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Umbauvorschlag für den Kölner Dom

Hier meine zweite HDR-Bearbeitung (diesmal „Enhancer Standard“), nachdem ich ja die Grundlagen und Version 1 des Mahnmals St. Nikolai Hamburg bereits im vorigen Artikel angesprochen hatte.

HDR, Mahnmal St. Nikolai HamburgDa der Turm nur knapp 10 Meter niedriger ist als der Kölner Dom, schlage ich die Neugestaltung der ehemaligen Hamburger Hauptkirche auch für Köln vor. Es würde die Unterhaltskosten des Kölner Domes massiv senken, wenn man nur 1 Turm stehen lassen würde. Auch gäbe es mehr Platz für Skater und Junkies. Die Glocken könnte man ähnlich wie hier befestigen, so dass sie auch einem größeren Publikum zugänglich wären. Und überhaupt ist ein Mahnmal für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945 wichtiger und bedeutender als eine Kirche, die ohnehin fast nur noch touristisch genutzt wird.

Wenn Euch der Vorschlag gefällt (oder falls es tatsächlich Gegenargumente gibt), dann schreibt dies doch in den Kommentaren. Ab 10.000 Kommentaren schicke ich je einen Ausdruck der Seite an die Kölner Stadtverwaltung und an die Dompropstei oder wie das heißt.

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HDR mit Photomatix

Bei unserem Pfingstausflug nach Hamburg kamen wir abends (gegen Ende der „blauen Stunde“) am Mahnmal St. Nikolai vorbei. Also Stativ aufgebaut und einige Belichtungsreihen für späterere HDR-Bearbeitungen gemacht.

Mahnmal St. Nikolai, HamburgVorhin habe ich dann nach langer Zeit mal wieder Photomatix installiert – die kostenlose Testversion von Photomatix Pro 4. Die erste Belichtungsreihe, die man hier sieht, besteht aus 3 Aufnahmen im Abstand von je 2 Blendenstufen (-2, 0, +2).

Gut gefällt mir an der neuen Version von Photomatix, dass es einige brauchbare Presets mit Vorschaubildern anbietet. So kommt man schnell zu interessanten Ergebnissen. Für dieses Foto kam die Voreinstellung „Enhancer S/W“ zum Einsatz.

Mit dem Drehtrick habe ich dann noch in Gimp das Wasserzeichen der Testversion rückstandslos entfernt. Danach leichte abschließende Tonwertkorrektur und Reduzierung der stürzenden Linien. Fertig ist obenstehendes Bild. Die weiteren HDRs zeige ich vielleicht bei Gelegenheit. Dann vielleicht auch mal bunt, schrill, grell – damit man auch aus 500m Entfernung schon sieht, dass es ein HDR ist…

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Fotogalerie: Trickfotos

Trickbilder, Fotomontagen und sonstige Bildbearbeitungstechniken

Normale Tonwertkorrekturen und das übliche Verkleinern, Nachschärfen, etc. mache ich natürlich mit jedem Bild, das ich hier zeige. Auch Perspektiv-Korrekturen oder Umwandlungen zum Schwarzweiss-Foto sind ganz einfache Schritte, um die es hier in der Rubrik nicht geht. Aber manche Bilder erfordern einen höheren Nachbearbeitungs-Aufwand und spezielle Bildbearbeitungs-Techniken. Ob nun Fotomontage, HDR bzw. DRI, digitale Doppelbelichtungen oder was sonst noch kommen mag: Hier in dieser Rubrik werden diese Bilder gesammelt.

Ganz große Modellbahnanlage

EBV-Simulation geringer Schärfentiefe
2003, C-3000 Zoom

Das Foto wurde 2003 aus einem Heißluftballon aufgenommen, und erst 5 Jahre später habe ich das recht nichtssagende Luftbild herausgekramt, um damit eine Fake Tilt and Shift-Bearbeitung zu testen.

Mit PhotoImpact wurde hierzu ein Schärfeverlauf angelegt, um es durch die künstlich reduzierte Schärfentiefe wie eine „Modellbahn-Aufnahme“ aussehen zu lassen. Auch wurde Beleuchtung und Farbsättigung verändert, um die Landschaft „künstlicher“ erscheinen zu lassen.

Wäre ein Dorf dieser Größe auf einer richtigen Modellbahnanlage, dann wäre der Bildausschnitt nicht im Makrobereich, sondern so groß, dass es nicht zu so einem starken Unschärfeverlauf kommen würde. Wenn man es aber nicht so stark übertreibt mit dem „Fake Tilt/Shift“, dann erzielt es die gewünschte Wirkung nicht. Und es geht hierbei ja um die Bildwirkung und nicht um die physikalische Korrektheit.

Flugboot-Zauberwürfel

Zauberwürfel mit Motiven der Do-24 ATT
2006, EOS 20D

In der FotoCommunity gibt es eine Rubrik mit vielen Zauberwürfel-Fotos, die künstlich in Photoshop erzeugt wurden. Da ich aber bereits vor einiger Zeit einmal etliche echte Zauberwürfel fotografiert hatte, habe ich einige Experimente gemacht, einen solchen echten Zauberwürfel am Rechner (mit PhotoImpact) mit anderen Motiven zu ‚bekleben‘. Im Gegensatz zu der Photoshop-Aktion, die sonst verwendet wurde, gab es hier daher auch die Möglichkeit, einen zerlegten Würfel als Basis zu nehmen, was den Unterschied besonders deutlich macht.

Das Bild zeigt das berühmte Flugboot Dornier Do-24 ATT ‚im Wasser, zu Lande und in der Luft‘. Die Fotomontage entstand ausschließlich aus Bildern, die bereits auf meiner Homepage zu finden sind: Würfel, Köln, Frankfurt, Egelsbach.

Zu diesem Foto gibt es eine Bildbesprechung im Fotografie-Diskussionsforum auf http://www.traumflieger.de. Und ich habe es in der FotoCommunity ausgestellt, wo es ebenfalls kommentiert werden kann.

Arbeitsplatz eines Kreativen

Arbeitsplatz im HDR-Fisheye-Look
2007, EOS 20D

Das Bild zeigt den „Geburtsort“ von Rolands Fotokurs und von allen anderen jüngeren Updates meiner Homepages.

Das Foto ist mein erstes echtes HDR, das aus mehreren verschieden lang belichteten Einzelbildern zusammengesetzt wurde (mit Photomatix). In der Zeitschrift DOCMA 4/06 stand ein Artikel über kreative Verfremdungen mittels HDR. Auch dort diente der „Arbeitsplatz eines Kreativen“ als Beispiel. Es ging hierbei nicht darum, eine natürliche Wiedergabe zu erreichen, sondern eher einen leicht comic-artigen (?) Verfremdungseffekt herbeizuführen. In der Einleitung des Artikels hieß es über DRI-Techniken wie HDR: „Man kann damit auch schrille Bilderwelten erschaffen. Zum Beispiel Bilder mit einem Look, der irgendwo zwischen Fotografie und hyperrealistischer Malerei angesiedelt ist.“

Das Bild entstand also in recht enger Anlehnung an die Vorgehensweise in dem Artikel. Da ich jedoch kein Fisheye-Objektiv habe (was ich bei dem Originalfoto sehr passend fand), habe ich stattdessen die Linsenverzeichnungs-Korrekturfunktion von PhotoImpact bis zum Anschlag überdreht.

Zu diesem Foto gibt es eine kleine Bildbesprechung im Fotografie-Diskussionsforum auf http://www.traumflieger.de. Dort findet man auch zum Vergleich eines der ’normalen‘ Fotos, aus denen das Fisheye-HDR erzeugt wurde. Und dort kann man auch Kommentare zu diesem Bild schreiben (aber das kann man ja nun hier auf der Seite auch).

Modellflugzeug

Flugzeug mit simuliertem Schärfentiefeverlauf
2006, EOS 20D

Auch dieses Foto wurde – wie schon weiter oben das Dorf – künstlich miniaturisiert (sogenanntes „Fake Tilt & Shift“). Aus dem großen Flieger wurde so durch die künstlich reduzierte Schärfentiefe ein „Modellflugzeug“.

Ein häufig gemachter Fehler bei dieser Art von Bildmanipulation ist, dass man einfach einen glatten Unschärfeverlauf über das Foto legt, ohne sich Gedanken darüber zu machen, dass die Unschärfe ja Schärfentiefe simulieren soll. Damit ist sie nicht abhängig von Oben und Unten im Bild, sondern von der Entfernung der Gegenstände, also der räumlichen Tiefe in der Aufnahme. Aus diesem Grund wurde bei diesem Foto z. B. die Heckflossen der Flieger von dem Unschärfeverlauf des Hintergrundes ausgenommen.

Auf tausenden von FakeTS-Bildern im Web haben sich die Künstler diesen kleinen Trick erspart – mit dem Effekt, dass der Schärfentiefe-Schwindel sofort auffliegt, weil er unnatürlich wirkt. Ein Hochhaus (oder sonstiger vertikal ausgerichteter Gegenstand) sieht dann oben unschärfer aus als unten, was aber in dieser Perspektive gar nicht auftreten würde.

Drei Affen

Der Webmaster in dreifacher Ausführung
2008, EOS 20D

Eine Dreifach-Montage des Webmasters dieser Seiten in einer Pose wie die berühmten Drei Affen, deren eigentliche Bedeutung übrigens recht interessant auf Wikipedia erklärt wird.

Wer eine solche Montage machen möchte und sich erheblichen Aufwand beim genauen Freistellen der Personen sparen möchte, der geht am besten wie folgt vor: Kamera auf’s Stativ und Belichtung, Fokussierung und Weißabgleich auf feste, manuell eingestellte Werte. Dann werden bei allen Fotos die umgebenden Gegenstände gleich abgebildet, so dass man die Figuren nur ganz grob ausschneiden und einfügen muss (darauf achten, dass auch diffuse Schatten mit übertragen werden, sonst sieht man die Übergänge doch).

Allerdings zeigt dieses Foto die Grenzen dieser Technik, wenn man sich auf ein weiches Sitzmöbel setzt: Die Streifen des Sofa-Bezuges verschieben sich nämlich je nach Sitzposition. Besser man macht solcherlei Trickaufnahmen auf verschiedenen Sitzmöbeln oder im Stand und mit genügend Abstand zwischen den Positionen, damit sich durch den Schattenwurf die Belichtung nicht zu sehr ändert.

Übrigens sind Trick-Aufnahmen dieser Art auch etwas, womit man selbst fotoscheuere Kinder ganz gut vor die Kamera locken kann. Den Kids macht’s Spaß und später freuen sie sich über die supercoolen Fotos, beispielsweise in verschiedenen Positionen mit ihren Lieblingsspielzeugen, etc.

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Wasserzeichen entfernen

Der Trick mit dem Dreh: Digitaler Tintenkiller

In diesem Workshop geht es um einen ganz fiesen Hacker-Trick – allerdings einen legalen: Das Verschwindenlassen von Schrift, die beispielsweise von bestimmten Programmen in Bilddateien eingefügt werden. Man nennt solche Kennzeichnungen auch „Wasserzeichen“.

Viele Websites kennzeichnen ihre Fotos mit dem Namen des Fotografen und/oder der URL der jeweiligen Website. Diese Wasserzeichen in fremden Fotos sollte man natürlich respektieren. Aber fremde Wasserzeichen in den eigenen Bildern? Klar sollte man die jeweilige Software kaufen, wenn man das Programm öfters und evtl. sogar kommerziell nutzt – auch um eine Weiterentwicklung des jeweiligen Programms zu fördern. Und somit sind gesetzeswidrige Tricks wie eine Veränderung des Programms oder die Verwendung eines illegal erworbenen Freischaltcodes ganz bestimmt nicht zu empfehlen. Wer es jedoch mit seinem Gewissen vereinbaren kann, mit wenigen zusätzlichen Arbeitsschritten das Wasserzeichen zu entfernen, der bekommt hier einen einen Tipp, der so sauber funktioniert wie ein nagelneuer Tintenkiller.

Beispielbild mit Wasserzeichen
Bild mit Wasserzeichen

Für bestimmte Aufgaben der Fotobearbeitung gibt es externe Programme, die auf das jeweilige Spezialgebiet ausgerichtet sind und somit das allgemeine Bildbearbeitungsprogramm sinnvoll ergänzen. Dies mögen zum Beispiel bestimmte Filter sein, die Erzeugung von HDR-Bildern samt Tonemapping, Panorama-Software, etc. Manche dieser Programme sind Freeware; andere kann man sich als Demo-Version downloaden. Diese bringen jedoch teilweise recht störende Wasserzeichen an, ähnlich dem hier zur Verdeutlichung rot angebrachten dreifachen Schriftzug http://www.rofrisch.de/fotokurs.

Beispielbild, kopfstehend mit Wasserzeichen
Kopfstehendes Bild

Der Trick besteht nun darin, das Programm sein eingebautes Wasserzeichen gleich zweimal anbringen zu lassen – das zweite Mal allerdings an einer um 180 Grad gedrehten Vorlage des Bildes. Dazu muss man entweder die Ursprungs-Fotos in einer gedrehten Version speichern und dann die gleichen Arbeitsschritte ein zweites Mal mit identischen Einstellungen aufrufen. Oder man hat je nach Programm evtl. auch die Möglichkeit, innerhalb des Programms nach einem Zwischenschritt (beispielsweise nach Erstellung einer HDR-Datei) das Bild zu rotieren, bevor es dann mit den weiteren Schritten (beispielsweise Tonemapping) zur Ausgabe des fertigen Bildes kommt.

Als Basis für die weiteren Schritte braucht man also – wie hier abgebildet – eine zweite Datei, die das Foto auf dem Kopf zeigt; allerdings mit normal ausgerichtetem Wasserzeichen.

Beispielbild, Wasserzeichen kopfstehend
Kopfstehendes Wasserzeichen

Beide Bilder werden mit unterschiedlichem Namen gespeichert – beispielsweise dampflok-rischtischrum.jpg und dampflok-falschrum.jpg. Damit ist die Arbeit mit der Demo-Version beendet, und man öffnet beide Dateien in der Bildbearbeitung (hier im Beispiel PhotoImpact 12, aber mit Photoshop oder Gimp etc. geht es nach dem gleichen Prinzip).

In der Bildbearbeitung kann man nun das kopfstehende Foto um 180 Grad drehen. Schon hat man ein identisches Bild – nur dass das Wasserzeichen nun auf dem Kopf steht. Allerdings erscheint es an anderen Stellen des Bildes. Sollte dies je nach Programm nicht der Fall sein, kann man den gleichen Trick evtl. anwenden mit Drehung um 90 Grad statt 180 Grad.

Beispielbild, 2 Ebenen
2 Ebenen übereinander

Nun markiert man mit STRG-A (Bearbeiten – alles markieren) das gesamte Bild mit den kopfstehenden Wasserzeichen und kopiert es mit STRG-C (Bearbeiten – kopieren) in den Windows-Zwischenspeicher. Dann aktiviert man durch Anklicken das Fenster mit dem ersten Bild (normales Wasserzeichen) und fügt dort das zwischengespeicherte zweite Bild als neue Ebene ein, indem man einfach STRG-V drückt (Bearbeiten – einfügen).

Nun liegen beide Bilder pixelgenau deckungsgleich übereinander. Man sieht allerdings nur das obere, da dieses das andere vollständig verdeckt. Im Ebenenmanager kann man erkennen, dass es nun zwei Ebenen gibt. Am besten sperrt man die obere Ebene gegen versehentliches Verschieben, indem man das Kästchen unter dem Augen-Symbol anklickt, wo dann ein Vorhängeschloss-Symbol erscheint.

Beispielbild, Entfernung des Wasserzeichens
Der "digitale Tintenkiller"

Nun kommt unser „digitaler Tintenkiller“ zum Einsatz. In PhotoImpact heisst er „Objekt Malen – Radierer“. Damit kann man Löcher in die jeweilige Objekt-Ebene „killern“ bzw. radieren. An den Stellen, wo die obere Ebene die störende Schrift aufweist, scheint dann die untere Ebene durch, die die gleiche Stelle des Bildes zeigt – nur hier ohne Schrift.

Es empfiehlt sich, für den Objekt-Radierer ausreichende Größe und vor allem eine weiche Auswahlkante einzustellen, denn unter Umständen gibt es doch winzige Unterschiede zwischen den Bildern in beiden Ebenen. Das kann entweder an dem Demo-Programm liegen, oder vielleicht auch nur an der Jpg-Komprimierung. Wenn die Radierung mit weicher Auswahlkante bzw. Vignette erfolgt, dann sieht man eventuell vorhandene Unterschiede aber nicht.

Im Ebenenmanager kann man schön sehen, an welchen Stellen schon radiert wurde. In der „Objektmaske“ werden die radierten Stellen schwarz angezeigt.

Beispielbild, fertig
Fertiges Bild ohne Wasserzeichen

Zum Schluss kann man beide Ebenen verschmelzen lassen, so dass es wieder ein normales Foto ohne Ebenen ist. Dies geschieht mit „Objekt – Einbinden“. Das fertige Bild lässt keine Spuren des ehemaligen Wasserzeichens mehr erkennen. Zum Glück hilft dieser Trick nicht gegen Wasserzeichen auf Internet-Websites, denn dann hätte ich ihn Euch auch nicht verraten. :-)

Wer sich nun fragt, ob das seltsam gefärbte Dampfzug-Foto der Rügenschen Bäderbahn ein Tonemapping-HDR ist: Nein. Hier wurde ein normales Farbfoto mit dem kostenlosen Plugin Virtual Photographer in ein Schwarzweiß-Foto mit „Copper“-Tonung konvertiert. Dieses wurde dann mit der gleichen Ebenen-Technik wie hier beschrieben über das originale Farbfoto gelegt. Durch Verändern der Transparenz (im Ebenenmanager) kann man dann bestimmen, wie viel Prozent der oberen bzw. unteren Ebene zu sehen sind. Abschließend wurde die obere Ebene wieder eingebunden und mit dem Gesamtwerk ein weiterer Durchgang im Virtual Photographer gemacht, um dem Digitalfoto noch „Filmkorn“ zu verpassen. Vielleicht ist dies ja eine Anregung, selbst mit dem Virtual Photographer und/oder mit Ebenentechnik weitere Experimente zu machen.

Wolkenburg Köln, Photomatix-HDR