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Hamburg: Mahnmal St. Nikolai

Zwar habe ich schon hier und hier je ein HDR der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai gezeigt, die jetzt als Mahnmal für die Opfer von Krieg und Verfolgung 1933-1945 dient. Aber da wir diese interessante Kirchenruine später auch bei Tageslicht besucht haben, gibt es nun eine Fotosammlung von beiden Aufnahmezeitpunkten. Bei den Nachtaufnahmen zeige ich nicht nur die HDRs, sondern auch zum Vergleich jeweils eine ‚mittlere‘ Einzelbelichtung. Weitere Erklärungen finden sich in den Kommentaren zu den jeweiligen Bildern:

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Umbauvorschlag für den Kölner Dom

Hier meine zweite HDR-Bearbeitung (diesmal „Enhancer Standard“), nachdem ich ja die Grundlagen und Version 1 des Mahnmals St. Nikolai Hamburg bereits im vorigen Artikel angesprochen hatte.

HDR, Mahnmal St. Nikolai HamburgDa der Turm nur knapp 10 Meter niedriger ist als der Kölner Dom, schlage ich die Neugestaltung der ehemaligen Hamburger Hauptkirche auch für Köln vor. Es würde die Unterhaltskosten des Kölner Domes massiv senken, wenn man nur 1 Turm stehen lassen würde. Auch gäbe es mehr Platz für Skater und Junkies. Die Glocken könnte man ähnlich wie hier befestigen, so dass sie auch einem größeren Publikum zugänglich wären. Und überhaupt ist ein Mahnmal für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945 wichtiger und bedeutender als eine Kirche, die ohnehin fast nur noch touristisch genutzt wird.

Wenn Euch der Vorschlag gefällt (oder falls es tatsächlich Gegenargumente gibt), dann schreibt dies doch in den Kommentaren. Ab 10.000 Kommentaren schicke ich je einen Ausdruck der Seite an die Kölner Stadtverwaltung und an die Dompropstei oder wie das heißt.

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HDR mit Photomatix

Bei unserem Pfingstausflug nach Hamburg kamen wir abends (gegen Ende der „blauen Stunde“) am Mahnmal St. Nikolai vorbei. Also Stativ aufgebaut und einige Belichtungsreihen für späterere HDR-Bearbeitungen gemacht.

Mahnmal St. Nikolai, HamburgVorhin habe ich dann nach langer Zeit mal wieder Photomatix installiert – die kostenlose Testversion von Photomatix Pro 4. Die erste Belichtungsreihe, die man hier sieht, besteht aus 3 Aufnahmen im Abstand von je 2 Blendenstufen (-2, 0, +2).

Gut gefällt mir an der neuen Version von Photomatix, dass es einige brauchbare Presets mit Vorschaubildern anbietet. So kommt man schnell zu interessanten Ergebnissen. Für dieses Foto kam die Voreinstellung „Enhancer S/W“ zum Einsatz.

Mit dem Drehtrick habe ich dann noch in Gimp das Wasserzeichen der Testversion rückstandslos entfernt. Danach leichte abschließende Tonwertkorrektur und Reduzierung der stürzenden Linien. Fertig ist obenstehendes Bild. Die weiteren HDRs zeige ich vielleicht bei Gelegenheit. Dann vielleicht auch mal bunt, schrill, grell – damit man auch aus 500m Entfernung schon sieht, dass es ein HDR ist…

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Wasserzeichen entfernen

Der Trick mit dem Dreh: Digitaler Tintenkiller

In diesem Workshop geht es um einen ganz fiesen Hacker-Trick – allerdings einen legalen: Das Verschwindenlassen von Schrift, die beispielsweise von bestimmten Programmen in Bilddateien eingefügt werden. Man nennt solche Kennzeichnungen auch „Wasserzeichen“.

Viele Websites kennzeichnen ihre Fotos mit dem Namen des Fotografen und/oder der URL der jeweiligen Website. Diese Wasserzeichen in fremden Fotos sollte man natürlich respektieren. Aber fremde Wasserzeichen in den eigenen Bildern? Klar sollte man die jeweilige Software kaufen, wenn man das Programm öfters und evtl. sogar kommerziell nutzt – auch um eine Weiterentwicklung des jeweiligen Programms zu fördern. Und somit sind gesetzeswidrige Tricks wie eine Veränderung des Programms oder die Verwendung eines illegal erworbenen Freischaltcodes ganz bestimmt nicht zu empfehlen. Wer es jedoch mit seinem Gewissen vereinbaren kann, mit wenigen zusätzlichen Arbeitsschritten das Wasserzeichen zu entfernen, der bekommt hier einen einen Tipp, der so sauber funktioniert wie ein nagelneuer Tintenkiller.

Beispielbild mit Wasserzeichen
Bild mit Wasserzeichen

Für bestimmte Aufgaben der Fotobearbeitung gibt es externe Programme, die auf das jeweilige Spezialgebiet ausgerichtet sind und somit das allgemeine Bildbearbeitungsprogramm sinnvoll ergänzen. Dies mögen zum Beispiel bestimmte Filter sein, die Erzeugung von HDR-Bildern samt Tonemapping, Panorama-Software, etc. Manche dieser Programme sind Freeware; andere kann man sich als Demo-Version downloaden. Diese bringen jedoch teilweise recht störende Wasserzeichen an, ähnlich dem hier zur Verdeutlichung rot angebrachten dreifachen Schriftzug http://www.rofrisch.de/fotokurs.

Beispielbild, kopfstehend mit Wasserzeichen
Kopfstehendes Bild

Der Trick besteht nun darin, das Programm sein eingebautes Wasserzeichen gleich zweimal anbringen zu lassen – das zweite Mal allerdings an einer um 180 Grad gedrehten Vorlage des Bildes. Dazu muss man entweder die Ursprungs-Fotos in einer gedrehten Version speichern und dann die gleichen Arbeitsschritte ein zweites Mal mit identischen Einstellungen aufrufen. Oder man hat je nach Programm evtl. auch die Möglichkeit, innerhalb des Programms nach einem Zwischenschritt (beispielsweise nach Erstellung einer HDR-Datei) das Bild zu rotieren, bevor es dann mit den weiteren Schritten (beispielsweise Tonemapping) zur Ausgabe des fertigen Bildes kommt.

Als Basis für die weiteren Schritte braucht man also – wie hier abgebildet – eine zweite Datei, die das Foto auf dem Kopf zeigt; allerdings mit normal ausgerichtetem Wasserzeichen.

Beispielbild, Wasserzeichen kopfstehend
Kopfstehendes Wasserzeichen

Beide Bilder werden mit unterschiedlichem Namen gespeichert – beispielsweise dampflok-rischtischrum.jpg und dampflok-falschrum.jpg. Damit ist die Arbeit mit der Demo-Version beendet, und man öffnet beide Dateien in der Bildbearbeitung (hier im Beispiel PhotoImpact 12, aber mit Photoshop oder Gimp etc. geht es nach dem gleichen Prinzip).

In der Bildbearbeitung kann man nun das kopfstehende Foto um 180 Grad drehen. Schon hat man ein identisches Bild – nur dass das Wasserzeichen nun auf dem Kopf steht. Allerdings erscheint es an anderen Stellen des Bildes. Sollte dies je nach Programm nicht der Fall sein, kann man den gleichen Trick evtl. anwenden mit Drehung um 90 Grad statt 180 Grad.

Beispielbild, 2 Ebenen
2 Ebenen übereinander

Nun markiert man mit STRG-A (Bearbeiten – alles markieren) das gesamte Bild mit den kopfstehenden Wasserzeichen und kopiert es mit STRG-C (Bearbeiten – kopieren) in den Windows-Zwischenspeicher. Dann aktiviert man durch Anklicken das Fenster mit dem ersten Bild (normales Wasserzeichen) und fügt dort das zwischengespeicherte zweite Bild als neue Ebene ein, indem man einfach STRG-V drückt (Bearbeiten – einfügen).

Nun liegen beide Bilder pixelgenau deckungsgleich übereinander. Man sieht allerdings nur das obere, da dieses das andere vollständig verdeckt. Im Ebenenmanager kann man erkennen, dass es nun zwei Ebenen gibt. Am besten sperrt man die obere Ebene gegen versehentliches Verschieben, indem man das Kästchen unter dem Augen-Symbol anklickt, wo dann ein Vorhängeschloss-Symbol erscheint.

Beispielbild, Entfernung des Wasserzeichens
Der "digitale Tintenkiller"

Nun kommt unser „digitaler Tintenkiller“ zum Einsatz. In PhotoImpact heisst er „Objekt Malen – Radierer“. Damit kann man Löcher in die jeweilige Objekt-Ebene „killern“ bzw. radieren. An den Stellen, wo die obere Ebene die störende Schrift aufweist, scheint dann die untere Ebene durch, die die gleiche Stelle des Bildes zeigt – nur hier ohne Schrift.

Es empfiehlt sich, für den Objekt-Radierer ausreichende Größe und vor allem eine weiche Auswahlkante einzustellen, denn unter Umständen gibt es doch winzige Unterschiede zwischen den Bildern in beiden Ebenen. Das kann entweder an dem Demo-Programm liegen, oder vielleicht auch nur an der Jpg-Komprimierung. Wenn die Radierung mit weicher Auswahlkante bzw. Vignette erfolgt, dann sieht man eventuell vorhandene Unterschiede aber nicht.

Im Ebenenmanager kann man schön sehen, an welchen Stellen schon radiert wurde. In der „Objektmaske“ werden die radierten Stellen schwarz angezeigt.

Beispielbild, fertig
Fertiges Bild ohne Wasserzeichen

Zum Schluss kann man beide Ebenen verschmelzen lassen, so dass es wieder ein normales Foto ohne Ebenen ist. Dies geschieht mit „Objekt – Einbinden“. Das fertige Bild lässt keine Spuren des ehemaligen Wasserzeichens mehr erkennen. Zum Glück hilft dieser Trick nicht gegen Wasserzeichen auf Internet-Websites, denn dann hätte ich ihn Euch auch nicht verraten. :-)

Wer sich nun fragt, ob das seltsam gefärbte Dampfzug-Foto der Rügenschen Bäderbahn ein Tonemapping-HDR ist: Nein. Hier wurde ein normales Farbfoto mit dem kostenlosen Plugin Virtual Photographer in ein Schwarzweiß-Foto mit „Copper“-Tonung konvertiert. Dieses wurde dann mit der gleichen Ebenen-Technik wie hier beschrieben über das originale Farbfoto gelegt. Durch Verändern der Transparenz (im Ebenenmanager) kann man dann bestimmen, wie viel Prozent der oberen bzw. unteren Ebene zu sehen sind. Abschließend wurde die obere Ebene wieder eingebunden und mit dem Gesamtwerk ein weiterer Durchgang im Virtual Photographer gemacht, um dem Digitalfoto noch „Filmkorn“ zu verpassen. Vielleicht ist dies ja eine Anregung, selbst mit dem Virtual Photographer und/oder mit Ebenentechnik weitere Experimente zu machen.

Wolkenburg Köln, Photomatix-HDR