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Mein Arbeitsablauf 3: Stichwortvergabe

3. Stichwörter vergeben

Nach der Erzeugung der allerhöchstwertig optimierten Super-Deluxe-Jpg-Dateien kommt als nächster Schritt die „Verschlagwortung“ (tolles Wort…) der Bilder. Jpg-Dateien können außer den Exif-Informationen der Kamera (Blende, Verschlusszeit, Kameramodell, Brennweite, etc.) auch sogenannte IPTC-Informationen enthalten.

Gegenüber Fotoverwaltungs-Software, die die Daten in einem eigenen Format als Datenbank ablegt, hat die Eingabe der Stichworte als IPTC-Daten den Vorteil, dass diese Methode zukunftssicherer ist. Auch nach Wechsel der Albums-Software bleiben die Schlagworte erhalten, da sie ja in den Bilddateien selbst gespeichert werden.

Zwar können auch Canon-Raw-Dateien (CR2) solche Stichworte aufnehmen, allerdings habe ich in mehreren Tests feststellen müssen, dass danach die Änderungen an der Cr2-Datei wieder verschwunden sind. Die „mühsam“ mit DPP erzeugten Belichtungs- und Kontrastkorrekturen, Ausschnitte, etc. sind dann wieder auf Ursprungs-Einstellung. Daher habe ich für mich beschlossen, die Raw-Dateien nicht mit Stichworten zu versehen und nur die Jpg-Dateien zu verschlagwursteln.

Aus diesem Grund markiere ich die Cr2-Dateien im 09-02-24-Ordner und schneide sie aus, um sie dann eine Ordner-Ebene höher, hier also im Ordner „2009 EOS 20D“ für ein paar Minuten zwischenzulagern. So werden sie von dem IPTC-Eingabeprogramm nicht mitgeladen, wenn ich dort gleich den 09-02-24-Ordner öffne. Später, nach Eingabe der Stichworte, werde ich die Dateien dann wieder zurück an ihren eigentlichen Platz schieben.

Alternativ kann man natürlich auch nach Dateityp sortieren lassen, dann nur die Jpg-Dateien markieren und diese in das Programmfenster schieben, anstatt dort einen ganzen Ordner zu öffnen.

Nach langer Suche habe ich mich zur Eingabe der Stichworte (englisch „Tags“) für das Programm iTag entschieden, das auf der Seite www.itagsoftware.com heruntergeladen werden kann. Die Installation dauert etwas länger, falls das .NET-Framework von Microsoft noch nicht installiert ist. Aber die Mühe lohnt sich; es ist ein ziemlich intuitiv bedienbares Programm, das auf die Eingabe von IPTC-Tags spezialisiert ist. Nach Klicken auf das Ordner-Symbol kann man das Verzeichnis „09-02-24 Bremerhaven, Segelschiff Seute Deern“ öffnen, und die 30 Bilder werden als hochauflösende Thumbnails geladen, deren Größe sich bequem über einen Schieberegler verändern lässt. Die einzelnen Bilder sind zunächst mit einem gelben Symbol gekennzeichnet („Achtung! + Sprechblase“), das darauf hinweisen soll, dass zu dem jeweiligen Bild noch keine Tags vergeben wurden.

Inzwischen ist iTag in der Vollversion leider nicht mehr kostenlos. ((Der Entwickler musste wohl – ähnlich wie ich mit meinem Fotokurs – feststellen, dass nur seeehr wenige Nutzer den Spenden-Button finden.)) Man kann iTag jedoch installieren und testen, ist dabei aber auf maximal 3 Tags pro Bild beschränkt. Der Programmierer hat mir versichert, dass die eingeschränkte Testversion ungefährlich für Bilder ist, die bereits mehr als 3 Tags enthalten:

The free version […] will never delete existing tags, search will work across all tags in a 10x tagged image. If you try and add more tags to that 10x tagged image though iTag will just complain to say „hey the free version can’t save this file.“ So no harm will come to your metadata.

Mit Strg+A, Alt+A oder „Bearbeiten, Alle auswählen“ kann man nun alle Bilder markieren und diesen einige gemeinsame Stichwörter geben. „Bremerhaven“, „Segelschiff“ und „Seute Deern“ wären sicherlich hier passend. Einfach den jeweiligen Begriff in das Eingabefeld schreiben und daneben auf „Tag hinzufügen“ klicken (bzw. die Return-Taste drücken). Schon wird der Begriff zu allen markierten Bildern hinzugefügt. Zusätzlich erscheint er in der Liste unten neben dem grünen Plus-Symbol.

Im oberen Bereich neben dem roten Minus-Symbol stehen die Tags, die von den ausgewählten Dateien gemeinsam verwendet werden. Mit Minus lassen sich dort Begriffe entfernen. Mit Plus (oder Doppelklick) lässt sich ein Begriff aus der unten stehenden Gesamtliste zu den markierten Bildern hinzufügen.

Wie in Windows üblich, kann man mehrere Dateien hinzu- bzw. abwählen, indem man bei gedrückter STRG-Taste mit der Maus auf die jeweilige Datei klickt. So habe ich hier z.B. 4 Bilder ausgewählt und mit dem Stichwort „Steuerrad“ markiert. Mit gedrückter Großstreibtaste (Shift-Taste) lassen sich Bereiche von Bildern markieren, beispielsweise Bild 1580 bis 1590.

Durch Klicken auf das Disketten-Symbol lassen sich die eingegebenen Tags in den Dateien speichern. Gleichzeitig werden die Suchbegriffe und die Pfade zu den passenden Dateien auch in einen internen Datenbank-Index geschrieben, damit man nach den Begriffen suchen kann, ohne dass dafür sämtliche Bild-Dateien geladen werden müssen.

Denn außer dem bis hier geschilderten Editier-Modus hat iTag auch eine Suche-Modus. Zwar gibt es zum Suchen ausgefeiltere und leistungsfähigere Programme, aber für viele Aufgaben ist iTag hier auch schon gerüstet.

Die Stichworte werden in einem Auswahlfeld am linken Fensterrand angezeigt. Dabei erscheinen häufige Tags in größerer Schrift und seltenere entsprechend kleiner. Man kann durch Doppelklick auf den Begriff die Anzeige der Suchergebnisse starten, oder im Eingabefeld Kombinationen von Suchbegriffen eingeben, beispielsweise „Bremerhaven -Segelschiff“, um sich alle seglerfreien Bilder Bremerhavens anzeigen zu lassen. Doch Suche ist ja hier nicht das Thema. Daher weiter in meinem Workflow:

Nachdem die Stichworte vergeben wurden und iTag diese auch gespeichert hat, kann iTag beendet werden. Dann das Zurückschieben der CR2-Dateien nicht vergessen (sofern man sie vorher ausgelagert hatte)! Diese sollen nun wieder neben den frisch verschlagworteten Jpg-Dateien im gleichen Verzeichnis zu liegen kommen. Damit haben Raw- und Jpg-Dateien ihren letzten Bearbeitungsstand erreicht. Nun folgt als vierter und letzter Schritt das Wichtigste: Sicherungskopie (Backup).

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Mein Arbeitsablauf 2: Raw-Bearbeitung

2. Sortieren, Bearbeiten, Konvertieren

Digital Photo ProfessionalZum Bearbeiten der Raw-Dateien verwende ich derzeit das Canon-Programm Digital Photo Professional (vereinfacht DPP genannt), das bei meiner digitalen EOS mit dabei war. Es ist deutlich leistungsfähiger als das EOS Viewer Utility, das ich früher verwendet habe – siehe Lektion Schwarzweiß (Raw). Außerdem läuft es auch unter Windows Vista.

Die Beispielfotos stammen von unserer „Karnevalsflucht“ nach Bremerhaven, wo wir uns das Segelschiff Seute Deern angeschaut haben. Daher wurde zunächst das passende Verzeichnis „09-02-24 Bremerhaven, Segelschiff Seute Deern“ angelegt und die 30 Cr2-Dateien hineinkopiert. Wenn man dieses Verzeichnis nun in DPP öffnet, sieht man die Fotos als Miniaturbilder.

Digital Photo ProfessionalZunächst wähle ich mit dem Button „Alles Markieren“ alle Bilder aus und starte dann über das Menü „Extras“ (oder Alt+Q wie quick) das Schnellüberprüfungs-Werkzeug. Mit ihm kann man jedem Foto eine (Bewertungs-)Nummer von 1 bis 3 („Häkchen“) zuteilen. Bei großen Serien wie z.B. Konzertfotos vergebe ich 1 für die besten Bilder und 2 für noch brauchbare Fotos. Mit 3 kennzeichne ich alle Bilder, die ich im nächsten Schritt löschen möchte, weil sie unscharf oder verwackelt sind, etc. Bei kleineren Serien wie z.B. diesen 30 Fotos vom Segelschiff spare ich mir gewöhnlich die Vergabe der Häkchen 1 und 2 und kennzeichne nur die auszusortierenden Fotos mit der Nummer 3.

Nach Markierung der zu löschenden Fotos schließe ich das Schnellüberprüfungs-Werkzeug mit dem OK-Button. Im Menü Bearbeiten findet man den Eintrag „Nur Häkchen3 Bilder auswählen“, so dass nur die zu löschenden Bilder markiert sind. Mit „Löschen“ im Datei-Menü (oder der „Entf“-Taste) lassen sich die unbrauchbaren Bilder dann einfach aus den Miniaturen und von der Festplatte entfernen.

Digital Photo ProfessionalNach dem Aussortieren der unbrauchbaren Fotos werden die noch verbliebenen Bilder nun wieder mit dem Button „Alles markieren“ ausgewählt, und mit dem Button „Werkzeug“ wird die Werkzeugpalette angezeigt. Bevor ich die Bilder im Einzelnen behandele, kann ich hier für alle ausgewählten Bilder gemeinsam z.B. den Kontrast von -1 auf 1 erhöhen, was mir bei diesen Bildern sinnvoll erscheint, da es ja ein recht trüber Tag war.

Ich könnte z.B. auch den Weißabgleich für alle Fotos auf einen bestimmten Wert stellen, aber hier ist er ja ganz okay auf „Aufnahme-Einstellungen“. Dank Raw sind alle diese Änderungen verlustfrei und auch jederzeit wieder zurücknehmbar.

Digital Photo ProfessionalNun geht es an die individuelle Bearbeitung jedes einzelnen Fotos. Was kompliziert und zeitaufwändig klingt, ist aber auch recht schnell erledigt. Zunächst wieder alle Bilder markieren (auswählen) und dann den Button „Bearbeit.-Fenster“ drücken. In der linken Spalte sieht man die Miniaturansichten der ins Bearbeitungsfenster übernommenen Bilder, die sich mit dem entsprechenden Button ein- und ausschalten lassen. Das Werkzeug-Fenster muss nun eingeblendet werden. Auch empfiehlt es sich, im Menü „Ansicht“ die Funktionen „Lichter“ und „Schatten“ auszuwählen, damit man eine sichere Kontrolle hat, welche Bereiche des Bildes ‚abgesoffen‘ (also komplett schwarz) bzw. ausgebrannt (also komplett weiss) sind. Unter Extras-Einstellungen kann man übrigens festlegen, wie groß die Bereiche für die Lichter/Schatten-Warnung sein sollen. Ich habe gewöhnlich eingestellt, dass mir die Helligkeitswerte 0 bis 2 als Schatten in blau angezeigt werden, während die Werte 253 bis 255 als Lichter in rot erscheinen.

Das Beispielfoto zeigt, dass hier große Teile des Motivs ausgebrannt, also überbelichtet, sind. Aber über die beiden Regler Helligkeit und Kontrast lässt sich dies noch gut korrigieren.

Digital Photo ProfessionalEinfach den Kontrast (wieder) auf -1 gestellt und die Helligkeit um eine halbe Blende reduziert, und schon ist die komplette Nabe des Steuerrades korrekt wiedergegeben. Nur im weißen Himmel des Hintergrunds bleiben ausgefressene Bereiche übrig, was dort aber nicht schlimm ist.

Mit den Buttons „Voriges Bild“ und „Nächstes Bild“ – oder über die Miniaturansichten am linken Bildrand – holt man sich nun jedes Bild in die Bearbeitungs-Ansicht und schiebt den Helligkeitsregler so, dass möglichst wenig rote bzw. blaue Bereiche zu sehen sind. Einige Spitzlichter dürfen ruhig ausgebrannt sein, und einige der dunkelsten Schattenpartien dürfen ruhig schwarz sein. Aber es sollte sich möglichst auf kleine Flecken beschränken.

Wenn es keine passende Helligkeitseinstellung gibt, dann kann man den Kontrast wieder etwas zurücknehmen. Die allermeisten Fotos lassen sich mit diesen beiden Reglern schon recht gut korrigieren, ohne Einarbeitung in die höheren Weihen der Steuerung über Raw- und RGB-Histogramm, die DPP für den fortgeschrittenen Benutzer ebenfalls anbietet.

Digital Photo ProfessionalIm Menü Extras erreicht man das Bildausschnitt-Werkzeug (oder mit Alt+C wie „Crop“), das sich bei diesem Motiv anbietet. Einfach das gewünschte Seitenverhältnis einstellen (hier 2:3 für Hochformat), sofern man den Beschnitt im gleichen Seitenformat haben möchte wie die sonstigen Bilder. Und dann kann man den Auswahlbereich durch Ziehen und Schieben bestimmen. Zwar hat das daraus erzeugte Jpg dann weniger Pixel, aber der neue Bildausschnitt betont das Motiv umso besser.

All diese Korrekturen lesen sich hier zwar vielleicht etwas langatmig, aber schon mit ein wenig Übung sind sie in wenigen Sekunden pro Bild gemacht. Als Ergebnis erhält man dann im Endergebnis optimierte Jpg-Dateien, während Jpg-Dateien direkt aus der Kamera entweder zufällig genau richtig oder – wahrscheinlicher – mehr oder weniger falsch belichtet sind. Und man hat sich seine Fotos schonmal gründlich angeschaut – bei manchen Serien vermutlich zum letzten Mal für Jahre.

Digital Photo ProfessionalWenn alle Bilder bearbeitet sind, geht’s mit dem entsprechenden Button zurück ins Hauptfenster. In der dortigen Miniaturansicht kann man gut sehen, dass die meisten Bilder in der Belichtung korrigiert wurden. Auch eventuell vorgenommene Ausschnitte werden deutlich angezeigt.

Bevor es nun ans Konvertieren der Raw-Bilder in Jpg-Dateien geht, speichere ich zunächst einmal die Raw-Änderungen. Dafür gibt es wie üblich im Datei-Menü mehrere Optionen. Oder – so habe ich es mir angewöhnt – ich klicke einfach in der Ordneransicht auf ein benachbartes Verzeichnis, dann fragt mich DPP, ob ich die geänderten Bearbeitungen in den Raw-Dateien speichern möchte. „Ja, alle“!

Digital Photo ProfessionalDer letzte Schritt in DPP ist die Konvertierung, also die Erzeugung von Jpg-Dateien aus den Cr2-Rawfotos. Dafür werden wieder alle Fotos ausgewählt und dann ganz rechts im Hauptfenster auf den Button „Batch-Verarbeitung“ geklickt. Es öffnet sich ein Dialogfenster, das in einer Spalte links die ausgewählten Dateien anzeigt.

Oben sollte man festlegen, wo die Jpgs gespeichert werden sollen – hier stelle ich den gleichen Ordner ein, in dem auch die Cr2-Dateien liegen, also „09-02-24 Bremerhaven, Segelschiff Seute Deern“.

Als Qualität reicht mir die Einstellung „Exif-JPEG“ auf Stufe 7, was je nach Motiv immer noch Jpg-Dateien von 1-2 Megabyte Größe (bei meiner 8-Megapixel-Kamera 20D) ergibt. Wer sich nicht so sicher ist, ob ihm die Qualität reicht, kann auch mit Stufe 8 konvertieren – allerdings sind die Dateien dann schon deutlich größer. Da ich die Raw-Dateien ja mit archiviere, kann ich im Bedarfsfall später immer noch einzelne Fotos als Tiff oder als Jpg höherer Qualität neu konvertieren lassen, so dass mir gewöhnlich Stufe 7 reicht.

Als Dateinamen lasse ich „Aktueller Dateiname“ voreingestellt. Grund: Wenn IMG_1607.CR2 und IMG_1607.JPG im gleichen Verzeichnis liegen, erkennt DPP daran, dass es sich um das gleiche Foto handelt und stellt es nur als eine Miniatur dar (aber gekennzeichnet als R+J).

Die Konvertierung läuft dann vollautomatisch und dauert ein paar Minuten. Am Ende aller Mühen steht dann eine Erfolgsmeldung, dass (in diesem Bespiel) 30 Bilder konvertiert wurden und 0 Fehlermeldungen aufgetreten sind.

Weiter geht es mit Schritt drei: Stichwörter vergeben.

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Mein Arbeitsablauf 1: Raw-Import

1. Import der Raw-Dateien

An der Spiegelreflexkamera habe ich das Raw-Format fest eingestellt, und in fast allen Situationen verwende ich nur noch dieses, weil es mehr Spielraum für Nachbearbeitung und für Korrekturen in hoher Qualität lässt als das einfache Jpg-Format. Dies wurde ja bereits in der Lektion über Farbtiefe deutlich gemacht.

Auf der Speicherkarte meiner EOS 20D liegen daher keine Jpg-Dateien, sondern Cr2-Dateien. Dies ist das Canon-Raw-Format. Auch wenn die Raw-Dateien von Canon alle .CR2 am Ende heißen, sind die Raw-Dateien der 50D, 60D oder 500D natürlich anders als die meiner ‚uralten‘ 20D mit ihren ’nur‘ 8 Megapixeln. Wir brauchen also Software, die die Raw-Dateien der jeweiligen Kamera lesen kann – sowas ist bei den meisten Spiegelreflexkameras dabei – mehr dazu später.

Zunächst einmal geht es um die Frage, wie die Cr2-Dateien von der Speicherkarte auf den Computer kommen. Hier bieten sich zwei unterschiedliche Wege an:

Kabel oder Kartenleser?

Entweder werden die Dateien über ein USB-Kabel aus der Kamera in den Rechner übertragen, oder man entnimmt die Speicherkarte aus der Kamera und steckt sie in einen Kartenleser, der mit dem Computer verbunden ist. In vielen Rechnern sind Cardreader für die verschiedenen Speicherkartenformate bereits eingebaut. Wenn nicht, kann man externe Kartenlesegeräte für den USB-Anschluss für unter 10 Euro erhalten.

Jahrelang war ich Verfechter der Dateiübertragung per Kabel. Meine ersten Digitalkameras aus den Jahren 1999 und 2001 hatten noch das empfindliche SmartMedia-Kartenformat, weshalb ich sie lieber nicht zu oft aus der Kamera herausgeholt habe. Inzwischen sind die aktuellen Karten (CompactFlash, SD-Karte, etc.) aber mechanisch nicht mehr so empfindlich, so dass dieses Argument nicht mehr so stichhaltig ist.

Hinzu kommt, dass man für die Übertragung per Kabel gewöhnlich die Software des Herstellers braucht, da nur die wenigsten Kameras als USB-Laufwerk im Betriebssystem angemeldet werden. Das von mir früher verwendete Canon-Programm EOS Viewer Utility war in dieser Hinsicht recht praktisch. Seit meinem Umstieg auf Vista verwende ich das (leistungsfähigere) Digital Photo Professional; allerdings ist dort die Raw-Übertragung nach meinem Eindruck ziemlich unübersichtlich und schlecht zu handhaben, so dass ich dann doch auf die Cardreader-Methode umgestiegen bin, die sich problemlos mit Windows-Bordmitteln durchführen lässt.

Auch geht die Übertragung per Cardreader gewöhnlich schneller als die Kabel-Übertragung. Wenn man bei dem Einstecken und Herausziehen der Karten ein wenig Sorgfalt walten lässt, dann geht dies auch ohne verbogene Anschluss-Beinchen oder sonstige Schäden ab.

Welches Ordnersystem?

Nun stellt sich die Frage, wie man die Dateien am besten auf der Festplatte organisieren sollte. Inhaltliche oder zeitliche Sortierung, was ist praktischer?

Links: inhaltliche Sortierung. Rechts: zeitliche SortierungManche Fotografen schwören auf eine inhaltliche Ordnerstruktur, also beispielsweise ein Verzeichnis „Digitalfotos“, in dem sich dann Verzeichnisse „Familie“, „Bahn-Hobby“, „Urlaub“, „Konzertfotos“, etc. befinden.

In diesen groben Kategorien dann wieder Unterverzeichnisse, also im Familie-Ordner z.B. „Tante Amalies 90. Geburtstag“, „Schwiegereltern“, „Kinder“, etc.
Und im Bahn-Verzeichnis „Dampfloks“, „Straßenbahnen“, etc.

Was aber, wenn nun die Kinder auf der Dampflok zu sehen sind? Verzeichnis „Kinder“ oder Verzeichnis „Dampfloks“? Oder was ist mit Schwiegermutter kreischend und ausrastend beim Volksmusik-Konzert? „Familie“ oder „Konzertfotos“? An solchen Stellen versagt so ein inhaltliches Ordnersystem schnell – weshalb ich die Fotos lieber in ihrer zeitlichen Reihenfolge ablege und sie später mit Stichwörtern versehe, um sie wiederfinden zu können.

Daher lege ich in einem Gesamtverzeichnis „Fotos Roland“ für jede Kamera und jedes Jahr ein eigenes Verzeichnis an: „2009 EOS 20D“ enthält Verzeichnisse von Ereignissen, zu denen ich die „dicke“ Kamera mitgeschleppt habe, während „2009 Caplio R5“ die Schnappschüsse meiner Immerdabei-Kompaktknipse enthält.

Wie das Beispiel zeigt, stelle ich das Datum der Aufnahmen an den Anfang des Verzeichnisnamens. Und zwar in der Rückwärts-Reihenfolge Jahr-Monat-Tag, also beispielsweise 08-12-24 für den 24. Dezember 2008. Der Vorteil ist, dass die Verzeichnisse bei der üblichen alphanumerischen Sortierung in der richtigen (zeitlichen) Reihenfolge angezeigt werden.

Auch im Hinblick auf die nachher behandelte Backup-Strategie hat das Anlegen von zeitlich sortierten Foto-Ordnern einen großen Vorteil: Wenn 2008 vorbei ist, wird sich im besagten Verzeichnis nicht mehr viel ändern (höchstens mal Korrekturen an den Stichwörtern). Wenn ich es z.B. auf DVDs brenne, dann enthält diese auch in 10 Jahren noch alle Fotos, die darauf gehören. Bei einer inhaltlichen Ordnerstruktur können sich hingegen ständig fast alle Verzeichnisse ändern, je nach Langlebigkeit der Erbtante oder weiteren Dampflok-Fotos.

Nachdem die Raw-Dateien nun erfolgreich auf dem Computer importiert wurden, folgt nun als Schritt 2 die Raw-Bearbeitung: Sortieren, Bearbeiten, Konvertieren.

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Mein Arbeitsablauf

Von der Speicherkarte bis aufs Backup: Mein Arbeitsablauf

Auf dieser Seite zeige ich die verschiedenen Stationen, die meine Fotos von der digitalen Spiegelreflexkamera bis auf das Backup durchlaufen. Es ist meine persönliche Arbeitsweise, wie sie sich in den letzten Jahren für mich als praktisch herausgestellt hat. Wo ich es für sinnvoll erachte, zeige ich aber auch Alternativen auf. Eure Vorschläge oder Fragen hierzu könnt Ihr gerne am Ende der Seite in den Leserkommentaren ergänzen.

Wo möglich, verwende ich Software, die kostenfrei erhältlich ist, und die möglichst zukunftssichere Ergebnisse bringt. Schon die Hardware unseres Hobbys kostet mehr als genug; da gebe ich ungern noch Geld für Backup-Software, für ultramegaprofessionelle Raw-Konverter, etc. aus. Hier also meine Vorschläge für den Weg der Bilder durch den Computer. Mein derzeitiger Arbeitsablauf – oder wie man neumodisch sagt: Mein digitaler Werksfloh (englisch Workflow). :-)

Wie man sieht, gliedert sich der Ablauf im Wesentlichen in folgende 4 Schritte:

  • Import der Raw-Dateien
  • Sortieren, Bearbeiten, Konvertieren
  • Stichwörter vergeben
  • Sicherungskopie (Backup)

Die vier Arbeitsschritte wurden auf 4 einzelne Seiten verteilt, damit die Beschreibung nicht so ellenlang ist. Man kann die einzelnen Teile nun auch bequem über das Navigationsmenü öffnen.

Hier geht es nun zum ersten Schritt, dem Import der Raw-Dateien.

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Monitor-Einstellung

Es werde Licht: Die richtige Einstellung des Monitors

Jahrelang habe ich mich mit einem Röhrenmonitor rumgeärgert, der dunklere Farben zu dunkel darstellt. Über die Einstellungen im Bildschirmmenü des Monitors war nichts zu verbessern. Doch nach Installation des hier vorgestellten Freeware-Tools ist mir im wahren Sinne des Wortes ‚ein Licht aufgegangen‘. Daher hier nun meine Tipps zur richtigen Einstellung des Bildschirms.

Doch zunächst noch eine Erklärung zu meinen weiteren Erfahrungen mit diesem Thema: Während sich das Bild meines früheren Röhrenmonitors auf die hier beschriebene Weise stark verbessern ließ und der später angeschaffte TFT-Monitor immerhin leicht verbesserte Ergebnisse zeigte, hat das Programm die Anzeigeprobleme auf meinem Vista-Notebook nicht wirklich lösen können. Auch steuert das Tool den Notebook-Monitor und den angeschlossenen externen Flachbildschirm mit den gleichen Einstellungen an, wodurch eine Verbesserung des einen Bildes gleichzeitig eine Verschlechterung des anderen mit sich bringt. Um dieses Problem zu lösen, habe ich letztlich doch in eine Hardware-Lösung investiert (siehe Traumflieger-Forum). Doch insbesondere für Nutzer mit ’nur‘ 1 Bildschirm mag die folgende Beschreibung nützlich sein:

Erster Test: Der Graukeil

Viele Röhrenmonitore neigen dazu, durch eine zu dunkle Werks-Einstellung den Eindruck von satten und kräftigen Farben zu erzeugen. Vermutlich ist dies von den Herstellern so gewollt, weil es sich wohl besser verkauft. Hingegen ist bei TFT-Flachbildschirmen oft ein umgekehrter Trend festzustellen: Die Leuchtkraft und der Kontrastumfang ist in der Werbung mit angegeben, und so strahlen sie hell um die Wette. Bei etlichen Röhrenmonitoren hat man daher Probleme, Einzelheiten in dunklen Fotos zu erkennen, während viele TFTs dazu neigen, bereits graue Flächen fast schneeweiß darzustellen. Dabei ist es ganz einfach, seinen Monitor zu überprüfen. Einfach mal in der Google-Bildsuche das Wort Graukeil eingeben, oder hier auf diesen Graukeil schauen, den ich für Euch gemalt habe:

Die 11 kleinen Quadrate dieses Graukeils sollten alle einzeln erkennbar und voneinander unterscheidbar sein. Bei meiner dunklen Röhre sahen die Kästchen von 0% bis 20% alle gleich aus, erschienen also wie ein Rechteck und nicht wie drei. Wer einen zu hellen Monitor hat, wird wahrscheinlich Probleme haben, die Stufen 90% und 100% voneinander zu unterscheiden. Für alle, deren Monitor hier nicht 11 unterscheidbare Quadrate anzeigt, besteht also Handlungsbedarf. Wie man das Problem beheben kann, zeige ich gleich.

Übrigens kann es sein, dass der obige Graukeil noch einen weiteren Darstellungsmangel des Monitors offenbart: Die Abbildung mit den Kästchen ist neutralgrau. Falls einzelne oder mehrere Quadrate z.B. einen Grün- oder Rotstich aufweisen sollten, werden wohl die Farben unterschiedlich stark wiedergegeben, denn neutralgrau ist bekanntlich zusammengesetzt aus den gleich starken Grundfarben Rot, Grün und Blau. Doch auch für den Fall eines solchen Farbstichs gibt es eine einfache Lösung.

Echte Kalibrierung des Monitors

Für professionelle und semiprofessionelle Ansprüche gibt es Systeme, die die Helligkeits- und Farbwiedergabe des Bildschirms mit einem Messgerät messen und dann über ein Programm korrigieren, so dass auf dem Bildschirm größtmögliche Farbtreue gegeben ist. Dabei wird auch das Umgebungslicht des Raumes, in dem der Monitor steht, berücksichtigt. Eine solche Messung der Farbwiedergabe ist natürlich ‚unbestechlicher‘ als das menschliche Auge, das sich an gewisse Farbfehler, etc. mit der Zeit gewöhnt.

Auch wenn diese Systeme inzwischen einigermaßen bezahlbar sind, habe ich mich bisher noch nicht näher damit beschäftigt – jedenfalls nicht ausführlich genug für eine Fotokurs-Lektion. Daher soll dies auch nicht Thema auf dieser Seite sein, sondern hier geht es um eine preiswerte (sogar kostenlose) Möglichkeit, die Darstellung des Monitors ‚mit Maus und Auge‘ zu optimieren, auch wenn dies natürlich nicht so genau sein kann wie eine ‚echte‘ Kalibrierung (manche sagen auch Kalibration, ich erwähn’s mal für Google…).

Korrekte Einstellung des Monitors

Erste Versuche, über die Windows-Einstellmöglichkeiten der Grafikkarte zu einem brauchbaren Ergebnis zu gelangen, waren mühsam und nicht wirklich befriedigend. Daher habe ich ein wenig gegoogelt und dabei das Programm Monitor Calibration Wizard gefunden. Es lässt sich beispielsweise bei ZDNet downloaden.

Wichtig: Ich übernehme keinerlei Gewährleistung für Download oder Installation des Programms. Bei mir hat es gut funktioniert, aber ob es auf anderen Rechnern nicht Schwierigkeiten macht, kann ich natürlich nicht garantieren. Es ist nicht mein Programm, und daher kann ich keinen Support und keine Gewährleistung dafür übernehmen.

Es gibt bestimmt noch andere Programme, die eine ähnliche Funktion haben, aber nachdem ich eines gefunden habe, das mir zufriedenstellende Resultate bringt, habe ich nicht weiter gesucht und keine Vergleichstests gemacht.

Das Programm Monitor Calibration Wizard 1.0 ist in Englisch gehalten, aber auch für ‚Krauts‘ mit geringen Englischkenntnissen recht leicht verständlich. Trotzdem gebe ich hier noch ein paar Erläuterungen, die vielleicht hilfreich sind:

Monitor Calibration Wizard, Screenshot 1Zunächst sollte man den Monitor möglichst so einstellen (über die Knöpfe am Bildschirm, meist entweder Drehregler oder Bildschirm-Menü), dass schwarze Flächen auch wirklich schwarz wiedergegeben werden (und nicht etwa mittel- bis dunkelgrau). Ein wirkliches Schwarz (leicht über das Grafik-Programm zu erzeugen) sollte nicht heller erscheinen als der Monitor in ausgeschaltetem Zustand. Dunkler als dieser Ton der ausgeschalteten Mattscheibe geht es halt leider nicht. Weiße Flächen (z.B. Hintergrund in der Textverarbeitung) sollten ‚persilgewaschen‘ aussehen und nicht etwa wie ökiges Recycling-Klopapier.

Auch für diese Einstellungen bietet das Programm nach Klick auf „Run Wizard“ eine Hilfe, indem es ein schwarzes und ein weißes Quadrat zeigt (siehe oben) und empfiehlt, die Helligkeits- und Kontrastregler des Monitors (Brightness und Contrast) auf halbe Stärke zu stellen und zu schauen, ob die beiden Kästchen optimal dargestellt werden.

Monitor Calibration Wizard, Screenshot 2Nach dieser hardwareseitigen Vorarbeit kann es nun losgehen mit der Optimierung der Farben und Helligkeits-Einstellungen des Monitors. Dazu werden drei Test-Seiten gezeigt, wo man die Farbkanäle für Rot, Grün und Blau getrennt einstellen kann. Rechts abgebildet ist die erste dieser Seiten für die Farbe Rot. Die beiden anderen für Grün und Blau sind gleich aufgebaut wie diese.

Wichtig für den Test ist, nicht zu nah am Monitor zu sitzen. Das Programm empfiehlt ca 2 Fuß Abstand, also ca. 60 cm.

Unter ‚Step 1‘ werden nun zunächst die Minimal- und Maximalwerte für die Farbe Rot ermittelt. Für den Maximalwert gibt es ein knallrotes Kästchen mit einem ganz rechts stehenden Schieberegler. Wenn man diesen Regler nach links schiebt, wird sichtbar, dass das rote Kästchen aus zwei Hälften besteht, dessen untere Hälfte durch den Schieberegler verändert wird. Man soll diesen nun so weit nach links stellen, dass gerade noch kein Unterschied zwischen den beiden Hälften des Kästchens wahrgenommen wird. Bei meinem Monitor wurden die Hälften schon bei der geringsten Bewegung des Schiebereglers sichtbar; daher habe ich den Regler ganz rechts lassen müssen.

Der Minimalwert wird durch das schwarze Kästchen darunter überprüft, dessen Regler zunächst ganz links steht. Schiebt man ihn nach rechts, wird die untere Hälfte des Kästchens zunehmend rot. Man stellt ihn so weit nach rechts, dass gerade noch kein Unterschied zwischen den Hälften des Kästchens zu sehen ist. Wie die Abbildung zeigt, war bei meinem ‚finsteren‘ Monitor eine Verschiebung um 2,5 Teilstriche auf der Skala am Schieberegler nötig.

Nun kommt ‚Step 2‘. Insbesondere für diesen Test ist der obige Hinweis wichtig, die Augen etwas vom Monitor zu entfernen. Denn für diesen Test müssen die noch verbliebenen 7 Kästchen so eingestellt werden, dass das mittlere Quadrat möglichst gleich hell erscheint wie das drumherum befindliche Muster. Dies ermöglicht, auch die Zwischenstufen für die Farbe Rot korrekt einzustellen. Man sollte dies daher möglichst gründlich und genau machen. Wenn alle Regler für die Farbe Rot korrekt eingestellt sind, klickt man auf ‚Continue‘ und gelangt weiter zur nächsten Seite.

Auf die gleiche Weise werden nun auch die Schieberegler für die Farbkanäle Grün und Blau eingestellt. Ist dies geschehen, bekommt man die eingestellten Kurven angezeigt und hat die Gelegenheit, die neue Einstellung einem ’15 Sekunden Test‘ zu unterziehen, während desssen das Programm minimiert wird, so dass man den Desktop oder ein evtl. vorher geöffnetes Foto (oder diese Seite mit dem weiter unten folgenden Testbild) anschauen kann. Ist man zufrieden, kann man das Ergebnis mit ‚Apply‘ übernehmen. Anderenfalls verwirft man es mit ‚Cancel‘ (Abbruch).

Das Programm bietet die Möglichkeit, verschiedene Profile mit aussagekräftigen Namen zu laden und zu speichern. So kann eigentlich nichts schiefgehen, denn alles lässt sich so rückgängig machen, falls man nicht zufrieden ist. Hat man die ideale Einstellung gefunden, lässt sich durch ‚Load at Windows Startup‘ festlegen, dass das aktuelle Profil beim Start von Windows automatisch aktiviert wird.

Testbild: Graukeil und Farbkeile

Um die Einstellungen des Programms leichter überprüfen zu können, habe ich den obenstehenden Graukeil auch um 3 Farbkeile für die Grundfarben Rot, Grün und Blau (aus denen jedes Monitorbild aufgebaut ist) erweitert. Hat man alles richtig gemacht, erkennt man nicht nur alle 11 Graustufen-Kästchen (und zwar in neutralgrau ohne Farbstich), sondern auch jeweils alle Kästchen der Grundfarben sind deutlich voneinander zu unterscheiden:

Farbkeile und GraukeilNatürlich ist dieses Testbild nur eine recht simple Kontrollmöglichkeit für die Monitoreinstellungen. Auf etlichen Seiten im Internet finden sich ‚richtige‘ Farbkeile und auch feiner abgestufte Graukeile und sonstige Testbilder, die weitergehende und genauere Einstellungen ermöglichen.

Vorher und Nachher: Ein Vergleich

Je nachdem, wie ‚vermurkst‘ der Monitor vorher die Farben und Graustufen wiedergegeben hat, kommt einem die neue Einstellung eventuell zunächst unnatürlich vor. Wie gesagt: Das Auge gewöhnt sich ja an gewisse Missstände, und eventuell erscheint einem die Wiedergabe vor der Neu-Einstellung natürlicher, weil sie einfach gewohnter ist. Bei meinem damaligen Röhrenmonitor ging mir jedoch tatsächlich ‚ein Licht auf‘. Einige nächtliche Fotos, die ich für meine Bahn-Homepage http://www.streckenkun.de gemacht habe, zeigen auf einmal Details, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Dass die Farben der Windows-Programmleiste und Fenster-Titel auf einmal so hell und fast ‚verwaschen‘ erscheinen, hat mich zwar zunächst gestört. Aber man gewöhnt sich auch daran.

Muss ich nun alle Bilder meiner Homepages in der Helligkeit korrigieren? Ich hoffe nicht! Schon seit Jahren habe ich mir angewöhnt, das ‚Histogramm‚ eines Bildes im Grafikprogramm anzuschauen, das die Verteilung von hellen und dunklen Pixeln im Bild zeigt und daher leicht erkennen lässt, ob ein Bild zu dunkel oder zu hell ist. In meinem Bildbearbeitungsprogramm PhotoImpact erschienen die Fotos außerdem schon vorher heller, weil ich dort einmal in den Voreinstellungen des Programms den Wert „Monitorgamma“ entsprechend hoch eingestellt hatte. Dieser Wert wirkte sich aber immer nur auf die Darstellung in der Bildbearbeitung aus, nicht auf sonstige Windows-Programme wie beispielsweise den Internet-Browser. Selbst auf meiner eigenen Website erschienen mir viele Fotos daher zu dunkel. Mit einem richtig eingestellten Monitor sieht man sogar die eigene Website in einem ganz neuen Licht.