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Morgen: Lochkamera-Tag

Morgen ist internationaler Lochkamera-Tag. Wer eine (analoge) Lochkamera hat (es reicht ein selbstgebasteltes Schuhkarton-Modell), kann mitmachen:

www.pinholeday.org

Ich werde wohl mal meine Digitalkamera mit Lochblende mitnehmen (und kleines Stativ bzw. Kirschkernkissen zur Kameraruhigstellung) und damit „linsenfreie“ Digitalfotos erstellen. Digitale Lochkamera ist zwar nicht unbedingt gewünscht, aber mal meinen Arbeitstag damit dokumentieren finde ich trotzdem eine witzige Idee. Und es macht Reklame unter den Kollegen für den Pinhole Day.

Wenn was Gescheites dabei herauskommt, zeige ich es natürlich hier im Fotokurs.

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Panorama: Hamburg, Levantehaus

Und wieder ein Panorama aus dem Karnevalsfluchturlaub. Und noch immer nicht das letzte Motiv. Diesmal habe ich das Levantehaus abgelichtet – eine exklusive Einkaufspassage. Der Standort bietet sich wirklich für ein 360-Grad-Panorama an, weil man nur so die Tierfiguren am Durchlass zur ersten Etage komplett in Szene setzen kann.

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Hamburg Hauptbahnhof, Geisterzug

Noch ein Panorama von unserer Karnevalsflucht. Man sieht den Hamburger Hauptbahnhof. Ich habe es als HDR aufgenommen (also von jedem der 38 verschiedenen Bildpositionen 3 Aufnahmen mit 0, +2 und -2 Blendenstufen). Dadurch sieht man sowohl noch die hellen Fenstergitter als auch noch das Muster der dunklen Dachbereiche.

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Begegnung zweier Züge

Zur Abwechslung mal ein kleiner Artikel zum Thema Bahnfotos. Auf dem folgenden Bild sieht man eine Diesellok der HGK (Häfen und Güterverkehr Köln AG) und einen Niederflur-Stadtbahnzug der KVB (Kölner Verkehrs-Betriebe AG). Die „untere Etage“ dieses Bildes fahre ich selber öfters, meist als Linie 7, manchmal auch als Linie 1 – beide verkehren an dieser Stelle kurz vor der Einfahrt in die Haltestelle Moltkestraße (Richtung Neumarkt).

KVB und HGKZwei sich während der Fahrt begegnende Züge sind natürlich nicht ganz einfach gemeinsam zu fotografieren. Wenn unten gerade eine Stadtbahn kommt, ist oben auf der Brücke garantiert nichts los – und umgekehrt.

Natürlich kann man sich dagegen im Digitalzeitalter ganz einfach behelfen: Stativ aufbauen und aus unveränderter Perspektive mehrere Stadtbahnen und mehrere Loks bzw. Züge fotografieren. Dann das hübscheste Bildpaar auswählen, mit dem Lasso (z.B. in Gimp) den oberen Brückenteil samt Lok aus dem einen Bild auswählen und in das zweite Bild mit der Stadtbahn einfügen. Sichtbare Kanten kann man hier gut vermeiden, indem das eingefügte Stück die gesamte Bildbreite einnimmt und bis zum oberen Bildrand geht. Die untere Kante (knapp unter dem Brückengeländer) kann man dann mit sanft eingestellter Radiergummi-Funktion unsichtbar machen.

Hier die beiden Ausgangsfotos – ausgewählt aus über 40 Einzelaufnahmen diverser Bahnen und Züge:

Wie man sieht, ist wirklich keine komplizierte Retusche nötig, wenn beide Bilder den gleichen Bildausschnitt zeigen. Lediglich ein paar geringe Anpassungen der Belichtung waren angebracht, weil sich an diesem wechselhaften Tag das Licht minütlich änderte.

PS: In meinem Zweitblog „Rolandroids Allerlei“ zeige ich in der Kategorie „Bahn und Wahn“ noch eine Variante dieser Montage. Dafür wurde die Deckkraft des Diesellok-Bildteils einfach auf 25% gesetzt: HGK-Dieselloks mit Stealth-Modus.

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Fotos ohne Linse

Kann man Fotos ganz ohne Objektiv bzw. Linse machen? Aber natürlich! Eine Möglichkeit ist die Lochkamera. (Eine andere wären Fotogramme, aber das ist hier nicht das Thema.) Für Kameras mit Wechselobjektiven kann man sich aus einem Objektivdeckel eine passende Lochblende basteln, oder man kann diese käuflich erwerben. Ich habe mich für letzteres entschieden und besitze nun eine „Rising Pinhole Wide“ für meine Canon-EOS-Kameras. Vorteil dieser „Weitwinkel“-Version gegenüber den Selbstbastellösungen (mit angestochener Alufolie auf dem durchbohrten Objektivdeckel) ist, dass das Loch etwas näher an dem Sensor bzw. der Filmebene sitzt, was einen größeren Bildwinkel ergibt. Dennoch kann man gerade bei APS-C-Sensoren nicht wirklich von Weitwinkel sprechen. Es ist eher ein leichtes Tele.

Richtig Spaß macht die Pinhole-Fotografie eigentlich erst mit großen Filmformaten, aber für ein paar Experimente ist auch die Lochblende an der 60D okay. Der größte Vorteil ist natürlich, dass man im LiveView-Modus einen ordentlichen Blick auf das Motiv hat (also keinen viel zu dunklen Sucher) und dass die Kamera die richtige Belichtung problemlos ermittelt, während man bei Schuhkarton-Lochkameras und anderen Selbstbaulösungen vermutlich eine Menge experimentieren muss, um zu vorzeigbaren Ergebnissen zu gelangen.

Schärfe darf man bei der digitalen Spiegelreflex-Lochkamerafotografie allerdings nicht wirklich erwarten. Wenn das Loch noch kleiner wäre als die angegebenen 0,22mm, wäre es zwar theoretisch schärfer. Aber die Belichtungszeiten würden noch länger (ohnehin ist Stativ Pflicht, außer bei den rauschigen Bildern, wo ich auf ISO 6400 geschaltet habe). Und vor allem würden die Unschärfen durch Beugung noch stärker zunehmen.

Interessant ist jedoch, dass die (Un-)Schärfe gleichmäßig von vorne bis hinten reicht. Es gibt keine Fokussierung, also auch keine Ebene, auf die man scharf stellen könnte. Wenn man bei einem herkömmlichen Objektiv mit kleinster Blende arbeitet (größter Blendenzahl), dann hat man diesen Effekt riesengroßer Schärfentiefe ja auch schon in gewissem Maße. Bei der Lochkamera ist die Blende noch ein Stück kleiner, und damit entfällt die Scharfstellung ganz. Ungewöhnlich, aber logisch.

Hier nun die fotografische Ausbeute eines kleinen Spaziergangs durch unser Dorf in der Spätnachmittagssonne:

Und wenn schon Fotos, die künstlich (auch durch den Farbstich bei der Raw-Bearbeitung) auf „alt“ getrimmt wurden, dann benötigt so ein Bild natürlich auch noch eine falsche „alte“ Vignettierung (Ecken-Abdunklung), eine leichte Struktur im falschen Fotopapier und einen falschen klassischen Goldrahmen. ;-) Das erschreckende Ergebnis sieht dann so aus: