Kategorien
Bildbearbeitung Fotografie Fotokurs Fotos Zubehör

Meine Bilder vom Lochkamera-Tag

Betriebshof Wesseling (KVB, HGK, ehem. KBE)Den gestrigen „Pinhole Day“ habe ich größtenteils auf der Arbeit verbracht – als Stadtbahnfahrer in Köln und Bonn und dazwischen. Diesmal allerdings begleitet von meiner EOS 60D mit Lochblenden-Deckel statt Objektiv.

Kategorien
Fotografie Fotos

Fotos ohne Linse

Kann man Fotos ganz ohne Objektiv bzw. Linse machen? Aber natürlich! Eine Möglichkeit ist die Lochkamera. (Eine andere wären Fotogramme, aber das ist hier nicht das Thema.) Für Kameras mit Wechselobjektiven kann man sich aus einem Objektivdeckel eine passende Lochblende basteln, oder man kann diese käuflich erwerben. Ich habe mich für letzteres entschieden und besitze nun eine „Rising Pinhole Wide“ für meine Canon-EOS-Kameras. Vorteil dieser „Weitwinkel“-Version gegenüber den Selbstbastellösungen (mit angestochener Alufolie auf dem durchbohrten Objektivdeckel) ist, dass das Loch etwas näher an dem Sensor bzw. der Filmebene sitzt, was einen größeren Bildwinkel ergibt. Dennoch kann man gerade bei APS-C-Sensoren nicht wirklich von Weitwinkel sprechen. Es ist eher ein leichtes Tele.

Richtig Spaß macht die Pinhole-Fotografie eigentlich erst mit großen Filmformaten, aber für ein paar Experimente ist auch die Lochblende an der 60D okay. Der größte Vorteil ist natürlich, dass man im LiveView-Modus einen ordentlichen Blick auf das Motiv hat (also keinen viel zu dunklen Sucher) und dass die Kamera die richtige Belichtung problemlos ermittelt, während man bei Schuhkarton-Lochkameras und anderen Selbstbaulösungen vermutlich eine Menge experimentieren muss, um zu vorzeigbaren Ergebnissen zu gelangen.

Schärfe darf man bei der digitalen Spiegelreflex-Lochkamerafotografie allerdings nicht wirklich erwarten. Wenn das Loch noch kleiner wäre als die angegebenen 0,22mm, wäre es zwar theoretisch schärfer. Aber die Belichtungszeiten würden noch länger (ohnehin ist Stativ Pflicht, außer bei den rauschigen Bildern, wo ich auf ISO 6400 geschaltet habe). Und vor allem würden die Unschärfen durch Beugung noch stärker zunehmen.

Interessant ist jedoch, dass die (Un-)Schärfe gleichmäßig von vorne bis hinten reicht. Es gibt keine Fokussierung, also auch keine Ebene, auf die man scharf stellen könnte. Wenn man bei einem herkömmlichen Objektiv mit kleinster Blende arbeitet (größter Blendenzahl), dann hat man diesen Effekt riesengroßer Schärfentiefe ja auch schon in gewissem Maße. Bei der Lochkamera ist die Blende noch ein Stück kleiner, und damit entfällt die Scharfstellung ganz. Ungewöhnlich, aber logisch.

Hier nun die fotografische Ausbeute eines kleinen Spaziergangs durch unser Dorf in der Spätnachmittagssonne:

Und wenn schon Fotos, die künstlich (auch durch den Farbstich bei der Raw-Bearbeitung) auf „alt“ getrimmt wurden, dann benötigt so ein Bild natürlich auch noch eine falsche „alte“ Vignettierung (Ecken-Abdunklung), eine leichte Struktur im falschen Fotopapier und einen falschen klassischen Goldrahmen. ;-) Das erschreckende Ergebnis sieht dann so aus:

Kategorien
Fotografie Fotokurs Fotos

Walhalla (Teil 3) mit Lensbaby-Objektiv

Hier der dritte und letzte Teil meines Fotoshootings an der Walhalla in Donaustauf bei Regensburg. Nachdem es in Teil 1 viele Aufnahmen mit dem 11-16mm Superweitwinkel-Objektiv gab und Teil 2 die Marmorbüsten in 3D zeigte, geht es nun wieder in 2D weiter. Neben „normalen“ Aufnahmen (mit dem 15-85mm von Canon) gibt es hier auch einige Fotos, die mit dem Lensbaby gemacht wurden – teils mit Weitwinkelvorsatz:

Damit ist das Thema „Walhalla“ auch endlich hier im Fotokurs durch. So wichtig finde ich das Kriterium „aus teutschen Landen“ ohnehin nicht, wenn es um die Taten „großer“ Männer und Frauen geht. Immerhin spart einem die Walhalla eine Reise zur Akropolis in Athen. Wer also mal einen eingerüsteten Tempel sehen will (und sich nicht daran stört, dass der bei Regensburg grob 2000 Jahre jünger ist), der sollte sich die Walhalla auf jeden Fall mal anschauen. Mit den Fotos kann man ja später ein Promi-Rätsel machen (vielleicht ergänzt um die „Großen“ [???] unserer Zeit: Küblböck, Lena, Raab, Gottschalk, Vettel – hoffentlich sind die freien Plätze in der Walhalla nicht für sie…). ;-)

Interessant finde ich, dass nun auch Heine in der Walhalla zu sehen ist, der sie einst als „marmorne Schädelstätte“ verspottete. Hier ein netter Link dazu:
http://www.kultur-vollzug.de/article-0744/2010/08/23/744/

Kategorien
Fotografie Fotokurs Zubehör

Makro-Zwischenringe

Makro-Zwischenringe gibt es für einen zweistelligen Euro-Betrag als 3er-Set auch in „Automatik“-Version für Canon EOS (also mit Blenden- und eingeschränkter Autofokus-Steuerung). Sie sind nichts anderes als „Abstandshalter“ ohne eigene Linsen. Durch die vergrößerte Bildweite wird die Gegenstandsweite kleiner, man kann also näher ran beim Fotografieren und erschließt so mit einem ’normalen‘ Objektiv auch den Makro-Bereich.

Doch wie nah kommt man damit an das Motiv heran? Also wie groß lässt sich das Motiv abbilden? Diese Fragen möchte ich in diesem Artikel beantworten. Nicht mit Frontlinsenabstand in Millimetern und mit Abbildungsgrößen-Faktoren. Sondern anschaulich; mit einem Motiv, das jeder schonmal gesehen hat. So kann man sich leicht vorstellen, wie stark die Vergrößerung wirklich ist. Alle Fotos entstanden mit einem Canon-50mm-Objektiv (Festbrennweite) an einer Digitalkamera mit APS-C-Sensorgröße (Cropfaktor 1,6). Zunächst der Vergleich, wie nah man ohne Zwischenring bzw. mit jeweils einem Zwischenring (13, 21 oder 31mm Dicke) an das Motiv herankommt:

Doch natürlich lassen sich die Zwischenringe auch kombinieren. Jeweils 2 Stück oder sogar alle 3 zusammen:

So erreicht man schon recht beachtliche Abbildungsmaßstäbe, auch ganz ohne Makro-Objektiv. Allerdings wird es dann bei 50mm Objektivbrennweite schon recht schwierig mit der Beleuchtung, weil die Frontlinse sehr nah am Motiv ist (zumal Zwischenringe generell Licht kosten). Doch für diese Testfotoreihe hat der Deckenblitz noch einigermaßen gereicht.

Die Testfotos sind allesamt mit originalem Bildausschnitt wiedergegeben, und es wurde jeweils „so nah wie möglich“ an das Motiv herangegangen. Alle Bilder entstanden mit Blende 11 und 1/250 Sekunde Belichtungszeit und automatischem Aufsteckblitz, der gegen die Decke gerichtet war. Trotz starkem Abblenden ist die Schärfentiefe ziemlich gering; ein bekanntes Problem in der Makrofotografie bei höheren Abbildungsmaßstäben. Im fotografischen Alltag (Ausflüge und Wanderungen) werde ich daher den dicksten Ring nicht in der stets überfüllten Fototasche haben und mit mit den beiden dünneren Zwischenringen auf 13, 21 und 34mm Auszugsverlängerung beschränken.

Kategorien
Bildbearbeitung Buch und Heft Fotografie

c’t Digitale Fotografie 01-2011

Außer dem zweiwöchentlich erscheinenden Computermagazin c’t gibt es aus gleichem Hause auch seltener erscheinende Spezialausgaben zu bestimmten Themen. Hier möchte ich nun die aktuelle Ausgabe 01/11 von c’t Digitale Fotografie vorstellen. Die Zeitschrift mit unserem Lieblingsthema erscheint vier mal jährlich und ist noch bis Ende März die aktuelle Ausgabe.

Titelblatt c't Digitale Fotografie 01/11Das Heft eröffnet mit einem Portfolio des Fotoprojektes „Strange Places“ der jungen Fotografin Claudia Höhne. Hat mich nicht völlig überzeugt, aber ist m.E. ganz nett anzuschauen.

Der erste „technische“ Artikel testet „Kompaktkameras von klein bis Superzoom“. In den einführenden Absätzen fand ich den Hinweis interessant, dass manch eine digitale Kompakte statt einer richtigen Blende nun „einschwenkbare Neutraldichtefilter“ verwendet, damit Abblenden bei den kleinen Sensoren nicht zu Beugungsunschärfen führt. Natürlich hat dies zur Folge, dass meine Erläuterungen im Fotokurs bezüglich Blende und Schärfentiefe bei solchen Konstruktionen nicht anwendbar sind, denn es wird bei diesen Kameras ja keine Blende verstellt, sondern ein Graufilter in den Strahlengang geklappt. Naja…

Im weiteren Verlauf dieses Artikels werden folgende 9 Kameras jeweils auf einer eigenen Seite vorgestellt – mit vergleichbaren Ausschnitten aus Testbildern, Beschreibung von guten und schlechten Kamera-Eigenschaften, Messwerten, Bildkritik und Beschreibung der Video-Fähigkeiten:

  • Canon Digital IXUS 1000 HS
  • Canon PowerShot G12
  • Canon PowerShot SX30 IS
  • Fujifilm FinePix F300EXR
  • Nikon Coolpix P7000
  • Panasonic Lumix DMC-FX700
  • Panasonic Lumix DMC-FZ100
  • Ricoh CX4
  • Sony Cyber-shot DSC-WX5

Während dieser Artikel von „Dr. Klaus Peeck“ geschrieben war, gibt der folgende Artikel „Klaus Peeck“ als Autor an. Wollen wir hoffen, dass sich dahinter kein guttenbergisches Schicksal verbirgt. ;-)

Der folgende Artikel trägt jedenfalls den Titel „Digitale Systemkameras für Einsteiger und ambitionierte Amateure“. Und auch ohne Doktortitel ist der Artikel mindestens von gleicher Qualität; aber technisch interessanter, da er sich mit den verschiedenen Lösungen für Wechselobjektiv-Kameras befasst. Neben drei „klassischen“ digitalen Spiegelreflexkameras mit Klappspiegel wird auch eine Kamera mit teildurchlässigem Spiegel vorgestellt, sowie eine der noch recht neuen Geräteklasse spiegellose Systemkamera. Im Einzelnen sind dies folgende Kameras, denen wieder jeweils eine komplette Seite gewidmet ist (mit Ausschnitten aus dem gleichen Testfoto, so dass auch ein Vergleich zu den Kompaktkameras aus dem ersten Test möglich ist):

  • Canon EOS 60D (Spiegelreflexkamera)
  • Nikon D3100 (Spiegelreflexkamera)
  • Nikon D7000 (Spiegelreflexkamera)
  • Olympus PEN E-PL1 (spiegellose Systemkamera)
  • Sony SLT A55V (teildurchlässiger Spiegel)

Die folgenden 26 Seiten widmen sich ausführlich dem Thema Panoramafotografie. Es werden u.A. die perspektivischen Grundlagen erläutert, verschiedene Bauformen von Nodalpunktadaptern und sonstigem Zubehör vorgestellt, einige ausklappbare Beispielpanoramen gezeigt, sowie verschiedene Panorama-Arten erläutert, sowie die Software, mit denen sich diese aus den Einzelbildern zusammensetzen lassen.

Der zweite Schwerpunkt des Heftes befasst sich mit der Nah- und Makrofotografie. Auch dies eine ausgezeichnete Einführung in das komplexe Thema. Man bekommt beispielsweise Tipps zu Objektiven und sonstigem Zubehör (Telekonverter, Umkehrringe, Balgengeräte, Zwischenringe, Makroblitze, Winkelsucher, …). Weitere Artikel dieses Schwerpunktes widmen sich den fotografischen Techniken und der Aufnahmepraxis, hauptsächlich bei Nah- bzw. Makrofotografie von Blumen und Insekten.

Weitere Artikel dieser Ausgabe zeigen die Gewinnerfotos zum Thema Industrie, ein Making-Of des berühmten Fotos einer platzenden Seifenblase, sowie technische Unterschiede von digitalen Bilderrahmen.

Besonders spannend fand ich die folgenden drei Schwerpunktthemen:

  • Adapter für Manuellfokus-Obkektive
  • Geotagging von Fotos
  • Gimp-Tuning mit Plug-ins

Weitere Artikel befassen sich mit Photoshop Elements 9 und mit Lightroom 3.2. Da ich diese Programme nicht besitze, habe ich die Artikel nur flüchtig gelesen.

Abgeschlossen wird diese Ausgabe von c’t Digitale Fotografie mit „DVD-Highlights und Aktionen“ (z.B. Vollversion von PanoramaStudio 1.5.3 und Spezialversion von StudioLine Photo Classic), einem Überblick über die sonstigen DVD-Inhalte, sowie einem Blick hinter die Kulissen des Kameratests.

Für 8,90 Euro erhält der Hobbyfotograf mit dieser Ausgabe genug Lesestoff und Grundlagen eigener fotografischer Experimente für (mindestens) 3 Monate. Meine Meinung: Klare Kaufempfehlung.