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Editorial November 2010

Liebe Leser meines Fotokurses,

bereits im April hatte ich einen 3D-Betrachter empfohlen; auch diesmal geht es um das Thema 3D. Anlass ist ein Angebot von Aldi Süd gerade jetzt, in der ersten Novemberwoche 2010. Dort wird für sensationell günstige 2,99 Euro ein 3D-Bilderbuch für Kinder verkauft, das ein gar nicht mal so schlechtes Stereoskop mitbringt. Es gibt 6 verschiedene Themen, darunter Ozeane, Dinosaurier, gefährliche Tiere etc, aber hier geht es ja nicht um die Inhalte, sondern die 3D-Linsen. Alle Bücher sind gleich aufgebaut, und in ihrem Deckel ist ein Stereoskop integriert, das sich natürlich mit Messer oder Schere auch abtrennen lässt, um es ohne das Buch nutzen zu können.

Also auf zu Aldi Süd und Stereoskope kaufen! So günstig bekommt man sonst kaum einen Einstieg in diese Materie.

Hier noch ein paar technische Daten, beispielsweise um passende eigene Stereokarten zu drucken (kann man mit dem kostenlosen Programm StereoPhoto Maker machen): Der Linsenmittenabstand beträgt 65mm und der Fotomittenabstand 60mm; Breite des Doppelbildes 120mm.

Die Holmes-Karten, die ich mir bisher für das OWL-Stereoskop aus dem Buch „A Village Lost and Found“ habe drucken lassen (Fotoformat 10×15), sind also leider zu breit hierfür. Auf 9×13 könnte es aber gut passen. Dies werde ich testen, bevor ich das erste Mal Stereokarten samt 3-Euro-Stereoskop verschenke. Vermutlich kauf ich noch 10 von den Büchern genau für diesen Zweck…

Und, Smartphonebesitzer aufgepasst: Der Viewer eignet sich gut als Stereoskop für das Smartphone. Mit meinem Motorola Milestone funktioniert es; dessen Bildschirm ist 8cm breit. Also sollte es auch mit iPhone & Co funktionieren. Ich kann jedenfalls damit Youtube-3d-Videos schauen, sofern diese als Parallelvideo gespeichert sind und nicht im Kreuzblick-Format. Und Parallelblick-Fotos lassen sich sowieso darstellen, und davon gibts ja Tausende im Netz. Ein netter Gag ist das allemal, 3D auf dem Smartphone. Und die Farben sind besser als in Anaglyphendarstellung.

Daher also mein Kauftipp. Jedoch müsst Ihr schnell sein; die 3D-Bilderbücher sind bestimmt nicht lange im Aldi-Sortiment.

Dreidimensionale Grüße, Euer Roland

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Editorial April 2010

Liebe Freunde der Fotografie,

meine Empfehlung aus dem ersten Editorial ist wohl mittlerweile erledigt, aber auch diesmal soll es um das Thema 3D-Betrachter gehen. Denn die Anaglyphen mit den zweifarbigen Brillen sind bekanntlich nicht jedermanns Sache. Wer seine 3D-Fotos mit den richtigen Farben sehen möchte, interessiert sich vielleicht für den folgenden Tipp:

Man kann seine Fotos im Format einer Stereokarte ausdrucken bzw. drucken lassen. Auch darin unterstützt einen das hier im Fotokurs vorgestellte Programm StereoPhoto Maker. Um diese Stereofotos zu betrachten, braucht man (sofern man nicht den sogenannten Parallelblick beherrscht) einen Stereobetrachter, auch Stereoskop genannt.

Buch und Stereoskop
Buch und Stereoskop

Für knapp 30 Euro kann man z.B. bei Amazon.de das englischsprachige Buch A Village Lost and Found bestellen, dem ein gutes Stereoskop beiliegt. Wie man auf dem (durch Anklicken vergrößerbaren) Foto sehen kann, wird es in einen stabilen Schuber geliefert, der außer dem großen Buch auch eine Kassette enthält, in der das Stereoskop liegt. Mit wenigen Handgriffen lässt es sich flach zusammenlegen bzw. wieder betriebsfertig aufbauen.

Inhalt des Buches ist eine etwa 150 Jahre alte Serie von Stereofotos einer ländlichen Idylle. Der Ort Hinton Waldrist in England wurde von dem Fotografen T. R. Williams ausführlich portraitiert. Wenn man bedenkt, dass die Fotografie damals noch eine sehr junge Disziplin war, kann man nur staunen, zu welchen Ergebnissen es der Fotograf mit seinen Stereokarten gebracht hat, die großenteils handkoloriert verkauft wurden.

Autor Brian May (ja, genau DER Brian May) und seine Co-Autorin Elena Vidal haben mit detektivischem Spürsinn viele interessante Details zu T. R. Williams und seiner bedeutsamen Fotoserie herausgefunden. So war lange Zeit nicht einmal bekannt, in welchem Ort die Fotos aufgenommen waren. Sofern sich ein Vergleich zur heutigen Bebauung in diesem Ort anbietet, werden auch moderne Stereobildpaare gezeigt, wie man auf der aufgeschlagenen Seite gut erkennen kann.

Das Buch und auch das sonstige „Zubehör“ machen einen hochwertig verarbeiteten Eindruck. Zwar kann man den Viewer auch einzeln bei der LondonStereoscopic Company bestellen, aber mit Auslandsporto kommt man auf einen ähnlichen Preis und hat dann nur das Stereoskop ohne das schicke Buch. Daher empfehle ich die Bestellung des Buches (samt Stereoskop) bei Amazon.de oder bei einem Buchhändler Deines Vertrauens, falls der dieses englische Buch ebenfalls für ca. 30 Euro liefern kann.

Falls das Thema auf erkennbares Interesse stößt, werde ich vielleicht mal einen Artikel über verschiedene Stereoskope und das Drucken von eigenen Stereokarten schreiben. Aber dafür müsste ich erst mal selber welche drucken. Sobald ich mit „A Village Lost and Found“ durch bin, werde ich mich daran machen, den Stereo-Viewer mit eigenem Bildmaterial zu testen.

Herzliche Grüße, Euer Roland

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Editorial Januar 2010

Liebe Freunde der Fotografie,

im fünften Jahr seines Bestehens hat „Rolands Fotokurs“ kürzlich zwei neue Rubriken eröffnet, die nun darauf warten, mit weiterem Inhalt gefüllt zu werden. Die Rubrik Zubehör eröffnete im November 2009, und die Rubrik 3D-Fotografie wendet sich seit Dezember 2009 einem sehr interessanten Spezialgebiet zu, für das ich in diesem Editorial noch einen besonderen Tipp loswerden möchte.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir auf dieser Reise in die dritte Dimension folgen würdet. Solche Bilder mit Raumtiefe kann man ohne teures Spezialzubehör mit jeder beliebigen Kamera machen, wenn man sich ein wenig damit beschäftigt. Und bei den ersten Schritten in dieses Thema sollen die Lektionen der neuen Rubrik über 3D-Fotografie helfen.

Für den Einstieg empfehle ich Anaglyphen-Brillen (Rot-Cyan), die es schon für etwa 1 Euro bei Ebay etc. gibt. Oder man kauft sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Fotohits für EUR 2,50 und hat neben einer beiliegenden Pappbrille mäßiger Qualität auch einige interessante Artikel über 3D-Fotografie. Bis Mitte Februar sollte die 3D-Ausgabe der Fotohits erhältlich sein, dann erscheint die neue Ausgabe. Also auf zum Kiosk. Für nur 2,50 bekommt man dort einen Einstieg in ein interessantes fotografisches Spezialgebiet und muss sich nicht um Bestellung und Online-Bezahlung der 3D-Brille kümmern.

Gerne könnt Ihr mir dann auch in den Leserkommentaren schreiben, welche Teilaspekte der 3D-Fotografie Ihr denn gerne hier im Fotokurs behandelt sehen würdet. Viel Spaß bei der Eroberung der dritten Dimension.

Bornheim, im Januar 2010,

Euer Roland

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Fotozubehör: Makroschlitten

Vielseitiges Hilfsmittel: Der Makroschlitten

Traumflieger-Makroschlitten
Vierwege-Makroschlitten

Obwohl ich (bisher) nur sehr selten Makroaufnahmen mache, hat sich der Makroschlitten aus dem Traumflieger-Shop als nützliches Hilfsmittel erwiesen, für den es auch einige andere sinnvolle Anwendungsfälle gibt. Daher möchte ich Euch diesen Makroschlitten hier vorstellen, obwohl ich leider kein Makro-Spezialist bin.

Der Makroschlitten zeigt insgesamt eine gute Verarbeitung. Die Verstellung der beiden Achsen erfolgt angenehm und ohne störendes Spiel in den Führungen. Besonders positiv fällt mir auf, dass sich oberer und unterer Teil des Makroschlittens mit einer einfachen Schraube trennen lassen, um sie bei Bedarf z.B. um 180 Grad verdreht zu montieren. Auch hat jede der beiden Auflageplatten zwei Stativgewindebohrungen, so dass sich ggf. auch nur einer der beiden Schlitten-Teile montieren lässt.

Makroschlitten im Einsatz
Makroschlitten im Einsatz

Für Makroaufnahmen vom Stativ ist der Schlitten deshalb besonders geeignet, weil er die sehr feinfühlige Verstellung des Bildausschnittes und der Schärfeebene ermöglicht. Statt mühsam wackelig das ganze Stativ hin- und herzurücken, kann man ganz bequem an den beiden Stellschrauben drehen, bis der Bildausschnitt passt. In dem hier gezeigten Foto demonstriere ich den Praxiseinsatz des Makroschlittens anhand einer sehr selten blühenden exotischen Pflanze (Blumus plasticus solaris wackelensis).

Makro-Tüftler, die Stacking-Fotos machen möchten, werden die bequeme und genaue Verstellung der Schärfeebene ganz besonders zu schätzen wissen. Aber es gibt jenseits der Makrofotografie auch noch ganz andere Anwendungsmöglichkeiten für den Makroschlitten:

Makroschlitten für Panoramafotos

Makroschlitten für Panoramafotografie
Panoramakopf

Für exakt ausgerichtete Panorama-Einzelfotos, die per Software zu einem Panorama zusammengerechnet werden, bietet sich der Einsatz des Makroschlittens ebenfalls an. Zumindest dann, wenn man ein Zubehörteil besitzt, mit dem man die Kamera hochformatig und exakt waagerecht ausgerichtet auf dem Schlitten befestigen kann. Bei mir ist dies eine vor ca. 15 Jahren selbst konstruierte Einbeinstativ-Verlängerung. In der hier gezeigten Anordnung ist es möglich, das optische Zentrum des Objektivs genau über dem Drehpunkt zu fixieren.

Zwar erreicht diese Konstruktion nicht den Komfort und die Möglichkeiten von echten Nodalpunkt-Adaptern, aber die stabileren unter den käuflichen Adaptern kosten dicke dreistellige Eurobeträge, so dass ich mir derzeit lieber mit dieser Bastellösung behelfe. Sonderlich stabil ist die Anordnung zwar nicht (sondern eher ziemlich federnd), aber hier geht es ja nicht um lange Verschlusszeiten, sondern um exakte Ausrichtung des Objektivs zur Drehachse. Das Röntgen-Panorama habe ich mit dieser Konstruktion aufgenommen.

Nicht verschweigen möchte ich, dass der Makroschlitten bei diesem Einsatz als Nodalpunktadapter quasi „am Anschlag“ arbeitet. Die optische Achse (Bajonettmitte) meiner EOS 20D liegt etwa 41 oder 42mm über dem Kameraboden. Von dort bis zur Mitte meiner Verlängerungsstange sind es noch einmal ca. 8-10mm. Daher reichen die 50mm seitlicher Verstellweg so gerade aus. Besser hätte ich es gefunden, wenn die Makroschiene auf jeder Seite 1-2cm mehr Auszug hätte, aber für diesen Anwendungsfall ist sie ja auch nicht konstrueirt. Jedenfalls bin ich nicht sicher, ob es bei zukünftigen Kameras auch noch passen wird. Sonst muss ich mir halt was Neues einfallen lassen. Derzeit bin ich erstmal froh, dass es einigermaßen passt.

Makroschlitten für 3D-Fotos

Auch für die Stereofotografie (von unbewegten Motiven) lässt sich die Makroschiene sinnvoll einsetzen, denn dabei muss die Kamera exakt horizontal verschoben werden können. Je nach Größe des in 3D zu zeigenden Motivs kann man den Abstand zwischen linker und rechter Aufnahme mit dem Makroschlitten ganz einfach frei wählen. Denn während die Stereobasis für die räumliche Wahrnehmung von „Alltagsmotiven“ etwa dem Augenabstand von ca. 7cm entsprechen sollte, wird sie bei kleinen Motiven entsprechend auch kleiner (Einzelheiten vielleicht mal in einem separaten Kapitel in der Rubrik 3D-Fotografie).

Durch die Millimeterskalen auf dem Makroschlitten kann man die gewünschte Stereobasis genau einstellen. Wenn ich mal Stereofotos vom Stativ gemacht habe, werde ich hier entsprechendes Bildmaterial nachreichen.

Insgesamt macht der Makroschlitten aus dem Traumflieger-Shop also einen guten Eindruck. Er ist vielseitig einsetzbar und präzise gefertigt. Empfehlenswert für alle, die auch gerne mal vom Stativ fotografieren.

Äußerst selten: Blumus plasticus solaris wackelensis

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3D-Fotos aus dem Zug

Auf meinem FotoCommunity-Account „Roland 3D“ habe ich ein neues Bild hochgeladen:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1482502/display/23583935

Interessant ist die Entstehungsgeschichte der 3D-Einzelbilder. Wird unter dem Foto erklärt.

Über Kommentare zu dem Bild in der FC oder hier freue ich mich natürlich.

Hier gibts das Bild auch ohne Entstehungsgeschichte. Bitte anklicken für volle Größe von 1000 Pixel Breite: