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HDR-Kugelpanorama

Hinter uns liegt eine Woche Norderney-Urlaub. Eine schöne Zeit, die leider zur Wochenmitte mit einem Ausfall meines Acer-3D-Notebooks getrübt wurde (Bluescreen, Stop 124 „uncorrectable hardware error“ – bin für Tipps dankbar…). Bis dahin hatte ich bereits mehrere Panoramen aufgenommen (mit Stativ und Nodalpunktadapter-Hilfskonstruktion) und diese abends in der Ferienwohnung zunächst mit Hugin zusammengesetzt und dann mit Gimps Polarkoordinaten-Filter zu einem „kleinen Planeten“ gerechnet.

Das erste dieser Panoramen entstand in der Abenddämmerung. Ich habe es vorsichtshalber als HDR aufgenommen, d.h. von jeder Einzelaufnahme gibt es eine normalbelichtete, eine unterbelichtete und eine überbelichtete Version. Bei einem Bildwinkel von 20° zwischen den Einzelaufnahmen bestand eine Panorama-Rundumsicht aus 19 Einzelaufnahmen (erstes und letztes Bild quasi gleich). Jeweils 3 Belichtungsvarianten ergibt 57 Bilder.

Jedes einzelne dieser 19 Dreierpacks habe ich nun – zuhause und nach testweiser Wiederinbetriebnahme des Notebooks; momentan läuft’s – mit den jeweils gleichen Einstellungen durch die unregistrierte Version von Photomatix gescheucht, um ein HDR-Tonemapping davon zu erhalten. Das Tonemapping wurde dann jeweils abgespeichert, dann widerrufen, das Ausgangs-HDR auf den Kopf gedreht, in dieser Position erneutes Tonemapping, zurückgedreht, und wieder gespeichert. Leser meines Fotokurses kennen diese Prozedur ja bereits von der Seite Wasserzeichen entfernen.

Nun gab es also von jedem der 19 Ausgangsbilder 2 Versionen – eine mit normalem Wasserzeichen und eine mit kopfstehendem Wasserzeichen, also 38 Aufnahmen. Diese wurden – wie unter dem Link beschrieben – nun jeweils übereinander gelegt und sauber radiert. Übrig blieben nun 19 Bilder ohne Buchstaben, die Ausgangsbasis für das Panorama-Programm Hugin.

Leider war der Nodalpunktadapter nicht ganz optimal eingestellt (ich musste mich bei der Aufnahme beeilen, weil es schon arg dämmerig war), und auch die Stativ-Säule stand ein wenig schief (Treibsand???). Dennoch hat Hugin das Panorama recht gut zusammengesetzt. Hier nun das Ergebnis, einmal als Längs-Panorama und dann als Kugelpanorama (bitte zweimal anklicken, um die Panoramen größer zu sehen – sie öffnen im neuen Fenster bzw. Tab):

Dem fertigen Panorama sieht man gar nicht mehr unbedingt an, dass es aus 57 Einzelaufnahmen entstanden ist. Gut so, denn das soll man ja auch möglichst nicht sehen.

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Mein erstes Panorama mit der Freeware Hugin

Nachdem ich bisher immer kommerzielle Panoramatools verwendet habe (Canon, Zoner Photo Studio, etc. – keine Spezialprogramme), kam ich mittlerweile an die Grenzen dieser einfachen Stitching-Programme. Zu viele Bildfehler, zu wenig Kontrollmöglichkeiten. Mit Superweitwinkel-Einzelbildern, die schräg nach oben fotografiert wurden, kam Zoner beispielsweise nicht zurecht, obwohl die Bilder mit senkrechter Drehachse und Nodalpunkt-Adapter aufgenommen wurden.

Daher habe ich mir nun das kostenlose Programm Hugin (Version 2011.0.0) installiert. Und ich bin ganz begeistert. Nachdem ich die Ausgangsfotos von je 18 Megapixel auf 6 Megapixel (3000×2000) verkleinert hatte, ging das Stitching von 17 Aufnahmen automatisch und ohne Probleme. Und das fertige Panorama hatte immernoch gut 6600 mal 1600 Pixel.

Little Planet WaldorfHier das Ergebnis als „Little Planet“. Das einwandfrei von Hugin automatisch zusammengebastelte Rechteck-Panorama wurde anschließend in Gimp geladen und mit Verzerren-Polarkoordinaten zu einem kleinen Planeten zusammengerollt.

Anschließend ging es noch durch einen SW-Filter von Virtual Photographer (dessen Vorschau beim Start aus Gimp leider nicht korrekt funktioniert, weshalb ich es aus PhotoImpact aufrufe). Das SW wurde mit viel Transparenz untergemischt, aber es verstärkte schön die Wolkenkontraste. Danach wurde die Sättigung massiv erhöht und noch etwas an den Gradationskurven herumgeschraubt, bis die Farbanmutung genauso überzeichnet erschien wie die Perspektive.

Ich hoffe, es gefällt. Auch wenn es eigentlich nur ein Test meiner neuen Nodalpunktadapter-Konstruktion war – und ein Test von Hugin, dem kostenlosen Panoramatool. So bekloppt sieht es also bei uns im Dorf aus…