoto wurde das gleiche Bild horizontal gespiegelt noch einmal dran gesetzt. So entstand dieser symmetrische Planet, dessen doppelte Regenbögen sich wie die Flügel eines dicken Käfers an den Planeten fügen.

Bei langgezogenen Bildern wie z.B. diesem doppelt breiten Panorama empfiehlt es sich übrigens, vor Anwendung des Polarkoordinaten-Filters das Bild auf eine quadratische Grundfläche zu bringen, indem man es neu skalieren lässt – in der Höhe gestreckt und in der Breite gestaucht. Nimmt man dafür z.B. 3000 mal 3000 Pixel, erhält man ein Planetenfoto von 9 Megapixel Grundfläche. Natürlich sollte das Panorama dafür die nötige Bildgröße und -qualität mitbringen.

Der Polarkoordinaten-Filter bietet noch einige Möglichkeiten mehr, die ich hier nicht erwähnt habe. Man kann die Bilder z.B. auch von der Oberkante her zusammenrollen. Dann liegt der Himmel innen und man bekommt die Welt nicht als ‚Planeten‘, sondern als ‚Röhre‘ dargestellt. Damit sind ebenfalls sehr hübsche Effekte erzielbar.

Auch kann man im Polarkoordinaten-Filter von Gimp einstellen, an welcher Stelle die Naht zu liegen kommt. So braucht man das Bild nicht nachträglich drehen.

Für eigene Experimente mit dieser kreativen Bildbearbeitungsmethode hier meine bisherigen Erfahrungen in Zusammenfassung:

  • Das Ausgangsfoto benötigt einen geraden Horizont bzw. Wasserspiegel, etc. Gegebenenfalls das Foto entsprechend drehen und zuschneiden, bis linker und rechter Bildrand zusammenpassen.
  • Auch Farbkorrekturen sind vermutlich leichter vor dem Dreh zu machen.
  • Eventuell kann man das Bild testweise schon vorher „kacheln“, also zweimal nebeneinanderstellen, um zu sehen, wie sich der Übergang gestalten lässt.
  • Wenn besonders breite Bilder eingerollt werden sollen, dann empfiehlt es sich, diese vorher auf ein quadratisches Format zu verzerren. Hat das Ausgangsbild als Panorama z.B. 2345 mal 9876 Pixel, so würde ich es vermutlich auf 4000×4000 Pixel skalieren. So wird die Qualität meist besser.
  • Nach der Anwendung des Polarkoordinaten-Filters kommt die „Kür“: Unsichtbarmachen des Übergangs mit Klonstempel, etc. Hier kann man es zu wahrer Meisterschaft bringen, von der ich aber noch weit entfernt bin.

Und nun viel Spaß mit eigenen Experimenten. Es ist wirklich viel einfacher, als es aussieht.

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Fotogalerie: Panoramafotos

Panoramen

Meine ersten Versuche. Noch lange nicht perfekt, aber es macht Spaß, Panoramen aufzunehmen und die Bilder nachher am Rechner zusammenzumontieren.

  • Inzwischen bin ich mit der Panoramafotografie deutlich weiter (nämlich bei 360°x180°) – davon zeugen die „Kleinen Planeten“ hier im Blog oder auch die interaktiven Panoramen, die Ihr auf meiner 360cities-Seite findet.

Die älteren Panoramen hier öffnen – anders als die sonstigen Fotogalerie-Seiten – wegen ihrer Überbreite jeweils als Jpg im neuen Fenster bzw. Tab, wo sie je nach Browser in verschiedenen Zoom-Stufen dargestellt werden können. Kommentare zu den Panoramen sind also nur hier auf dieser Übersichtsseite möglich.

Regenbogen

Regenbogen-Panorama Bornheim-Dersdorf
2006, Ricoh Caplio R4

Regenbogen am Kreisverkehr Bornheim-Dersdorf, 1. Oktober 2006. Dieses Panoramafoto ist zusammengesetzt aus 4 Einzelaufnahmen, die freihändig mit meiner kleinen Ricoh Caplio R4 aufgenommen wurden. Das Bild zeigt sehr gut, was bei Panoramen geschieht, wenn die Kamera nicht exakt waagerecht fotografiert, sondern nach oben geneigt ist: Der Horizont krümmt sich beträchtlich. In diesem Fall ging es nicht anders, denn weiter zurückgehen war nicht möglich (Tankstelle) und ohne Neigen der Kamera wäre der Regenbogen oben abgeschnitten worden, weil die Kamera ’nur‘ einen 28mm-Weitwinkel hat.

Jedoch finde ich, dass es diesem Motiv auch überhaupt nicht schadet, dass sich der Horizont krümmt. Denn das Bild besteht ja ohnehin fast nur aus gebogenen Linien. Und diese verstärken den Eindruck von Größe und Weite; ebenso wie die rechts und links stehenden, stark geneigten Schilder.

Brühl, Schloss Augustusburg

Vorschau Panoramafoto
2006, EOS 20D

Schloss Augustusburg in Brühl. Mein erstes Panorama-Foto mit der EOS. Und endlich nicht mehr freihändig: Für knapp 17 Euro habe ich mir eine (doppelte) Wasserwaage für den Blitzschuh der Kamera gekauft – ein sehr empfehlenswertes Zubehörteil. Mit genau ausgerichtem Stativ und Kamera kann man Fotos erzeugen, die sich mit geeigneter Software (hier: Canon PhotoStitch 3.1) vollautomatisch zu einem Panorama zusammensetzen lassen.

Das Stativ stand mittig zwischen den beiden Fontänen. Daraus folgt, dass der Bildwinkel dieses Panoramas über 180 Grad beträgt. Es ist zusammengesetzt aus etwa 10 Hochformat-Aufnahmen. Ich sage „etwa“, denn in Wirklichkeit ist es ein Ausschnitt aus einem 360°-Panorama, das aus 16 Fotos besteht. Als Halbkreis-Version mit dem Schloss in der Mitte wirkt es aber bedeutend schöner und braucht weniger Speicherplatz bzw. Ladezeit. Daher erspare ich Euch den hinteren Teil des Parks…

Schon beim Aufnehmen solcher Panoramen sollte man darauf achten, dass alle Bilder mit gleicher Blende und Verschlusszeit, mit gleichem Fokus und mit gleichem Weissabgleich aufgenommen werden. Dennoch sieht man – gerade im Himmel – leider noch die Kanten der einzelnen Fotos. Vermutlich liegt dies an der Vignettierung des Objektivs.

Hamburg, Landungsbrücken

Vorschauansicht Panorama
2007, EOS 20D

Blick von Steinwerder (Süd-Ausgang des Alten Elbtunnels) auf die Landungsbrücken in Hamburg. Aufgenommen im Februar 2007. Das Gebäude des Nord-Ausgangs des Alten Elbtunnels ist eingerüstet. Rechts daneben Landungsbrücken und Überseebrücke, Michel (St. Michaelis-Kirche), Segelschiff Rickmer Rickmers, Frachter Cap San Diego, sowie Segelschiff Mir.

Das Panorama wurde aus mehreren Einzelaufnahmen zusammengesetzt mit Canon PhotoStitch 3.1.

Warnemünde, Blick vom Leuchtturm

Vorschauansicht Panorama
2007, EOS 20D

Blick vom alten Leuchtturm in Warnemünde (bei Rostock). Das 360-Grad-Panorama entstand aus 32 Einzelaufnahmen, die freihändig auf dem unteren Balkon des Leuchtturms gemacht wurden. Nähere Einzelheiten zur Entstehung des Panoramas finden sich hier im Fotokurs, und zwar im Making-of zu diesem Foto.

Man sieht neben den Häusern im Vordergrund auch Promenade, Strand, Ostsee, West- und Ostmole und die Hafeneinfahrt. Das ungewöhnliche Dach im Vordergrund etwa in Bildmitte gehört zum „Teepott“, der neben dem Leuchtturm steht. Und man sieht irgendwo auf dem Panorama mein Auto – viel Spaß beim Suchen… :-)

Das fertige Panorama hängt jetzt auch als Poster-Ausdruck (auf 8,5 Din-A4-Blättern) an meiner Wand: 20cm hoch und 2,40m lang!

Die beiden grundlegenden Panoramen wurden zusammengesetzt mit Canon PhotoStitch 3.1. Die 32 Hochformat-Fotos entstanden mit Canon EOS 20D und Festbrennweiten-Objektiv Canon EF 28mm.

Röntgen-Geburtshaus in Remscheid-Lennep

Geburtshaus von Wilhelm Conrad Röntgen
Röntgen-Geburtshaus

In dem zweiten Haus von rechts (dem Eckhaus, über dem die Sonne ganz besonders strahlt…) wurde im Jahr 1845 Wilhelm Conrad Röntgen geboren. Das Haus steht in Remscheid-Lennep. Röntgen war übrigens nicht nur Wissenschaftler und Erfinder des Knochenbruchs ;-) sondern auch begeisterter Hobbyfotograf. Im Röntgen-Museum (an anderer Stelle in Lennep) kann man beispielsweise seine Stereofotografien aus diversen Urlaubsreisen in 3D betrachten.

Das Panorama des Röntgen-Geburtshauses wurde im Sommer 2009 mit dem Tokina 11-16 Superweitwinkel aufgenommen. Es besteht aus 7 Einzelaufnahmen vom Stativ mit meinem zusammengefrickelten Nodalpunktadapter. Zusammengesetzt habe ich die Einzelfotos diesmal mit Zoner Photo Studio 10.

Sehr schön sieht man hier, dass die kurze Brennweite auch zu kürzeren Panoramen führt. Das Bild umfasst immerhin einen Winkel von etwa 180 Grad. Dennoch ist es weitaus kürzer als beispielsweise das oben gezeigte Panorama vom Brühler Schloss, das mit größerer Brennweite aufgenommen wurde.