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Planten un Blomen

Bei wunderschönem Wetter haben wir auf unserem Pfingst-Ausflug nach Hamburg auch den großen Park Planten un Blomen besucht – eine gute Gelegenheit, mit dem mittleren meiner neu erworbenen Makro-Zwischenringe und meinem Standard-Zoom Canon 15-85 IS USM Freihand-Makros zu üben. Hier ein paar Ergebnisse von Pflanzen und Blumen (teilweise mit unvegetarischer Beilage):

Die Makros sind zwar lange noch nicht perfekt, aber für Zoomobjektiv und Freihand – quasi im Vorübergehen – finde ich sie schon ganz passabel. Die beiden dünneren Zwischenringe werden einen dauerhaften Platz in meiner Fototasche bekommen – die ist eh viel zu groß und schwer, da kommt es auf die paar Gramm auch nicht mehr an…

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Makro-Zwischenringe

Makro-Zwischenringe gibt es für einen zweistelligen Euro-Betrag als 3er-Set auch in „Automatik“-Version für Canon EOS (also mit Blenden- und eingeschränkter Autofokus-Steuerung). Sie sind nichts anderes als „Abstandshalter“ ohne eigene Linsen. Durch die vergrößerte Bildweite wird die Gegenstandsweite kleiner, man kann also näher ran beim Fotografieren und erschließt so mit einem ’normalen‘ Objektiv auch den Makro-Bereich.

Doch wie nah kommt man damit an das Motiv heran? Also wie groß lässt sich das Motiv abbilden? Diese Fragen möchte ich in diesem Artikel beantworten. Nicht mit Frontlinsenabstand in Millimetern und mit Abbildungsgrößen-Faktoren. Sondern anschaulich; mit einem Motiv, das jeder schonmal gesehen hat. So kann man sich leicht vorstellen, wie stark die Vergrößerung wirklich ist. Alle Fotos entstanden mit einem Canon-50mm-Objektiv (Festbrennweite) an einer Digitalkamera mit APS-C-Sensorgröße (Cropfaktor 1,6). Zunächst der Vergleich, wie nah man ohne Zwischenring bzw. mit jeweils einem Zwischenring (13, 21 oder 31mm Dicke) an das Motiv herankommt:

Doch natürlich lassen sich die Zwischenringe auch kombinieren. Jeweils 2 Stück oder sogar alle 3 zusammen:

So erreicht man schon recht beachtliche Abbildungsmaßstäbe, auch ganz ohne Makro-Objektiv. Allerdings wird es dann bei 50mm Objektivbrennweite schon recht schwierig mit der Beleuchtung, weil die Frontlinse sehr nah am Motiv ist (zumal Zwischenringe generell Licht kosten). Doch für diese Testfotoreihe hat der Deckenblitz noch einigermaßen gereicht.

Die Testfotos sind allesamt mit originalem Bildausschnitt wiedergegeben, und es wurde jeweils „so nah wie möglich“ an das Motiv herangegangen. Alle Bilder entstanden mit Blende 11 und 1/250 Sekunde Belichtungszeit und automatischem Aufsteckblitz, der gegen die Decke gerichtet war. Trotz starkem Abblenden ist die Schärfentiefe ziemlich gering; ein bekanntes Problem in der Makrofotografie bei höheren Abbildungsmaßstäben. Im fotografischen Alltag (Ausflüge und Wanderungen) werde ich daher den dicksten Ring nicht in der stets überfüllten Fototasche haben und mit mit den beiden dünneren Zwischenringen auf 13, 21 und 34mm Auszugsverlängerung beschränken.

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c’t Digitale Fotografie 01-2011

Außer dem zweiwöchentlich erscheinenden Computermagazin c’t gibt es aus gleichem Hause auch seltener erscheinende Spezialausgaben zu bestimmten Themen. Hier möchte ich nun die aktuelle Ausgabe 01/11 von c’t Digitale Fotografie vorstellen. Die Zeitschrift mit unserem Lieblingsthema erscheint vier mal jährlich und ist noch bis Ende März die aktuelle Ausgabe.

Titelblatt c't Digitale Fotografie 01/11Das Heft eröffnet mit einem Portfolio des Fotoprojektes „Strange Places“ der jungen Fotografin Claudia Höhne. Hat mich nicht völlig überzeugt, aber ist m.E. ganz nett anzuschauen.

Der erste „technische“ Artikel testet „Kompaktkameras von klein bis Superzoom“. In den einführenden Absätzen fand ich den Hinweis interessant, dass manch eine digitale Kompakte statt einer richtigen Blende nun „einschwenkbare Neutraldichtefilter“ verwendet, damit Abblenden bei den kleinen Sensoren nicht zu Beugungsunschärfen führt. Natürlich hat dies zur Folge, dass meine Erläuterungen im Fotokurs bezüglich Blende und Schärfentiefe bei solchen Konstruktionen nicht anwendbar sind, denn es wird bei diesen Kameras ja keine Blende verstellt, sondern ein Graufilter in den Strahlengang geklappt. Naja…

Im weiteren Verlauf dieses Artikels werden folgende 9 Kameras jeweils auf einer eigenen Seite vorgestellt – mit vergleichbaren Ausschnitten aus Testbildern, Beschreibung von guten und schlechten Kamera-Eigenschaften, Messwerten, Bildkritik und Beschreibung der Video-Fähigkeiten:

  • Canon Digital IXUS 1000 HS
  • Canon PowerShot G12
  • Canon PowerShot SX30 IS
  • Fujifilm FinePix F300EXR
  • Nikon Coolpix P7000
  • Panasonic Lumix DMC-FX700
  • Panasonic Lumix DMC-FZ100
  • Ricoh CX4
  • Sony Cyber-shot DSC-WX5

Während dieser Artikel von „Dr. Klaus Peeck“ geschrieben war, gibt der folgende Artikel „Klaus Peeck“ als Autor an. Wollen wir hoffen, dass sich dahinter kein guttenbergisches Schicksal verbirgt. ;-)

Der folgende Artikel trägt jedenfalls den Titel „Digitale Systemkameras für Einsteiger und ambitionierte Amateure“. Und auch ohne Doktortitel ist der Artikel mindestens von gleicher Qualität; aber technisch interessanter, da er sich mit den verschiedenen Lösungen für Wechselobjektiv-Kameras befasst. Neben drei „klassischen“ digitalen Spiegelreflexkameras mit Klappspiegel wird auch eine Kamera mit teildurchlässigem Spiegel vorgestellt, sowie eine der noch recht neuen Geräteklasse spiegellose Systemkamera. Im Einzelnen sind dies folgende Kameras, denen wieder jeweils eine komplette Seite gewidmet ist (mit Ausschnitten aus dem gleichen Testfoto, so dass auch ein Vergleich zu den Kompaktkameras aus dem ersten Test möglich ist):

  • Canon EOS 60D (Spiegelreflexkamera)
  • Nikon D3100 (Spiegelreflexkamera)
  • Nikon D7000 (Spiegelreflexkamera)
  • Olympus PEN E-PL1 (spiegellose Systemkamera)
  • Sony SLT A55V (teildurchlässiger Spiegel)

Die folgenden 26 Seiten widmen sich ausführlich dem Thema Panoramafotografie. Es werden u.A. die perspektivischen Grundlagen erläutert, verschiedene Bauformen von Nodalpunktadaptern und sonstigem Zubehör vorgestellt, einige ausklappbare Beispielpanoramen gezeigt, sowie verschiedene Panorama-Arten erläutert, sowie die Software, mit denen sich diese aus den Einzelbildern zusammensetzen lassen.

Der zweite Schwerpunkt des Heftes befasst sich mit der Nah- und Makrofotografie. Auch dies eine ausgezeichnete Einführung in das komplexe Thema. Man bekommt beispielsweise Tipps zu Objektiven und sonstigem Zubehör (Telekonverter, Umkehrringe, Balgengeräte, Zwischenringe, Makroblitze, Winkelsucher, …). Weitere Artikel dieses Schwerpunktes widmen sich den fotografischen Techniken und der Aufnahmepraxis, hauptsächlich bei Nah- bzw. Makrofotografie von Blumen und Insekten.

Weitere Artikel dieser Ausgabe zeigen die Gewinnerfotos zum Thema Industrie, ein Making-Of des berühmten Fotos einer platzenden Seifenblase, sowie technische Unterschiede von digitalen Bilderrahmen.

Besonders spannend fand ich die folgenden drei Schwerpunktthemen:

  • Adapter für Manuellfokus-Obkektive
  • Geotagging von Fotos
  • Gimp-Tuning mit Plug-ins

Weitere Artikel befassen sich mit Photoshop Elements 9 und mit Lightroom 3.2. Da ich diese Programme nicht besitze, habe ich die Artikel nur flüchtig gelesen.

Abgeschlossen wird diese Ausgabe von c’t Digitale Fotografie mit „DVD-Highlights und Aktionen“ (z.B. Vollversion von PanoramaStudio 1.5.3 und Spezialversion von StudioLine Photo Classic), einem Überblick über die sonstigen DVD-Inhalte, sowie einem Blick hinter die Kulissen des Kameratests.

Für 8,90 Euro erhält der Hobbyfotograf mit dieser Ausgabe genug Lesestoff und Grundlagen eigener fotografischer Experimente für (mindestens) 3 Monate. Meine Meinung: Klare Kaufempfehlung.

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Fotozubehör: Makroschlitten

Vielseitiges Hilfsmittel: Der Makroschlitten

Traumflieger-Makroschlitten
Vierwege-Makroschlitten

Obwohl ich (bisher) nur sehr selten Makroaufnahmen mache, hat sich der Makroschlitten aus dem Traumflieger-Shop als nützliches Hilfsmittel erwiesen, für den es auch einige andere sinnvolle Anwendungsfälle gibt. Daher möchte ich Euch diesen Makroschlitten hier vorstellen, obwohl ich leider kein Makro-Spezialist bin.

Der Makroschlitten zeigt insgesamt eine gute Verarbeitung. Die Verstellung der beiden Achsen erfolgt angenehm und ohne störendes Spiel in den Führungen. Besonders positiv fällt mir auf, dass sich oberer und unterer Teil des Makroschlittens mit einer einfachen Schraube trennen lassen, um sie bei Bedarf z.B. um 180 Grad verdreht zu montieren. Auch hat jede der beiden Auflageplatten zwei Stativgewindebohrungen, so dass sich ggf. auch nur einer der beiden Schlitten-Teile montieren lässt.

Makroschlitten im Einsatz
Makroschlitten im Einsatz

Für Makroaufnahmen vom Stativ ist der Schlitten deshalb besonders geeignet, weil er die sehr feinfühlige Verstellung des Bildausschnittes und der Schärfeebene ermöglicht. Statt mühsam wackelig das ganze Stativ hin- und herzurücken, kann man ganz bequem an den beiden Stellschrauben drehen, bis der Bildausschnitt passt. In dem hier gezeigten Foto demonstriere ich den Praxiseinsatz des Makroschlittens anhand einer sehr selten blühenden exotischen Pflanze (Blumus plasticus solaris wackelensis).

Makro-Tüftler, die Stacking-Fotos machen möchten, werden die bequeme und genaue Verstellung der Schärfeebene ganz besonders zu schätzen wissen. Aber es gibt jenseits der Makrofotografie auch noch ganz andere Anwendungsmöglichkeiten für den Makroschlitten:

Makroschlitten für Panoramafotos

Makroschlitten für Panoramafotografie
Panoramakopf

Für exakt ausgerichtete Panorama-Einzelfotos, die per Software zu einem Panorama zusammengerechnet werden, bietet sich der Einsatz des Makroschlittens ebenfalls an. Zumindest dann, wenn man ein Zubehörteil besitzt, mit dem man die Kamera hochformatig und exakt waagerecht ausgerichtet auf dem Schlitten befestigen kann. Bei mir ist dies eine vor ca. 15 Jahren selbst konstruierte Einbeinstativ-Verlängerung. In der hier gezeigten Anordnung ist es möglich, das optische Zentrum des Objektivs genau über dem Drehpunkt zu fixieren.

Zwar erreicht diese Konstruktion nicht den Komfort und die Möglichkeiten von echten Nodalpunkt-Adaptern, aber die stabileren unter den käuflichen Adaptern kosten dicke dreistellige Eurobeträge, so dass ich mir derzeit lieber mit dieser Bastellösung behelfe. Sonderlich stabil ist die Anordnung zwar nicht (sondern eher ziemlich federnd), aber hier geht es ja nicht um lange Verschlusszeiten, sondern um exakte Ausrichtung des Objektivs zur Drehachse. Das Röntgen-Panorama habe ich mit dieser Konstruktion aufgenommen.

Nicht verschweigen möchte ich, dass der Makroschlitten bei diesem Einsatz als Nodalpunktadapter quasi „am Anschlag“ arbeitet. Die optische Achse (Bajonettmitte) meiner EOS 20D liegt etwa 41 oder 42mm über dem Kameraboden. Von dort bis zur Mitte meiner Verlängerungsstange sind es noch einmal ca. 8-10mm. Daher reichen die 50mm seitlicher Verstellweg so gerade aus. Besser hätte ich es gefunden, wenn die Makroschiene auf jeder Seite 1-2cm mehr Auszug hätte, aber für diesen Anwendungsfall ist sie ja auch nicht konstrueirt. Jedenfalls bin ich nicht sicher, ob es bei zukünftigen Kameras auch noch passen wird. Sonst muss ich mir halt was Neues einfallen lassen. Derzeit bin ich erstmal froh, dass es einigermaßen passt.

Makroschlitten für 3D-Fotos

Auch für die Stereofotografie (von unbewegten Motiven) lässt sich die Makroschiene sinnvoll einsetzen, denn dabei muss die Kamera exakt horizontal verschoben werden können. Je nach Größe des in 3D zu zeigenden Motivs kann man den Abstand zwischen linker und rechter Aufnahme mit dem Makroschlitten ganz einfach frei wählen. Denn während die Stereobasis für die räumliche Wahrnehmung von „Alltagsmotiven“ etwa dem Augenabstand von ca. 7cm entsprechen sollte, wird sie bei kleinen Motiven entsprechend auch kleiner (Einzelheiten vielleicht mal in einem separaten Kapitel in der Rubrik 3D-Fotografie).

Durch die Millimeterskalen auf dem Makroschlitten kann man die gewünschte Stereobasis genau einstellen. Wenn ich mal Stereofotos vom Stativ gemacht habe, werde ich hier entsprechendes Bildmaterial nachreichen.

Insgesamt macht der Makroschlitten aus dem Traumflieger-Shop also einen guten Eindruck. Er ist vielseitig einsetzbar und präzise gefertigt. Empfehlenswert für alle, die auch gerne mal vom Stativ fotografieren.

Äußerst selten: Blumus plasticus solaris wackelensis