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Buchtipp: Kreativer fotografieren (Almut Adler)

kreativerfotografieren-almutadler-coverDie erste Buchbesprechung unter dem neuen Menüpunkt Buch und Heft befasst sich mit dem Buch Kreativer fotografieren von Almut Adler, erschienen 2012 im humboldt Verlag und „gedruckt auf Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft“. Auf etwa 240 meist farbigen Seiten gibt es eine Menge Interessantes zu entdecken.

Der obige Link zur Verlagsseite des Buches führt auch zu einer Leseprobe als Pdf, in der man das komplette Inhaltsverzeichnis und die ersten Abschnitte des Themenschwerpunktes „Technik und Kreativität“ nachlesen kann (bis Seite 26).

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Editorial November 2010

Liebe Leser meines Fotokurses,

bereits im April hatte ich einen 3D-Betrachter empfohlen; auch diesmal geht es um das Thema 3D. Anlass ist ein Angebot von Aldi Süd gerade jetzt, in der ersten Novemberwoche 2010. Dort wird für sensationell günstige 2,99 Euro ein 3D-Bilderbuch für Kinder verkauft, das ein gar nicht mal so schlechtes Stereoskop mitbringt. Es gibt 6 verschiedene Themen, darunter Ozeane, Dinosaurier, gefährliche Tiere etc, aber hier geht es ja nicht um die Inhalte, sondern die 3D-Linsen. Alle Bücher sind gleich aufgebaut, und in ihrem Deckel ist ein Stereoskop integriert, das sich natürlich mit Messer oder Schere auch abtrennen lässt, um es ohne das Buch nutzen zu können.

Also auf zu Aldi Süd und Stereoskope kaufen! So günstig bekommt man sonst kaum einen Einstieg in diese Materie.

Hier noch ein paar technische Daten, beispielsweise um passende eigene Stereokarten zu drucken (kann man mit dem kostenlosen Programm StereoPhoto Maker machen): Der Linsenmittenabstand beträgt 65mm und der Fotomittenabstand 60mm; Breite des Doppelbildes 120mm.

Die Holmes-Karten, die ich mir bisher für das OWL-Stereoskop aus dem Buch „A Village Lost and Found“ habe drucken lassen (Fotoformat 10×15), sind also leider zu breit hierfür. Auf 9×13 könnte es aber gut passen. Dies werde ich testen, bevor ich das erste Mal Stereokarten samt 3-Euro-Stereoskop verschenke. Vermutlich kauf ich noch 10 von den Büchern genau für diesen Zweck…

Und, Smartphonebesitzer aufgepasst: Der Viewer eignet sich gut als Stereoskop für das Smartphone. Mit meinem Motorola Milestone funktioniert es; dessen Bildschirm ist 8cm breit. Also sollte es auch mit iPhone & Co funktionieren. Ich kann jedenfalls damit Youtube-3d-Videos schauen, sofern diese als Parallelvideo gespeichert sind und nicht im Kreuzblick-Format. Und Parallelblick-Fotos lassen sich sowieso darstellen, und davon gibts ja Tausende im Netz. Ein netter Gag ist das allemal, 3D auf dem Smartphone. Und die Farben sind besser als in Anaglyphendarstellung.

Daher also mein Kauftipp. Jedoch müsst Ihr schnell sein; die 3D-Bilderbücher sind bestimmt nicht lange im Aldi-Sortiment.

Dreidimensionale Grüße, Euer Roland

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Editorial April 2010

Liebe Freunde der Fotografie,

meine Empfehlung aus dem ersten Editorial ist wohl mittlerweile erledigt, aber auch diesmal soll es um das Thema 3D-Betrachter gehen. Denn die Anaglyphen mit den zweifarbigen Brillen sind bekanntlich nicht jedermanns Sache. Wer seine 3D-Fotos mit den richtigen Farben sehen möchte, interessiert sich vielleicht für den folgenden Tipp:

Man kann seine Fotos im Format einer Stereokarte ausdrucken bzw. drucken lassen. Auch darin unterstützt einen das hier im Fotokurs vorgestellte Programm StereoPhoto Maker. Um diese Stereofotos zu betrachten, braucht man (sofern man nicht den sogenannten Parallelblick beherrscht) einen Stereobetrachter, auch Stereoskop genannt.

Buch und Stereoskop
Buch und Stereoskop

Für knapp 30 Euro kann man z.B. bei Amazon.de das englischsprachige Buch A Village Lost and Found bestellen, dem ein gutes Stereoskop beiliegt. Wie man auf dem (durch Anklicken vergrößerbaren) Foto sehen kann, wird es in einen stabilen Schuber geliefert, der außer dem großen Buch auch eine Kassette enthält, in der das Stereoskop liegt. Mit wenigen Handgriffen lässt es sich flach zusammenlegen bzw. wieder betriebsfertig aufbauen.

Inhalt des Buches ist eine etwa 150 Jahre alte Serie von Stereofotos einer ländlichen Idylle. Der Ort Hinton Waldrist in England wurde von dem Fotografen T. R. Williams ausführlich portraitiert. Wenn man bedenkt, dass die Fotografie damals noch eine sehr junge Disziplin war, kann man nur staunen, zu welchen Ergebnissen es der Fotograf mit seinen Stereokarten gebracht hat, die großenteils handkoloriert verkauft wurden.

Autor Brian May (ja, genau DER Brian May) und seine Co-Autorin Elena Vidal haben mit detektivischem Spürsinn viele interessante Details zu T. R. Williams und seiner bedeutsamen Fotoserie herausgefunden. So war lange Zeit nicht einmal bekannt, in welchem Ort die Fotos aufgenommen waren. Sofern sich ein Vergleich zur heutigen Bebauung in diesem Ort anbietet, werden auch moderne Stereobildpaare gezeigt, wie man auf der aufgeschlagenen Seite gut erkennen kann.

Das Buch und auch das sonstige „Zubehör“ machen einen hochwertig verarbeiteten Eindruck. Zwar kann man den Viewer auch einzeln bei der LondonStereoscopic Company bestellen, aber mit Auslandsporto kommt man auf einen ähnlichen Preis und hat dann nur das Stereoskop ohne das schicke Buch. Daher empfehle ich die Bestellung des Buches (samt Stereoskop) bei Amazon.de oder bei einem Buchhändler Deines Vertrauens, falls der dieses englische Buch ebenfalls für ca. 30 Euro liefern kann.

Falls das Thema auf erkennbares Interesse stößt, werde ich vielleicht mal einen Artikel über verschiedene Stereoskope und das Drucken von eigenen Stereokarten schreiben. Aber dafür müsste ich erst mal selber welche drucken. Sobald ich mit „A Village Lost and Found“ durch bin, werde ich mich daran machen, den Stereo-Viewer mit eigenem Bildmaterial zu testen.

Herzliche Grüße, Euer Roland