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3D-Konzertfotos (Simon Wahl)

Simon Wahl im „Kantorka“ Hamburg

Während des Kurzurlaubs in Hamburg hatten wir die Gelegenheit, ein Konzert des jungen Gitarristen Simon Wahl zu besuchen, den wir auch schon mehrfach im Rheinland gehört hatten. Er spielt ziemlich genial „Acoustic Fingerstyle Guitar“ und entlockt der Gitarre erstaunliche Klänge.

Ich habe einige Konzertfotos gemacht; davon 7 Stück mit einem uralten Strahlenteiler von Pentax. Dieser wird in den Filterring meines 28mm Objektivs geschraubt (dank Cropfaktor entspricht das etwa 45mm; der Strahlenteiler ist für 50mm Kleinbild-Brennweite gebaut), und er nimmt dann pro Querformat-Foto zwei hochformatige Stereo-Halbbilder auf, die man mit Stereo Photo Maker zusammenrechnen kann. Von den 18 Megapixeln der 60D bleiben dann nach Justage und Beschnitt etwa 5-6 Megapixel pro Halbbild übrig – also durchaus ausreichend. Für die Präsentation hier wurden sie dann auf 1000 Pixel Höhe verkleinert, nachgeschärft und mit dem Logo versehen (alles in SPM). Und nun 3D-Brillen auf (rotes Glas nach links, cyan nach rechts) und angeschaut:

Da das Licht sehr schummrig war und trotz offener Blende (meist f/2,8) sehr hohe ISO-Werte nötig waren, wäre die Fujifilm Real 3D W1 mit dieser Situation überfordert gewesen. Wie man sieht, bewegt man sich auch mit der 60D im Grenzbereich; die Fotos sind doch recht „experimentell“. Ich hoffe, die Bilder gefallen Euch trotzdem.

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Stereoskope und Lesebrillen

Eine kurze Notiz, da ich gestern beim Aufräumen einen Zettel wiedergefunden habe. Erst aber die Geschichte dazu:

Vor ein paar Monaten hatte ich meine ersten Holmes-Stereokarten als 10×15-Fotos belichten lassen, um diese mit dem London-Stereoskop („Owl“) anschauen zu können. Das klappt soweit ganz prima, aber ich hatte die Idee, mit solchen Linsen doch vielleicht ein Brillengestell ausstatten zu lassen, damit man nicht immer diesen Viewer halten muss. Natürlich muss man dann den Abstand selber treffen und die Karten schön gerade halten, aber das sollte ja zu schaffen sein – meine Experimente mit Lesebrillen stimmen mich da zuversichtlich.

Also bin ich in eine Filiale von Apollo-Optik, habe dort das Stereoskop vorgeführt und gefragt, was das für Linsen sind und wie teuer so eine Spezialbrille würde. Das Personal war sehr nett und man hat sich richtig Zeit genommen. Man hat die Owl vermessen und mir den Dioptrienwert mitgeteilt; ebenso von dem Pentax-Viewer, den ich auch dabei hatte, und der sich gut für Parallelblick-Stereos auf dem Smartphone-Display eignet. Hier die Werte:

  • London-Stereoskop: 6,25 Dioptrien
  • Pentax 3D-Betrachter: 8 Dioptrien

Zum Vergleich: Die stärksten Billig-Lesebrillen, die man bei Ramsch & Co. bekommt, haben gewöhnlich 3, 3.5 oder 4 Dioptrien.

Aber es gibt noch einen Unterschied: Wie es ausschaut, haben die Stereo-Viewer zusätzlich ein Prismen-Element in der Linse integriert, so dass die Bilder übereinander erscheinen, ohne dass man seine Augen in Parallelblickstellung zwingen muss. Dies hat es letztlich etwas zu teuer gemacht mit der Spezialbrille. Trotzdem ein Dankeschön an Apollo-Optik für die Messungen und die tolle Beratung.