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Meine Bilder vom Lochkamera-Tag

Betriebshof Wesseling (KVB, HGK, ehem. KBE)Den gestrigen „Pinhole Day“ habe ich größtenteils auf der Arbeit verbracht – als Stadtbahnfahrer in Köln und Bonn und dazwischen. Diesmal allerdings begleitet von meiner EOS 60D mit Lochblenden-Deckel statt Objektiv.

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Morgen: Lochkamera-Tag

Morgen ist internationaler Lochkamera-Tag. Wer eine (analoge) Lochkamera hat (es reicht ein selbstgebasteltes Schuhkarton-Modell), kann mitmachen:

www.pinholeday.org

Ich werde wohl mal meine Digitalkamera mit Lochblende mitnehmen (und kleines Stativ bzw. Kirschkernkissen zur Kameraruhigstellung) und damit „linsenfreie“ Digitalfotos erstellen. Digitale Lochkamera ist zwar nicht unbedingt gewünscht, aber mal meinen Arbeitstag damit dokumentieren finde ich trotzdem eine witzige Idee. Und es macht Reklame unter den Kollegen für den Pinhole Day.

Wenn was Gescheites dabei herauskommt, zeige ich es natürlich hier im Fotokurs.

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Winterspaziergang mit Glaskugel

Glaskugel am UferMeine Glaskugel habe ich ja schon öfters für Gebäude verwendet. Aber auch Aufnahmen der (abgesägten) Natur sehen mit Glaskugel ganz nett aus, wie dieses Foto „beweist“, das ich im Dezember an der Steinbachtalsperre (bei Euskirchen) aufgenommen habe.

Um den Hintergrund (und hier auch den Vordergrund) in Unschärfe abzubilden, sollte man die Vollautomatik abschalten und eine möglichst offene Blende (kleine Blendenzahl, große Blende) manuell einstellen. Zeitautomatik ist hier also ganz praktisch.

Das Herabrollen der Kugel wurde mit einem kleinen Zweig verhindert. Es war nämlich gerade kein Frosch in der Nähe, der mir für einen Kuss die Kugel wieder aus dem Wasser gezogen hätte. ;-)

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Fotos ohne Linse

Kann man Fotos ganz ohne Objektiv bzw. Linse machen? Aber natürlich! Eine Möglichkeit ist die Lochkamera. (Eine andere wären Fotogramme, aber das ist hier nicht das Thema.) Für Kameras mit Wechselobjektiven kann man sich aus einem Objektivdeckel eine passende Lochblende basteln, oder man kann diese käuflich erwerben. Ich habe mich für letzteres entschieden und besitze nun eine „Rising Pinhole Wide“ für meine Canon-EOS-Kameras. Vorteil dieser „Weitwinkel“-Version gegenüber den Selbstbastellösungen (mit angestochener Alufolie auf dem durchbohrten Objektivdeckel) ist, dass das Loch etwas näher an dem Sensor bzw. der Filmebene sitzt, was einen größeren Bildwinkel ergibt. Dennoch kann man gerade bei APS-C-Sensoren nicht wirklich von Weitwinkel sprechen. Es ist eher ein leichtes Tele.

Richtig Spaß macht die Pinhole-Fotografie eigentlich erst mit großen Filmformaten, aber für ein paar Experimente ist auch die Lochblende an der 60D okay. Der größte Vorteil ist natürlich, dass man im LiveView-Modus einen ordentlichen Blick auf das Motiv hat (also keinen viel zu dunklen Sucher) und dass die Kamera die richtige Belichtung problemlos ermittelt, während man bei Schuhkarton-Lochkameras und anderen Selbstbaulösungen vermutlich eine Menge experimentieren muss, um zu vorzeigbaren Ergebnissen zu gelangen.

Schärfe darf man bei der digitalen Spiegelreflex-Lochkamerafotografie allerdings nicht wirklich erwarten. Wenn das Loch noch kleiner wäre als die angegebenen 0,22mm, wäre es zwar theoretisch schärfer. Aber die Belichtungszeiten würden noch länger (ohnehin ist Stativ Pflicht, außer bei den rauschigen Bildern, wo ich auf ISO 6400 geschaltet habe). Und vor allem würden die Unschärfen durch Beugung noch stärker zunehmen.

Interessant ist jedoch, dass die (Un-)Schärfe gleichmäßig von vorne bis hinten reicht. Es gibt keine Fokussierung, also auch keine Ebene, auf die man scharf stellen könnte. Wenn man bei einem herkömmlichen Objektiv mit kleinster Blende arbeitet (größter Blendenzahl), dann hat man diesen Effekt riesengroßer Schärfentiefe ja auch schon in gewissem Maße. Bei der Lochkamera ist die Blende noch ein Stück kleiner, und damit entfällt die Scharfstellung ganz. Ungewöhnlich, aber logisch.

Hier nun die fotografische Ausbeute eines kleinen Spaziergangs durch unser Dorf in der Spätnachmittagssonne:

Und wenn schon Fotos, die künstlich (auch durch den Farbstich bei der Raw-Bearbeitung) auf „alt“ getrimmt wurden, dann benötigt so ein Bild natürlich auch noch eine falsche „alte“ Vignettierung (Ecken-Abdunklung), eine leichte Struktur im falschen Fotopapier und einen falschen klassischen Goldrahmen. ;-) Das erschreckende Ergebnis sieht dann so aus:

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Makro-Zwischenringe

Makro-Zwischenringe gibt es für einen zweistelligen Euro-Betrag als 3er-Set auch in „Automatik“-Version für Canon EOS (also mit Blenden- und eingeschränkter Autofokus-Steuerung). Sie sind nichts anderes als „Abstandshalter“ ohne eigene Linsen. Durch die vergrößerte Bildweite wird die Gegenstandsweite kleiner, man kann also näher ran beim Fotografieren und erschließt so mit einem ’normalen‘ Objektiv auch den Makro-Bereich.

Doch wie nah kommt man damit an das Motiv heran? Also wie groß lässt sich das Motiv abbilden? Diese Fragen möchte ich in diesem Artikel beantworten. Nicht mit Frontlinsenabstand in Millimetern und mit Abbildungsgrößen-Faktoren. Sondern anschaulich; mit einem Motiv, das jeder schonmal gesehen hat. So kann man sich leicht vorstellen, wie stark die Vergrößerung wirklich ist. Alle Fotos entstanden mit einem Canon-50mm-Objektiv (Festbrennweite) an einer Digitalkamera mit APS-C-Sensorgröße (Cropfaktor 1,6). Zunächst der Vergleich, wie nah man ohne Zwischenring bzw. mit jeweils einem Zwischenring (13, 21 oder 31mm Dicke) an das Motiv herankommt:

Doch natürlich lassen sich die Zwischenringe auch kombinieren. Jeweils 2 Stück oder sogar alle 3 zusammen:

So erreicht man schon recht beachtliche Abbildungsmaßstäbe, auch ganz ohne Makro-Objektiv. Allerdings wird es dann bei 50mm Objektivbrennweite schon recht schwierig mit der Beleuchtung, weil die Frontlinse sehr nah am Motiv ist (zumal Zwischenringe generell Licht kosten). Doch für diese Testfotoreihe hat der Deckenblitz noch einigermaßen gereicht.

Die Testfotos sind allesamt mit originalem Bildausschnitt wiedergegeben, und es wurde jeweils „so nah wie möglich“ an das Motiv herangegangen. Alle Bilder entstanden mit Blende 11 und 1/250 Sekunde Belichtungszeit und automatischem Aufsteckblitz, der gegen die Decke gerichtet war. Trotz starkem Abblenden ist die Schärfentiefe ziemlich gering; ein bekanntes Problem in der Makrofotografie bei höheren Abbildungsmaßstäben. Im fotografischen Alltag (Ausflüge und Wanderungen) werde ich daher den dicksten Ring nicht in der stets überfüllten Fototasche haben und mit mit den beiden dünneren Zwischenringen auf 13, 21 und 34mm Auszugsverlängerung beschränken.