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Schwarzweißfotos aus Raw-Dateien

Adieu Farbe: S/W-Fotos aus Raw-Dateien erzeugen

Moderne Digitalkameras bieten oft neben dem üblichen Verfahren, Bilder als JPG-Dateien zu speichern, auch eine Speicherung als Raw-Datei an. Doch manch ein Digitalfotograf schreckt davor zurück, weil er meint, die Nachbearbeitung wäre wohl sehr kompliziert. Zu Unrecht, denn selbst bei nur geringfügiger Nachbearbeitung bieten Fotos aus Raw-Dateien bessere Qualität, viel mehr Möglichkeiten und einfachere Handhabung. An einem Beispiel möchte ich hier zeigen, wie einfach dies ist.

Raw-Dateien werden oft als „digitale Negative“ bezeichnet. Denn genauso wie ein Negativ aus einem Filmstreifen ermöglicht, Abzüge mit unterschiedlichen Einstellungen zu machen (mehr oder weniger Farbsättigung, Kontrast, Helligkeit, etc.), bieten auch Raw-Dateien diese Möglichkeiten. Und zwar (genau wie beim Negativ) ohne dass dabei das „Negativ“ verändert wird. Daher spricht man auch von der „Entwicklung“ von Raw-Dateien. So kompliziert wie in der Dunkelkammer ist es jedoch bei Weitem nicht.

Haupt-Vorteil von Raw-Dateien ist, dass die Einstellungen jederzeit verändert und wieder ohne Verluste zurückgenommen werden können. Dies ist deshalb möglich, weil in der Raw-Datei die Pixel quasi so gespeichert sind, wie der Kamera-Sensor sie sieht. Alle Einstellungen, die bei Speicherung als JPG direkt in der Kamera auf das Bild angewendet werden (Farbsättigung, Nachschärfung, Weissabgleich, etc.) können in der Raw-Datei noch nachträglich verändert werden – und zwar verlustfrei. Man muss sich also nicht mehr ärgern, wenn man z. B. den Weissabgleich in der Kamera nicht richtig eingestellt hatte oder wenn man eine andere Einstellung von Kontrast, Farbsättigung oder Schärfe hätte wählen sollen. Man kann es nachträglich kinderleicht und ohne Qualitätsverluste verändern. Dass die Bearbeitung von Raw-Dateien gar nicht schwierig ist, zeigt das folgende Beispiel:

Raw-Datei öffnen

Screenshot 1
Schritt 1: Raw-Datei öffnen

Kameras, die Raw-Dateien aufzeichnen können, liegt gewöhnlich mindestens ein Programm bei, mit dem diese Dateien auch bearbeitet werden können. Denn im Gegensatz zu allgemein üblichen Bilddatei-Formaten wie JPG oder TIF kocht bei Raw jeder Hersteller bei fast jedem Kamera-Modell sein eigenes Süppchen. Das ist auch leicht verständlich, wenn man bedenkt, dass es ja sozusagen die Roh-Daten des Kamera-Sesors sind, und auch die Bildsensoren und die interne Nachbearbeitung bei verschiedenen Kamera-Modellen meist unterschiedlich sind.

Freundlicherweise hat mir Ilonka gestattet, einen Schnappschuss von ihr als Beispiel-Foto zu verwenden. Entstanden ist das Bild mit Tele und Bildstabilisator bei einem Besuch im Wildpark bei trübem Winterwetter. Daher auch die Einstellungen von ISO 800 und Blendenautomatik mit 1/100stel Sekunde Verschlusszeit. Diese Zeit ist dank Bildstabi auch mit 300mm Tele noch ohne Verwackler aus der Hand aufzunehmen.

Als Programm für die Raw-Bearbeitung lag meiner Canon EOS 20D das Programm „EOS Viewer Utility“ bei – neuere EOS-Kameras haben das Programm DPP (Digital Photo Professional) im Lieferumfang, auf das ich mittlerweile auch umgestiegen bin, wie das Tutorial zeigt, wenn man dem Link folgt. Die Screenshots dieser Seite (die sich durch Anklicken vergrößern lassen) sind aber noch mit dem EOS Viewer Utility entstanden, was im Prinzip ganz ähnlich arbeitet. Es gibt zwar Raw-Konverter, die wesentlich umfangreichere Einstellmöglichkeiten bieten, aber Zweck dieser Seite soll ja sein, die Einfachheit der grundlegenden Raw-Bearbeitung zu zeigen.

Mit dem EOS Viewer Utility lassen sich die Dateien auch über USB-Kabel von der Kamera abholen – sowohl Jpgs als auch Raw-Dateien. Wie man sieht, tragen Raw-Dateien der 20D die Datei-Endung „.CR2“. Man bekommt die Bilder übersichtlich als Miniaturen angezeigt und kann (wie hier zu sehen) auch ein Bild größer darstellen lassen und mit STRG-T ein Extra-Fenster für die „RAW-Einstellung“ öffnen.

Digitale Belichtungskorrektur

Screenshot 2
Schritt 2: Belichtungskorrektur

Der Schnappschuss erscheint auf dem ersten Bild etwas zu dunkel. Deshalb schieben wir den Schieberegler „Digitale Belichtungskorrektur“, den man oben links in dem Einstellungs-Fenster sieht, ein Stück nach rechts. Bei 0,7 Blendenstufen hellerer Belichtung sieht das Bild doch schon ein Stück freundlicher aus, oder?

Histogramm

Bei der digitalen Belichtungskorrektur sollte man das „Histogramm“ im Auge behalten, das im Programm oben rechts angezeigt wird. Es zeigt die Verteilung der Helligkeitswerte im Bild. Ganz links sieht man die Menge der sehr dunklen Pixel; ganz rechts die der hellen. Da dieses Foto aber keine wirklich weissen Flächen hat, ist es ganz okay, wenn die Histogramm-Kurve auch nach der digitalen Belichtungskorrektur nicht bis ganz nach rechts reicht.

Gut ist es bei den meisten Fotos, wenn im Histogramm weder ganz links (bei schwarz) noch ganz rechts (bei weiss) eine große Pixelzahl angezeigt wird. Denn dies würde bedeuten, dass ganz dunkle bzw. ganz helle Partien im Bild ohne Zeichnung sind. Aber das kennen die meisten sicherlich schon von ihrer Digitalkamera bzw. aus dem Bildbearbeitungs-Programm. Näheres zu Histogrammen und Tonwertkorrekturen gibt es in Lektion 5 des Aufbaukurses.

Will man das Foto als Farbbild verwenden, kann man es an dieser Stelle schon konvertieren und als Jpg- oder Tif-Datei speichern. Doch auf dieser Seite geht es ja um Schwarz-Weiß-Fotos, und daher kommen zunächst noch zwei weitere Schritte:

Umstellen auf Schwarz/Weiß

Screenshot 3
Schritt 3: Umstellen auf S/W

Mit einem einzigen Klick kann man das Foto auf „S/W“ umstellen lassen. Und bei Nichtgefallen natürlich auch gleich wieder zurück auf „Standard“, denn die Farb-Informationen werden bei Raw-Dateien ja nicht gelöscht, sondern bleiben erhalten.

Natürlich hätte man auch gleich in der Kamera den S/W-Modus aktivieren können und schwarz-weiße Jpg-Dateien abspeichern lassen können. Aber dann hätte man die Farb-Informationen für immer verloren und könnte nicht zuhause in aller Ruhe probieren, für welches Motiv sich S/W lohnt und welches besser in Farbe bleibt.

Übrigens, um weiterem „Gemecker“ in den Kommentaren vorzubeugen (siehe z.B. hier): Ich verwende hier den Begriff „Schwarzweiß“ so, wie er landläufig eingesetzt wird, auch wenn es natürlich korrekterweise „Graustufen“ sind und nicht bloß Schwarz und Weiß. Aber wenn jemand von Schwarzweißfoto oder Schwarzweißfilm spricht, dann ist ja auch klar, was gemeint ist.

Filtereffekte anwenden

Screenshot 4
Schritt 4: Filtereffekt Rot

Professionelle S/W-Fotografen haben schon vor vielen Jahrzehnten erkannt, dass sich die Wirkung von Schwarz-Weiß-Fotos durch Vorsetzen von Farbfiltern vor das Objektiv stark beeinflussen lässt. Natürlich sieht man die Farbtönung bei Schwarzweiß-Film nachher im Foto nicht, aber wenn man beispielsweise einen Orangefilter für die Aufnahme eines blauen Himmels mit weißen Wolken verwendet, wird das Himmelsblau durch das Filter-Orange stark abgedunkelt, während das Weiß der Wolken kaum beeinflusst wird. Die Folge sind Landschaftsaufnahmen mit ganz tollen Wolken-Kontrasten. Ein S/W-Fotograf hat daher häufig eine ganze Reihe knallbunter Farbfilter in seiner Fototasche.

An Digitalkameras wie z.B. Canons 20D oder 350D (und Folgemodelle) gibt es die Möglichkeit, die Wirkung solcher S/W-Farbfilter elektronisch zu simulieren, so dass man sich Kauf und Mitschleppen dieser S/W-Filter getrost sparen kann. In den Tiefen des Kameramenüs finden sich die Einstellungen für S/W-Fotos und dort auch die entsprechende Auswahl der Filter Gelb, Orange, Rot und Grün. Man kann so den entsprechenden Filter schon bei Aufnahme auswählen und sieht dann das Ergebnis auf dem Monitor in Schwarz/Weiß mit dem entsprechenden Filter-Effekt. Hat man die Aufnahme in Raw gemacht, kann man dies aber auch nachträglich in der Software erledigen. Daher fotografiere ich generell in Farbe und Raw, so dass ich die unterschiedliche Wirkung der Farbfilter nachträglich am PC beurteilen kann. Auf der Woodstuff-Homepage und auf der Seite Wallis BirdNovember 2007 in Köln finden sich zahlreiche S/W-Fotos von mir, die nachträglich im EOS Viewer Utility gefiltert wurden.

Für das Beispielfoto dieser Seite habe ich die Filterung in Rot ausgesucht, da das Rotfilter den schönen Effekt hat, Hauttöne zu glätten und eventuell vorhandene leichte Hautunreinheiten zu kaschieren. Heraus kommt ein gelungenes S/W-Foto, das ganz einfach in 4 Schritten erzeugt wurde.

Nach Auswahl des gewünschten Filters sollte man noch einmal einen Blick auf Histogramm und Helligkeits-Eindruck werfen, denn je nach Filter ändert sich die Wirkung des Fotos unter Umständen deutlich. In unserem Beispiel kann man es aber so lassen, finde ich.

Screenshot 5
Schritt 5: Konvertieren / speichern

Nun fehlt nur noch ein Rechts-Klick auf das Foto, so dass sich das Kontextmenü öffnet (oder Drücken von STRG-S). Dort lässt sich der Menüpunkt „Konvertieren und in Datei speichern“ auswählen. Dann öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem die Möglichkeit besteht, die Raw-Datei entweder als JPEG oder als TIFF abzuspeichern. Diese Dateien kann man dann gut zur weiteren Verwendung des Fotos in der Bildbearbeitung (PhotoShop, PhotoImpact, GIMP, TOP-Tool, etc.) nutzen. Bei Bildern für meine Homepages werden die Fotos dort noch verkleinert, nachgeschärft, mit dem Website-Schriftzug versehen und als Jpg in meinem Homepage-Verzeichnis gespeichert. Aber dies ist eine andere Geschichte.

Wie man sieht, ist die „Entwicklung“ von RAW-Dateien („digitalen Negativen“) gar nicht so schwer. Selbst die Erstellung hochwertiger Schwarz-Weiß-Fotos ist so deutlich einfacher als in der Bildbearbeitung. Daher kann ich jedem, dessen Kamera RAW unterstützt, die Verwendung nur sehr empfehlen. Nur wenn der Platz auf der Speicherkarte mal knapp wird oder wenn eine längere Sequenz von schnellen Serienaufnahmen benötigt wird, wechsele ich in der Kamera zum Jpg-Format, denn aufgrund der Größe der Raw-Dateien brauchen diese mehr Platz und länger zum Speichern.

Und selbstverständlich muss man nicht jedes Bild einzeln öffnen und konvertieren. Nach einer Foto-Tour übertrage ich die Raw-Dateien auf den Rechner und betrachte diese dann der Reihe nach mit dem Raw-Programm. Dort kann ich gleich die Belichtung optimieren und misslungene Bilder löschen. Wenn alle Bilder gesichtet sind, markiere ich sie alle gleichzeitig und wähle dann für alle noch vorhandenen Bilder „Konvertieren und in Datei speichern“. Bei vollem Chip dauert das dann zwar etliche Minuten, aber in der Zeit kann man ja auch mal was anderes machen. Daher kann man bestimmt nicht sagen, die Raw-Bearbeitung sei zu  zeitaufwändig. Selbst wenn ich gar nicht optimiere und gleich alle Dateien konvertiere, habe ich immer noch die gleiche Qualität wie bei Jpg-Fotografie. Aber selbst mit wenigen Sekunden digitaler Belichtungskorrektur der Raw-Dateien holt man jedoch schon eine ganze Menge mehr Qualität heraus. Näheres hierzu findet sich in dem Workflow-Artikel Raw-Bearbeitung.

Wirkung von SW-Filtern

Apfelkiste, farbig
Farbfoto

Wie kommt es eigentlich, dass ein Orangefilter die Kontraste weißer Wolken am blauen Himmel verstärkt, während ein Rotfilter die Haut glatter erscheinen lässt? Kann man die Wirkung von Filtereffekten in der S/W-Fotografie im Voraus abschätzen? Um dieser Frage nachzugehen, lohnt sich ein genauerer Blick auf die rechts abgebildeten 4 Versionen des gleichen Raw-Fotos. Für das Foto habe ich die Kamera zum Einkauf mitgenommen und gehofft, dass ich kein Hausverbot kriege, weil ich die heilige Ordnung in der Obst-Theke durcheinanderbringe. ;-)

Apfelkiste, SW
S/W ohne Filter

Zunächst einmal sieht man das Farbfoto und die einfache S/W-Konvertierung ohne Filter. Der rote Apfel, der sich in Farbe sehr kräftig von den grünen Äpfeln abhebt, ist in der S/W-Version ohne Filter nur bei genauerem Hinsehen von seinen Kollegen zu unterscheiden. Die beabsichtigte Bildaussage geht verloren, denn offenbar wollte der Fotograf ja einen Einzelgänger zeigen – einen, der sich durch Andersartigkeit von der Masse abhebt.

Apfelkiste, Rotfilter
S/W mit Rotfilter

Völlig verloren geht dieser Effekt bei der S/W-Konvertierung mit Rotfilter. Das Rot des Außenseiter-Apfels wird durch das Rotfilter aufgehellt. Wer einen solchen Filter zur Hand hat (oder ein rotes Glas, 3D-Brille, etc.) kann dies testen: Rote Farbtöne erscheinen im Rotfilter heller, während die Komplementärfarbe Grün stark abgedunkelt wird.

Der Abdunklungs-Effekt fällt jedoch bei dem Apfelkisten-Foto nicht auf, denn genauso wie die Kamera beim Fotografieren durch einen Filter die Belichtung entsprechend gegenkorrigiert, gleicht auch der Filtereffekt der Software die Helligkeit des Gesamtfotos entsprechend an.

Apfelkiste, Grünfilter
S/W mit Grünfilter

Fotografiert man jedoch durch einen Grünfilter (bzw. lässt die Software dies simulieren), hebt sich der rote Apfel ganz deutlich von den grünen Äpfeln ab. Auch im Schwarz-Weiß-Foto wird so der beabsichtigte Effekt des originalen Farbfotos gut wiedergegeben. Der Grünfilter wirkt aufhellend auf die grünen Äpfel, während er die Komplementärfarbe Rot des Außenseiter-Apfels abdunkelt.

Fassen wir also zusammen: Farbfilter in der Schwarz-Weiß-Fotografie bewirken, dass der Filterfarbe ähnliche Farbtöne aufgehellt werden, während entgegengesetzte Farben abgedunkelt werden.

Würde man den Wolkenhimmel beispielsweise durch ein Blaufilter fotografieren, so würden sich die Wolken-Kontraste vermindern, was nur in den seltensten Fällen gewünscht sein dürfte. Himmel mit wenig Zeichnung gibt es ja oft genug. Daher nimmt man für Wolkenbilder lieber ein Gelb-, Orange- oder Rotfilter, was die Kontraste anhebt.

Bei S/W-Portraits nimmt man ebenfalls gerne ein Rotfilter, weil die (meist etwas rötlichen) Hautunreinheiten dadurch abgemildert werden und die Haut damit einen glatteren Teint bekommt. Für Fotos der Exfrau oder Exfreundin empfehle ich hingegen einen Grünfilter, wenn man diese Bilder schon veröffentlichen muss… ;-)

Soviel erst einmal zur S/W-Bearbeitung von Raw-Dateien. Einiges mehr über Raw-Konvertierung steht unter dem Thema „Mein Arbeitsablauf“ in dem schon oben verlinkten Tutorial zu DPP. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich mit Raw-Nachbearbeitung vertraut zu machen, wenn die eigene Digitalkamera schon diese Möglichkeit bietet.

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Mein Arbeitsablauf 4: Sicherungskopie

4. Sicherungskopie (Backup)

„Daten ohne Backup sind als gelöscht zu betrachten“, ist ein viel zitierter und dennoch zutreffender Spruch aus der EDV. Abgesehen von Katastrophen wie abbrennenden, einstürzenden oder überschwemmten Häusern gibt es auch viele alltägliche Datenkiller. Einbruch, Notebook-Diebstahl, Festplatten-Defekte, Gewitterschäden, Benutzerfehler, etc. Wäre doch schade, wenn die jahrelang gesammelten Fotos wegen sowas im Daten-Nirwana verschwinden, oder?

TrayBackup
TrayBackup

Mein aktuelles Backup mache ich auf einer externen USB-Festplatte, die ich nur während des Sicherungs-Vorgangs eingeschaltet an meinem Rechner angeschlossen habe. Auch hierbei habe ich mich nach einer „zukunftssicheren“ Lösung umgeschaut: Ich wollte nicht auf einen bestimmten Anbieter festgelegt sein, dessen Backup-Software vielleicht schneller oder platzsparender ist, der aber vielleicht irgendwann die Entwicklung einstellt, etc. Und bei Windows 7, 8 oder 9 sind meine Backups dann nicht mehr lesbar, weil die Software nicht läuft. Somit kam für mich nur eine Backup-Lösung infrage, die die Dateien als echte einzelne Dateien und Verzeichnisse kopiert, die sich auf jedem zeitgemäßen Rechner ohne Spezialsoftware wieder öffnen lassen. Im Prinzip könnte ich meine Backups daher mit den Windows-Kopierfunktionen machen.

Damit nicht immer alle Dateien überspielt werden müssen, sondern nur die neuen bzw. geänderten, habe ich mir ein praktisches kostenloses Programm gesucht: TrayBackup, das auf www.traybackup.de heruntergeladen werden kann und das auch vom BSI empfohlen wird (wurde). Unter Windows Vista sollte man das Programm als Administrator ausführen, um keine Konflikte mit den Schreibrechten zu bekommen.

Als Standardziel trägt man das externe Laufwerk ein (bzw. ein Verzeichnis darauf), hier im Screenshot ist es Laufwerk J:

Mit dem Plus-Symbol lassen sich in einer Liste die verschiedenen Quellen anlegen. Im Beispiel mein Daten-Verzeichnis auf Festplatte D: und mein Verzeichnis auf H: mit den fertigen Jpg- und Cr2-Dateien. Wichtig ist, dass man bei Auswahl des Quelverzeichnisses anklickt, dass Unterverzeichnisse mitgesichert werden sollen. In der Liste wird dies in der Spalte „Uv“ angezeigt.

Wenn Quell- und Zielverzeichnisse richtig ausgewählt wurden, dann kann man den eigentlichen Backup-Vorgang mit Strg-D oder dem Symbol „Datensicherung starten“ (im Screenshot leicht hervorgehoben) beginnen. Ein Statusfenster zeigt dann genau an, wie viele Dateien bereits überprüft wurden und wie viele gesichert wurden.

Gegen Satellitenabstürze oder U-Bahn-Kollateralschäden hilft ein solches Backup auf USB-Festplatte natürlich nicht, sofern diese im gleichen Gebäude aufbewahrt wird. Daher empfiehlt es sich, von Zeit zu Zeit auch „fertige Jahrgänge“ von Fotos und sonstige wichtige Daten extern außerhalb des Hauses zu lagern, beispielsweise auf DVD gebrannt bei vertrauenswürdig erscheinenden Freunden/Verwandten, etc. Wer denen nicht traut, kann ja zu einer passwortgeschützten Lösung greifen. Das Passwort liegt dann vermutlich in dem 20 Meter tiefen Krater, wo eben noch das Arbeitszimmer war…

Man sollte auch bedenken, dass CDs und DVDs nicht ewig halten – das Gleiche gilt für die USB-Festplatte. Daher ist es sinnvoll, von Zeit zu Zeit mal neue Backup-Medien anzulegen.

Zunehmend im Kommen sind Online-Backuplösungen. Mir dauert aber der Upload dabei noch deutlich zu lange. Auch sollte man darüber nachdenken, ob der Anbieter wohl vertrauenswürdig mit den ihm anvertrauten Daten umgeht.

So, das war in wenigen Worten ;-) die Folterstrecke, die alle Raw-Fotos bei mir durchlaufen müssen, bevor sie dann mit dem dazugehörigen Jpg ins selige Backup aufgenommen werden. Erst wenn die Daten mindestens auf zwei unterschiedlichen Datenträgern existieren (Arbeitskopie und Backup) formatiere ich die Speicherkarte in der Kamera, um sie für den nächsten Einsatz vorzubereiten. Jedenfalls versuche ich, mich an diese Regel zu halten. Bisher hat mich dies vor größeren Datenverlusten bewahrt – außer einmal, ausgerechnet während meiner bisher einzigen Ballonfahrt, als sich eine Speicherkarte (vermutlich wegen Höhenkrankheit?) noch in den Lüften entschloss, möglichst nicht mehr herzugeben, was sie bereits gespeichert hatte. Aber damals waren Speicherkarten noch biegsam, teuer und von geringer Kapazität.

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Mein Arbeitsablauf 3: Stichwortvergabe

3. Stichwörter vergeben

Nach der Erzeugung der allerhöchstwertig optimierten Super-Deluxe-Jpg-Dateien kommt als nächster Schritt die „Verschlagwortung“ (tolles Wort…) der Bilder. Jpg-Dateien können außer den Exif-Informationen der Kamera (Blende, Verschlusszeit, Kameramodell, Brennweite, etc.) auch sogenannte IPTC-Informationen enthalten.

Gegenüber Fotoverwaltungs-Software, die die Daten in einem eigenen Format als Datenbank ablegt, hat die Eingabe der Stichworte als IPTC-Daten den Vorteil, dass diese Methode zukunftssicherer ist. Auch nach Wechsel der Albums-Software bleiben die Schlagworte erhalten, da sie ja in den Bilddateien selbst gespeichert werden.

Zwar können auch Canon-Raw-Dateien (CR2) solche Stichworte aufnehmen, allerdings habe ich in mehreren Tests feststellen müssen, dass danach die Änderungen an der Cr2-Datei wieder verschwunden sind. Die „mühsam“ mit DPP erzeugten Belichtungs- und Kontrastkorrekturen, Ausschnitte, etc. sind dann wieder auf Ursprungs-Einstellung. Daher habe ich für mich beschlossen, die Raw-Dateien nicht mit Stichworten zu versehen und nur die Jpg-Dateien zu verschlagwursteln.

Aus diesem Grund markiere ich die Cr2-Dateien im 09-02-24-Ordner und schneide sie aus, um sie dann eine Ordner-Ebene höher, hier also im Ordner „2009 EOS 20D“ für ein paar Minuten zwischenzulagern. So werden sie von dem IPTC-Eingabeprogramm nicht mitgeladen, wenn ich dort gleich den 09-02-24-Ordner öffne. Später, nach Eingabe der Stichworte, werde ich die Dateien dann wieder zurück an ihren eigentlichen Platz schieben.

Alternativ kann man natürlich auch nach Dateityp sortieren lassen, dann nur die Jpg-Dateien markieren und diese in das Programmfenster schieben, anstatt dort einen ganzen Ordner zu öffnen.

Nach langer Suche habe ich mich zur Eingabe der Stichworte (englisch „Tags“) für das Programm iTag entschieden, das auf der Seite www.itagsoftware.com heruntergeladen werden kann. Die Installation dauert etwas länger, falls das .NET-Framework von Microsoft noch nicht installiert ist. Aber die Mühe lohnt sich; es ist ein ziemlich intuitiv bedienbares Programm, das auf die Eingabe von IPTC-Tags spezialisiert ist. Nach Klicken auf das Ordner-Symbol kann man das Verzeichnis „09-02-24 Bremerhaven, Segelschiff Seute Deern“ öffnen, und die 30 Bilder werden als hochauflösende Thumbnails geladen, deren Größe sich bequem über einen Schieberegler verändern lässt. Die einzelnen Bilder sind zunächst mit einem gelben Symbol gekennzeichnet („Achtung! + Sprechblase“), das darauf hinweisen soll, dass zu dem jeweiligen Bild noch keine Tags vergeben wurden.

Inzwischen ist iTag in der Vollversion leider nicht mehr kostenlos. ((Der Entwickler musste wohl – ähnlich wie ich mit meinem Fotokurs – feststellen, dass nur seeehr wenige Nutzer den Spenden-Button finden.)) Man kann iTag jedoch installieren und testen, ist dabei aber auf maximal 3 Tags pro Bild beschränkt. Der Programmierer hat mir versichert, dass die eingeschränkte Testversion ungefährlich für Bilder ist, die bereits mehr als 3 Tags enthalten:

The free version […] will never delete existing tags, search will work across all tags in a 10x tagged image. If you try and add more tags to that 10x tagged image though iTag will just complain to say „hey the free version can’t save this file.“ So no harm will come to your metadata.

Mit Strg+A, Alt+A oder „Bearbeiten, Alle auswählen“ kann man nun alle Bilder markieren und diesen einige gemeinsame Stichwörter geben. „Bremerhaven“, „Segelschiff“ und „Seute Deern“ wären sicherlich hier passend. Einfach den jeweiligen Begriff in das Eingabefeld schreiben und daneben auf „Tag hinzufügen“ klicken (bzw. die Return-Taste drücken). Schon wird der Begriff zu allen markierten Bildern hinzugefügt. Zusätzlich erscheint er in der Liste unten neben dem grünen Plus-Symbol.

Im oberen Bereich neben dem roten Minus-Symbol stehen die Tags, die von den ausgewählten Dateien gemeinsam verwendet werden. Mit Minus lassen sich dort Begriffe entfernen. Mit Plus (oder Doppelklick) lässt sich ein Begriff aus der unten stehenden Gesamtliste zu den markierten Bildern hinzufügen.

Wie in Windows üblich, kann man mehrere Dateien hinzu- bzw. abwählen, indem man bei gedrückter STRG-Taste mit der Maus auf die jeweilige Datei klickt. So habe ich hier z.B. 4 Bilder ausgewählt und mit dem Stichwort „Steuerrad“ markiert. Mit gedrückter Großstreibtaste (Shift-Taste) lassen sich Bereiche von Bildern markieren, beispielsweise Bild 1580 bis 1590.

Durch Klicken auf das Disketten-Symbol lassen sich die eingegebenen Tags in den Dateien speichern. Gleichzeitig werden die Suchbegriffe und die Pfade zu den passenden Dateien auch in einen internen Datenbank-Index geschrieben, damit man nach den Begriffen suchen kann, ohne dass dafür sämtliche Bild-Dateien geladen werden müssen.

Denn außer dem bis hier geschilderten Editier-Modus hat iTag auch eine Suche-Modus. Zwar gibt es zum Suchen ausgefeiltere und leistungsfähigere Programme, aber für viele Aufgaben ist iTag hier auch schon gerüstet.

Die Stichworte werden in einem Auswahlfeld am linken Fensterrand angezeigt. Dabei erscheinen häufige Tags in größerer Schrift und seltenere entsprechend kleiner. Man kann durch Doppelklick auf den Begriff die Anzeige der Suchergebnisse starten, oder im Eingabefeld Kombinationen von Suchbegriffen eingeben, beispielsweise „Bremerhaven -Segelschiff“, um sich alle seglerfreien Bilder Bremerhavens anzeigen zu lassen. Doch Suche ist ja hier nicht das Thema. Daher weiter in meinem Workflow:

Nachdem die Stichworte vergeben wurden und iTag diese auch gespeichert hat, kann iTag beendet werden. Dann das Zurückschieben der CR2-Dateien nicht vergessen (sofern man sie vorher ausgelagert hatte)! Diese sollen nun wieder neben den frisch verschlagworteten Jpg-Dateien im gleichen Verzeichnis zu liegen kommen. Damit haben Raw- und Jpg-Dateien ihren letzten Bearbeitungsstand erreicht. Nun folgt als vierter und letzter Schritt das Wichtigste: Sicherungskopie (Backup).

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Mein Arbeitsablauf 2: Raw-Bearbeitung

2. Sortieren, Bearbeiten, Konvertieren

Digital Photo ProfessionalZum Bearbeiten der Raw-Dateien verwende ich derzeit das Canon-Programm Digital Photo Professional (vereinfacht DPP genannt), das bei meiner digitalen EOS mit dabei war. Es ist deutlich leistungsfähiger als das EOS Viewer Utility, das ich früher verwendet habe – siehe Lektion Schwarzweiß (Raw). Außerdem läuft es auch unter Windows Vista.

Die Beispielfotos stammen von unserer „Karnevalsflucht“ nach Bremerhaven, wo wir uns das Segelschiff Seute Deern angeschaut haben. Daher wurde zunächst das passende Verzeichnis „09-02-24 Bremerhaven, Segelschiff Seute Deern“ angelegt und die 30 Cr2-Dateien hineinkopiert. Wenn man dieses Verzeichnis nun in DPP öffnet, sieht man die Fotos als Miniaturbilder.

Digital Photo ProfessionalZunächst wähle ich mit dem Button „Alles Markieren“ alle Bilder aus und starte dann über das Menü „Extras“ (oder Alt+Q wie quick) das Schnellüberprüfungs-Werkzeug. Mit ihm kann man jedem Foto eine (Bewertungs-)Nummer von 1 bis 3 („Häkchen“) zuteilen. Bei großen Serien wie z.B. Konzertfotos vergebe ich 1 für die besten Bilder und 2 für noch brauchbare Fotos. Mit 3 kennzeichne ich alle Bilder, die ich im nächsten Schritt löschen möchte, weil sie unscharf oder verwackelt sind, etc. Bei kleineren Serien wie z.B. diesen 30 Fotos vom Segelschiff spare ich mir gewöhnlich die Vergabe der Häkchen 1 und 2 und kennzeichne nur die auszusortierenden Fotos mit der Nummer 3.

Nach Markierung der zu löschenden Fotos schließe ich das Schnellüberprüfungs-Werkzeug mit dem OK-Button. Im Menü Bearbeiten findet man den Eintrag „Nur Häkchen3 Bilder auswählen“, so dass nur die zu löschenden Bilder markiert sind. Mit „Löschen“ im Datei-Menü (oder der „Entf“-Taste) lassen sich die unbrauchbaren Bilder dann einfach aus den Miniaturen und von der Festplatte entfernen.

Digital Photo ProfessionalNach dem Aussortieren der unbrauchbaren Fotos werden die noch verbliebenen Bilder nun wieder mit dem Button „Alles markieren“ ausgewählt, und mit dem Button „Werkzeug“ wird die Werkzeugpalette angezeigt. Bevor ich die Bilder im Einzelnen behandele, kann ich hier für alle ausgewählten Bilder gemeinsam z.B. den Kontrast von -1 auf 1 erhöhen, was mir bei diesen Bildern sinnvoll erscheint, da es ja ein recht trüber Tag war.

Ich könnte z.B. auch den Weißabgleich für alle Fotos auf einen bestimmten Wert stellen, aber hier ist er ja ganz okay auf „Aufnahme-Einstellungen“. Dank Raw sind alle diese Änderungen verlustfrei und auch jederzeit wieder zurücknehmbar.

Digital Photo ProfessionalNun geht es an die individuelle Bearbeitung jedes einzelnen Fotos. Was kompliziert und zeitaufwändig klingt, ist aber auch recht schnell erledigt. Zunächst wieder alle Bilder markieren (auswählen) und dann den Button „Bearbeit.-Fenster“ drücken. In der linken Spalte sieht man die Miniaturansichten der ins Bearbeitungsfenster übernommenen Bilder, die sich mit dem entsprechenden Button ein- und ausschalten lassen. Das Werkzeug-Fenster muss nun eingeblendet werden. Auch empfiehlt es sich, im Menü „Ansicht“ die Funktionen „Lichter“ und „Schatten“ auszuwählen, damit man eine sichere Kontrolle hat, welche Bereiche des Bildes ‚abgesoffen‘ (also komplett schwarz) bzw. ausgebrannt (also komplett weiss) sind. Unter Extras-Einstellungen kann man übrigens festlegen, wie groß die Bereiche für die Lichter/Schatten-Warnung sein sollen. Ich habe gewöhnlich eingestellt, dass mir die Helligkeitswerte 0 bis 2 als Schatten in blau angezeigt werden, während die Werte 253 bis 255 als Lichter in rot erscheinen.

Das Beispielfoto zeigt, dass hier große Teile des Motivs ausgebrannt, also überbelichtet, sind. Aber über die beiden Regler Helligkeit und Kontrast lässt sich dies noch gut korrigieren.

Digital Photo ProfessionalEinfach den Kontrast (wieder) auf -1 gestellt und die Helligkeit um eine halbe Blende reduziert, und schon ist die komplette Nabe des Steuerrades korrekt wiedergegeben. Nur im weißen Himmel des Hintergrunds bleiben ausgefressene Bereiche übrig, was dort aber nicht schlimm ist.

Mit den Buttons „Voriges Bild“ und „Nächstes Bild“ – oder über die Miniaturansichten am linken Bildrand – holt man sich nun jedes Bild in die Bearbeitungs-Ansicht und schiebt den Helligkeitsregler so, dass möglichst wenig rote bzw. blaue Bereiche zu sehen sind. Einige Spitzlichter dürfen ruhig ausgebrannt sein, und einige der dunkelsten Schattenpartien dürfen ruhig schwarz sein. Aber es sollte sich möglichst auf kleine Flecken beschränken.

Wenn es keine passende Helligkeitseinstellung gibt, dann kann man den Kontrast wieder etwas zurücknehmen. Die allermeisten Fotos lassen sich mit diesen beiden Reglern schon recht gut korrigieren, ohne Einarbeitung in die höheren Weihen der Steuerung über Raw- und RGB-Histogramm, die DPP für den fortgeschrittenen Benutzer ebenfalls anbietet.

Digital Photo ProfessionalIm Menü Extras erreicht man das Bildausschnitt-Werkzeug (oder mit Alt+C wie „Crop“), das sich bei diesem Motiv anbietet. Einfach das gewünschte Seitenverhältnis einstellen (hier 2:3 für Hochformat), sofern man den Beschnitt im gleichen Seitenformat haben möchte wie die sonstigen Bilder. Und dann kann man den Auswahlbereich durch Ziehen und Schieben bestimmen. Zwar hat das daraus erzeugte Jpg dann weniger Pixel, aber der neue Bildausschnitt betont das Motiv umso besser.

All diese Korrekturen lesen sich hier zwar vielleicht etwas langatmig, aber schon mit ein wenig Übung sind sie in wenigen Sekunden pro Bild gemacht. Als Ergebnis erhält man dann im Endergebnis optimierte Jpg-Dateien, während Jpg-Dateien direkt aus der Kamera entweder zufällig genau richtig oder – wahrscheinlicher – mehr oder weniger falsch belichtet sind. Und man hat sich seine Fotos schonmal gründlich angeschaut – bei manchen Serien vermutlich zum letzten Mal für Jahre.

Digital Photo ProfessionalWenn alle Bilder bearbeitet sind, geht’s mit dem entsprechenden Button zurück ins Hauptfenster. In der dortigen Miniaturansicht kann man gut sehen, dass die meisten Bilder in der Belichtung korrigiert wurden. Auch eventuell vorgenommene Ausschnitte werden deutlich angezeigt.

Bevor es nun ans Konvertieren der Raw-Bilder in Jpg-Dateien geht, speichere ich zunächst einmal die Raw-Änderungen. Dafür gibt es wie üblich im Datei-Menü mehrere Optionen. Oder – so habe ich es mir angewöhnt – ich klicke einfach in der Ordneransicht auf ein benachbartes Verzeichnis, dann fragt mich DPP, ob ich die geänderten Bearbeitungen in den Raw-Dateien speichern möchte. „Ja, alle“!

Digital Photo ProfessionalDer letzte Schritt in DPP ist die Konvertierung, also die Erzeugung von Jpg-Dateien aus den Cr2-Rawfotos. Dafür werden wieder alle Fotos ausgewählt und dann ganz rechts im Hauptfenster auf den Button „Batch-Verarbeitung“ geklickt. Es öffnet sich ein Dialogfenster, das in einer Spalte links die ausgewählten Dateien anzeigt.

Oben sollte man festlegen, wo die Jpgs gespeichert werden sollen – hier stelle ich den gleichen Ordner ein, in dem auch die Cr2-Dateien liegen, also „09-02-24 Bremerhaven, Segelschiff Seute Deern“.

Als Qualität reicht mir die Einstellung „Exif-JPEG“ auf Stufe 7, was je nach Motiv immer noch Jpg-Dateien von 1-2 Megabyte Größe (bei meiner 8-Megapixel-Kamera 20D) ergibt. Wer sich nicht so sicher ist, ob ihm die Qualität reicht, kann auch mit Stufe 8 konvertieren – allerdings sind die Dateien dann schon deutlich größer. Da ich die Raw-Dateien ja mit archiviere, kann ich im Bedarfsfall später immer noch einzelne Fotos als Tiff oder als Jpg höherer Qualität neu konvertieren lassen, so dass mir gewöhnlich Stufe 7 reicht.

Als Dateinamen lasse ich „Aktueller Dateiname“ voreingestellt. Grund: Wenn IMG_1607.CR2 und IMG_1607.JPG im gleichen Verzeichnis liegen, erkennt DPP daran, dass es sich um das gleiche Foto handelt und stellt es nur als eine Miniatur dar (aber gekennzeichnet als R+J).

Die Konvertierung läuft dann vollautomatisch und dauert ein paar Minuten. Am Ende aller Mühen steht dann eine Erfolgsmeldung, dass (in diesem Bespiel) 30 Bilder konvertiert wurden und 0 Fehlermeldungen aufgetreten sind.

Weiter geht es mit Schritt drei: Stichwörter vergeben.

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Mein Arbeitsablauf

Von der Speicherkarte bis aufs Backup: Mein Arbeitsablauf

Auf dieser Seite zeige ich die verschiedenen Stationen, die meine Fotos von der digitalen Spiegelreflexkamera bis auf das Backup durchlaufen. Es ist meine persönliche Arbeitsweise, wie sie sich in den letzten Jahren für mich als praktisch herausgestellt hat. Wo ich es für sinnvoll erachte, zeige ich aber auch Alternativen auf. Eure Vorschläge oder Fragen hierzu könnt Ihr gerne am Ende der Seite in den Leserkommentaren ergänzen.

Wo möglich, verwende ich Software, die kostenfrei erhältlich ist, und die möglichst zukunftssichere Ergebnisse bringt. Schon die Hardware unseres Hobbys kostet mehr als genug; da gebe ich ungern noch Geld für Backup-Software, für ultramegaprofessionelle Raw-Konverter, etc. aus. Hier also meine Vorschläge für den Weg der Bilder durch den Computer. Mein derzeitiger Arbeitsablauf – oder wie man neumodisch sagt: Mein digitaler Werksfloh (englisch Workflow). :-)

Wie man sieht, gliedert sich der Ablauf im Wesentlichen in folgende 4 Schritte:

  • Import der Raw-Dateien
  • Sortieren, Bearbeiten, Konvertieren
  • Stichwörter vergeben
  • Sicherungskopie (Backup)

Die vier Arbeitsschritte wurden auf 4 einzelne Seiten verteilt, damit die Beschreibung nicht so ellenlang ist. Man kann die einzelnen Teile nun auch bequem über das Navigationsmenü öffnen.

Hier geht es nun zum ersten Schritt, dem Import der Raw-Dateien.

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