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Walhalla (Teil 2) in 3D

Ludwig van BeethovenInzwischen bin ich zurück von meinem Kurzausflug nach Bayern. Die Stereofotos von der Walhalla (siehe auch Walhalla Teil 1 in 2D) habe ich im Zug am Notebook justiert und jetzt eben zuhause mit dem StereoViewer Applet aufbereitet, so dass Ihr sie nun mit dem 3D-Verfahren Eurer Wahl anschauen könnt. Voreingestellt ist wegen der hohen Verbreitung die Betrachtung mit Rot-Cyan-Brille, aber es lässt sich ja ganz einfach verstellen:

http://www.rofrisch.de/fotos3d/walhalla2011/walhalla3d.htm

Die Bilder entstanden mit dem Pentax-Strahlenteiler (bis auf das letzte, das ist ein Cha-Cha vor dem Bayernkönig) und der EOS 60D mit einem 28mm-Objektiv. Ich hätte vielleicht doch etwas näher an die Büsten herangehen sollen, denn der Stereo-Effekt ist bei kleineren Monitoren etwas zu gering. Also bitte möglichst groß betrachten, das Applet-Fenster lässt sich ja auf volle Monitorfläche vergrößern.

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c’t Digitale Fotografie 02-2011

Außer dem zweiwöchentlich erscheinenden Computermagazin c’t gibt es aus gleichem Hause auch seltener erscheinende Spezialausgaben zu bestimmten Themen. Hier möchte ich nun die aktuelle Ausgabe 02/11 von c’t Digitale Fotografie vorstellen. Die Zeitschrift mit unserem Lieblingsthema erscheint vier mal jährlich und ist noch bis Anfang Juni die aktuelle Ausgabe.

ZeitschriftencoverIn einem mehrseitigen Portfolio wird zunächst der Fotograf Maak Roberts vorgestellt, der hauptsächlich Werbe- und Zeitschriftenfotos macht. Es werden einige interessante Bilder von ihm gezeigt, die man auch in der Slideshow seiner Homepage sieht. Wer sich z.B. für die Herstellung von Orangensaft interessiert, sollte sich das entsprechende Foto unbedingt anschauen. :-)

Auf Seite 16 beginnt der Schwerpunkt mit dem Titelthema „Fotografieren in 3D“. Der erste Hauptartikel heißt „Stereofotos mit einer Kamera“ und erklärt Grundlagen wie z.B. die Cha-Cha-Technik, aber auch das Erstellen von Stereobildern mit Stativ und Schiebeschlitten. Hier wird auf die Aktion von c’t und Pearl hingewiesen, bei der man einen Einstellschlitten „umsonst“ (also für 4,90 Euro Portokosten) bekommen kann. Darauf habe ich ja bereits in einem separaten Blog-Artikel hingewiesen.

Der Artikel beschreibt auch Darstellungstechniken (Anaglyphen, Parallel- und Kreuzblick, Interlaced, etc.) und geht ausführlich auf das Programm StereoData Maker (SDM) ein, mit dem man viele Canon-Kompaktkameras „tunen“ kann, um die 3D-Fotografie zu vereinfachen. In diesem Artikel war einiges Neues für mich – dass man SDM auch bei einzelnen Kameras einsetzt, wusste ich noch gar nicht. Bisher kannte ich es nur bei Verwendung von zwei gekoppelten Kameras.

Der Artikel geht auch auf das aktuelle Thema „3D-Schwenkpanoramen“ ein, womit z.B. Sony aktuell seine Kameras ausstattet. Aber auch 3D-Fotografie mit Spiegeln wird erklärt.

Der nächste Artikel zum Thema 3D behandelt „Stereofotos mit zwei Kameras“ und erläutert Probleme bei Montage der Kameras, synchrone Steuerung mit SDM, etc.

Ab Seite 28 erklärt ein weiterer Artikel die „3D-Bearbeitung“ mit StereoPhoto Maker (SPM). Darüber gibt es ja auch bereits die Lektion Anaglyphenbilder erstellen hier im Fotokurs. Der Artikel geht aber noch ein Stück über meine Erklärungen hinaus, weil er auch Themen wie „Schwebendes Scheinfenster“, Retusche mit SPM oder Text bzw. Logo einfügen behandelt.

Auf Seite 32 beginnt ein Artikel, der ins „Eingemachte“ geht: „3D-Know-how“. Hier findet man die „goldenen Regeln“ der Stereofotografie, die bei Aufnahme, Justage und Wiedergabe beachtet werden sollten. Stereoskopische Fachbegriffe wie Nahpunkt, Fernpunkt, Deviation, Stereobasis, werden erläutert und der Stereo-Anfänger mit Skizzen und zahlreichen Formeln verwirrt bzw. erleuchtet (je nach Naturell). Auf jeden Fall sind die Erläuterungen wertvoll zum Nachschlagen.

Deutlich mehr Praxisbezug hat der Artikel „Kameras und Objektive für die Stereofotografie“. Ab Seite 40 werden folgende Geräte/Technologien vorgestellt:

  • Aiptek 3D Camcorder i2
  • Fujifilm Finepix Real 3D W3
  • Panasonic 3D Lumix G Objektiv H-FT012
  • Loreo Lens in a Cap 9005
  • Loreo Lens in a Cap 9004
  • Sony 3D-Panorama (NEX-5)

Ab Seite 49 geht es um „3D-Bildschirme und -Projektoren“. Es werden die verschiedenen Techniken (Polfilter vs. Shutter) für PC bzw. Wohnzimmer vorgestellt.

Soweit der umfangreiche 3D-Teil des aktuellen Heftes von c’t Digitalie Fotografie. Aber auch für die „Flachknipser“ bzw. „Flachfilmer“ gibt es viele interessante Arikel in dieser Ausgabe.

Wie man mit der HD-Video-Funktion einer aktuellen Spiegelreflexkamera „Filmen wie die Profis“ kann, ist Thema ab Seite 52. Drehbuch, Storyboard, geeignete Objektive, Zubehör, Lichtführung, Ton, Videoschnitt – diese und weitere Themen werden anhand eines fiktiven Kurzfilmprojekts behandelt.

Ein weiterer großer Themenblock beginnt auf Seite 86: Fototricks mit Serienaufnahmen. Ob zur Rauschreduzierung oder als simulierte Langzeitbelichtung; Serienaufnahmen bieten großes fotografisches Potential.

Ab Seite 104 geht es in mehreren Artikeln um das Thema „Objektiv-Verzeichnungen korrigieren“. Zunächst werden die Grundlagen des Themas behandelt: Tonnen- und kissenförmige Verzeichnung, aber auch perspektivische Verzeichnung („stürzende Linien“) durch ungünstige Kameraposition. Auch die Auswirkungen der Verzeichnung bei Portraits mit kurzer Brennweite werden angesprochen. Dazu gibt es ja seit kurzem auch eine neue Lektion im Aufbaukurs.

Die weiteren Artikel zum Thema Objektiv-Verzeichnungen widmen sich den verschiedenen Lösungen für dieses Problem, ob in der Kamera, mit Spezialprogrammen, oder im Raw-Konverter.

Ab Seite 130 gibt es einen Test von digitalen Systemkameras (also Kameras mit Wechselobjektiven). Drei Spiegelreflexkameras treten an gegen 3 Modelle der noch recht neuen Klasse spiegelloser Systemkameras. Im Einzelnen wurden folgende Kameras getestet:

  • Olympus E-5
  • Olympus E-PL2
  • Panasonic Lumix DMC-GH2
  • Pentax K-5
  • Pentax K-r
  • Samsung NX100

Einige weitere Artikel zeigen Trends und Highlights bei Kompaktkameras auf, küren die Gewinner im Makrofoto-Wettbewerb, oder zeigen, wie ein Profi mit Photoshop den Times Square nachmalt. Wie man für Plattencover oder Flyer Fotos und Vektorgrafik geschickt kombiniert, wird auch in einem Artikel gezeigt. Und deutlich professioneller als in meiner Lektion erklärt ein Artikel ab Seite 166 die Bedeutung der Farbtiefe in der digitalen Fotografie.

Am Ende des Heftes findet sich noch einmal ein Hinweis auf die Aktion 3D-Set oder Schlitten von Pearl, sowie die Vorstellung der DVD-Inhalte. Dort gibt es beispielsweise den Stereoscopic Player in einer c’t Edition. Mit ihm lassen sich 3D-Videos abspielen. Auch ein dickes E-Book über digitalen Videodreh ist mit an Bord, ebenso ein Video-Tutorial über 3D-Fotografie, das ich noch nicht angeschaut habe.

Als Vollversionen gibt es diesmal PhotoPlus X2, PhotoActe Studio 2.70, sowie DrawPlus 8 und PagePlus 11. Darüber hinaus noch jede Menge sonstiger Tools usw., die auf Seite 174 aufgelistet werden.

Alles in Allem wieder ein sehr informatives Heft, dass seine 8,90 Euro bestimmt wert ist und noch bis Anfang Juni als aktuelle Ausgabe von c’t Digitale Fotografie erhältlich ist.

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Einstellschlitten sehr günstig

Im Stereoforum entdeckte ich einen interessanten Thread für Fotofreunde:

http://www.stereoforum.org/viewtopic.php?f=54&t=3144

Demnach bietet die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift c’t Digitale Fotografie (die ich demnächst hier noch vorstellen werde) eine Aktion in Zusammenarbeit mit Pearl, wo man pro Haushalt einen einfachen Einstellschlitten für EUR 4,90 inkl. Versand erhalten kann – oder ein 3D-Set mit Einstellschlitten, robuster Anaglyphenbrille, unnötiger Software-CD und klapprigem Ministativ für EUR 11,80.

Ich habe mir zunächst das 3D-Set bestellt und wenige Tage später über eine gute Bekannte o:-) noch einen Schlitten extra. Nun kann ich die beiden Schlitten kreuzweise übereinander montieren und die Kamera damit in beiden Achsen justieren. Diese Kombination ist zwar nicht ganz so hochwertig wie der Kreuzschlitten, den ich bereits in der Rubrik Zubehör vorgestellt habe – mit EUR 9,80 dafür aber unschlagbar günstig und diesen Betrag meiner Meinung nach mindestens wert. Hier seht Ihr meine beiden Einstellschlitten übereinander montiert als Kreuzschlitten. Das Stativ samt Kugelkopf ist leider NICHT das aus dem 3D-Set, und auch die Kamera gehört nicht zum Lieferumfang…

2 Einstellschitten von pearl.de 2 Einstellschlitten von pearl.de

Aber auch mit nur einem einzelnen Schlitten kann man einiges anfangen. Man kann für Stereofotos die Basis sehr genau einstellen und vermeidet durch die Verwendung von Stativ und Schlitten das Auftreten von Höhenfehlern. Einfach beide Fotos nacheinander aufnehmen (mit einem seitlichen Versatz von etwa 1/30 des Aufnahmeabstands) und mit SPM verrechnen. So einfach entstehen Stereobilder wie z.B. das rechts gezeigte Anaglyphen-Makro von kleinen Hornveilchen, für das die Stereobasis (wenn ich mich recht erinnere) nur 2-3 Millimeter betrug.

Ich hoffe, dass Euch dieser Hinweis auf das Sonderangebot noch rechtzeitig erreicht, bevor die Aktion abläuft bzw. bevor der Vorrat aufgebraucht ist. Ansonsten bleibt ja noch der Schlitten zum Normalpreis oder der Makroschlitten aus der Rubrik Zubehör.

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Neue 3D-Bilder vom Miniatur-Wunderland

Nun sind meine Stereofotos aus dem Miniatur-Wunderland Hamburg online anschaubar – verteilt auf 4 Seiten:

http://www.rofrisch.de/miwula.htm

Das StereoPhoto Viewer Applet ermöglichst die Auswahl der Betrachtungsart (Rot-Cyan-Brille, Kreuzblick, etc.) und man kann das Bild auch auf 100% vergrößern und dann darin herumscrollen. Damit sie sich auch auf einem 3D-Bildschirm gut anschauen lassen, habe ich diesmal die Darstellung in einem separaten Fenster für das Java-Applet gewählt.

Die Bilder entstanden mit der Canon EOS 60D, an die ein 28mm-Objektiv mit einem alten Pentax-Strahlenteiler angesetzt war. Man sieht schon deutlich die Grenzen dieser Technik. Zwar kann man mit höheren ISO-Werten als bei der Fuji W1 bzw. W3 arbeiten, aber dafür hat man bei offener Blende starke Vignettierung durch den Spiegelknick und eine geringe Schärfentiefe. Ich hoffe, die Bilder gefallen Euch trotzdem.

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Erdbeben in San Francisco

Erdbeben 1906 in San Francisco:
Fotos in Farbe und 3D

Von 150 Jahre alten 3D-Fotos war hier schon die Rede (Editorial April 2010). Diese waren entweder Schwarzweiß, oder sie wurden nach der Aufnahme und Vergrößerung handcoloriert.

Doch nun sind über 100 Jahre alte Farbfotos aufgetaucht, die die Folgen des schweren Erdbebens 1906 in San Francisco zeigen. Etliche Medien berichteten darüber – beispielsweise Spiegel Online. Farbfotos aus einer Zeit, wo es noch keine Farbfilme gab, das ist natürlich etwas ganz Besonderes. Offenbar hat der Fotograf mit entsprechenden Farbfiltern jede der drei Grundfarben getrennt aufgenommen und diese Farbauszüge dann passgenau übereinandermontiert. Und: Er hat dies mit einer Stereokamera getan.

Leider präsentieren die berichtenden Artikel die Bilder jedoch nicht in einer Weise, dass man sie vernünftig in 3D anschauen könnte.

Freundlicherweise stellt jedoch die Smithonian Institution einige dieser Bilder auch hochauflösend zur Verfügung. Und erläutert, dass der Fotograf Frederick Eugene Ives von 1856 bis 1937 lebte. Nun werden Fotos 70 Jahre nach dem Tod des Fotografen gemeinfrei, so dass man keine Copyright-Gesetze bricht, wenn man diese Bilder weiterverarbeitet. Also kann man sie in StereoPhoto Maker laden, stereoskopisch und farblich justieren lassen, wenn nötig verkleinern und mit dem StereoPhoto Viewer Applet im Web präsentieren. Nach Anklicken der folgenden 4 Vorschaubilder öffnen die Bilder auf meiner Homepage. In dem Applet kann man wählen, in welcher Weise sie angezeigt werden sollen:

Erdbeben 1Erdbeben 2Erdbeben 4Erdbeben 5In Anaglyphen-Darstellung leiden die Echtfarben natürlich deutlich. Aber vielleicht klappt es ja mit dem Kreuzblick, oder vielleicht habt Ihr ja einen 3D-fähigen Bildschirm. Auf jeden Fall finde ich es eine Besonderheit, Farbfotos in 3D anschauen zu können, die mehr als 100 Jahre alt sind. Vielen Dank an das Smithonian Institute.

Das zweite Bild zeigt an den verwischten Personen übrigens deutlich, dass die Farbauszüge nacheinander aufgenommen wurden, während die Links-Rechts-Ansichten gleichzeitig entstanden sind. Es war also eine Stereokamera im Einsatz. Dies erklärt auch die für manche Aufnahmen etwas zu geringe Stereobasis. Aber wir wollen mal nicht meckern. Die Fotos sind stereoskopisch eine kleine Besonderheit, aber farblich eine echte Sensation. Bleibt nur zu hoffen, das San Francisco beim nächsten großen Beben besser davonkommt. Denn von Erdbeben-Schreckensmeldungen haben wir momentan wohl mehr als genug.