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Bildbearbeitung Fotokurs Kugelpanoramen

Ein guter kostenloser Panorama-Viewer

Ich habe es schon als Nachtrag im Hugin-Tutorial (Teil 6) erwähnt: Wer seine selbstgemachten Panoramen zuhause am Windows-PC gerne interaktiv betrachten möchte, ohne sie dafür erst einmal auf Seiten wie 360cities hochladen zu müssen, der benötigt dafür einen Panorama-Viewer. Im Tutorial von Tilman Bremer wurde hierfür der Panini-Viewer empfohlen, den man auf folgender Seite downloaden kann:

http://sourceforge.net/projects/pvqt/

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Bildbearbeitung Fotografie Fotokurs Fotos Kleine Planeten

Kleiner Planet: Elberfelder Rathaus mit Jubiläumsbrunnen

Inzwischen bin ich mit meinem Nodalpunktadapter und mit dem kostenlosen Panorama-Programm Hugin ein ganzes Stück weiter gekommen. Die schlimmsten Hürden habe ich nun einigermaßen im Griff. Im Wesentlichen folgende zwei Punkte:

Punkt 1: Der Nodalpunktadapter funktioniert nun auch für mehrzeilige Panoramen ohne vertikale Parallaxe (die alte und die neue Konstruktion stelle ich hier vor: Panoramakopf aus Fertigteilen).

Punkt 2: Hugin erzeugt mir nun Kugelpanoramen in stereographischer Projektion – wenn die Panoramen annähernd 180° vertikalen Bildwinkel haben (weshalb ich sie nun mangels Fisheye-Objektiv dreizeilig erzeugen muss). Diese stereographischen Planeten sind insbesondere im Planetenzentrum deutlich hübscher als die früher gezeigten Polarkoordinaten-Kleinplaneten, die an einem einzigen Punkt zusammenlaufen (siehe Strandkugel und Heimatdorf).

Hier also mein bisher schönster Kleinplanet. Er zeigt das Rathaus und den Jubiläumsbrunnen am Neumarkt in Wuppertal-Elberfeld:

Das Kugelpanorama ist zusammengesetzt aus 37 Einzelfotos mit meinem Standardzoom auf Brennweite 15mm. Alle 30 Grad habe ich ein Foto gemacht, also 12 Bilder für einen Vollkreis. Einmal waagerecht, einmal nach oben geschwenkt und einmal nach unten. Das ergibt 36 Aufnahmen. Dann noch den Boden am vorigen Standort des Stativs abgelichtet.

Die Retusche des Bodens mit GIMP macht mir mir noch am meisten Sorgen, und sie ist auch keinesfalls perfekt gelungen. Dabei ist der Boden im fertigen „Little Planet“ ja das zentrale Element. Während es bei einem normalen Panorama kaum auffällt, wenn man ein Stück Boden weglässt, geht dies bei den kleinen Planeten gar nicht. Mit einem Fisheye-Objektiv auf einem guten Nodalpunktadapter wäre das alles einfacher, aber ein Blick auf den Kontostand hat mich davon überzeugt, dass ich besser noch eine Weile mit meiner Selbstbaulösung und dem Standard-Weitwinkel experimentieren sollte…

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Bildbearbeitung Fotografie Fotokurs Fotos Kleine Planeten

Mein erstes Panorama mit der Freeware Hugin

Nachdem ich bisher immer kommerzielle Panoramatools verwendet habe (Canon, Zoner Photo Studio, etc. – keine Spezialprogramme), kam ich mittlerweile an die Grenzen dieser einfachen Stitching-Programme. Zu viele Bildfehler, zu wenig Kontrollmöglichkeiten. Mit Superweitwinkel-Einzelbildern, die schräg nach oben fotografiert wurden, kam Zoner beispielsweise nicht zurecht, obwohl die Bilder mit senkrechter Drehachse und Nodalpunkt-Adapter aufgenommen wurden.

Daher habe ich mir nun das kostenlose Programm Hugin (Version 2011.0.0) installiert. Und ich bin ganz begeistert. Nachdem ich die Ausgangsfotos von je 18 Megapixel auf 6 Megapixel (3000×2000) verkleinert hatte, ging das Stitching von 17 Aufnahmen automatisch und ohne Probleme. Und das fertige Panorama hatte immernoch gut 6600 mal 1600 Pixel.

Little Planet WaldorfHier das Ergebnis als „Little Planet“. Das einwandfrei von Hugin automatisch zusammengebastelte Rechteck-Panorama wurde anschließend in Gimp geladen und mit Verzerren-Polarkoordinaten zu einem kleinen Planeten zusammengerollt.

Anschließend ging es noch durch einen SW-Filter von Virtual Photographer (dessen Vorschau beim Start aus Gimp leider nicht korrekt funktioniert, weshalb ich es aus PhotoImpact aufrufe). Das SW wurde mit viel Transparenz untergemischt, aber es verstärkte schön die Wolkenkontraste. Danach wurde die Sättigung massiv erhöht und noch etwas an den Gradationskurven herumgeschraubt, bis die Farbanmutung genauso überzeichnet erschien wie die Perspektive.

Ich hoffe, es gefällt. Auch wenn es eigentlich nur ein Test meiner neuen Nodalpunktadapter-Konstruktion war – und ein Test von Hugin, dem kostenlosen Panoramatool. So bekloppt sieht es also bei uns im Dorf aus…

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Buch und Heft Fotografie

Chip 04-2011

Fotografisches in der Chip-Ausgabe 4/2011

Im Urlaub habe ich mir die aktuelle Chip gekauft (wieder die Chip100-Ausgabe mit 2 DVDs für 6,50 Euro), und nun sitze ich wieder am heimischen PC und es ist Zeit für einen kurzen Einblick, was diese Ausgabe für Fotofans zu bieten hat.

Chip 100 CoverDer Artikel „Highlights auf DVD“ auf Seite 6 weist gleich auf das Programm Ashampoo Photo Commander 8 hin. Laut Beschreibung ist es „ein populärer Bildverwalter und -konvertierer mit nützlichen Bearbeitungs-Funktionen“. Ich werde es mangels Bedarf nicht installieren, aber vielleicht nützt der Hinweis ja einigen Lesern. Auf Seite 131 gibt es noch einen Einführungs-Artikel für dieses Programm, für das eine Registrierung beim Hersteller nötig ist.

Die zweite DVD (Chip 100) hat zwar nichts Fotografisches zu bieten, aber sie wird vermutlich das Ende des Fotokurses bedeuten, wenn ich sie durcharbeite: „Eigener Chef in 5 min.“ wird schon auf der Titelseite geworben. Vermutlich werde ich dann nach 10 Minuten nur noch ans Geldverdienen denken und für Hobbys wie Fotografie und Fotokurs keine Zeit mehr übrig haben. Also wundert Euch nicht, wenn es hier bald keine Updates mehr gibt. ;-)

In einem knapp halbseitigen Artikel auf Seite 20 werden die beiden „Reisezoom“-Kameras Canon PowerShot SX220 HS und SX230 HS, sowie die Spiegelreflexkameras Canon EOS 1100D und EOS 600D vorgestellt.

Seite 58 stellt neben vielen anderen nützlichen kostenlosen Programmen das Programm PhotoFiltre als „Freeware des Monats“ vor. Es ist englischsprachig und in einer portablen Version für Windows auch auf der DVD vorhanden. Da es keine Ebenentechnik beherrscht, ist es aber m.E. nur für einfache Korrekturen einsetzbar.

Im gleichen Artikel findet sich auch eine Kurzbeschreibung von GeoSetter, das zum Setzen bzw. Bearbeiten von Geo-Koordinaten dient. In den Leserkommentaren zu meinem GPS-Logger-Artikel wurde es auch lobend erwähnt. Wer es nicht aus dem Netz herunterladen mag, findet es auch auf der Heft-DVD.

Ein spannendes Thema für Fotos im Web wird auf der Seite 108 im „Techniklexikon“ angesprochen: Der Artikel „Bilder mit Verfallsdatum“ beschreibt die Technik und die Schwächen von X-pire.

Unter den Hardware-Tests ab Seite 118 findet sich die spiegellose Systemkamera Olympus Pen E-PL2 mit dem wechselbaren Objektiv M. Zuiko Digital 14-42mm 1:3.5-5.6 und die Megazoom-Kompaktkamera Ricoh CX4.

Auf Seite 129 wird unter den Software-Tests das Bildbearbeitungsprogramm Serif PhotoPlus X4 vorgestellt, das für etwa 80 Euro im semiprofessionellen Bereich eine photoshop-ähnliche Arbeitsweise ermöglichen soll. Interessanter hätte ich es gefunden, wenn es mit dem kostenlosen GIMP verglichen worden wäre anstatt mit dem für Privatanwender quasi unbezahlbaren Photoshop CS 5.

Auf der DVD ist noch ein für (Hobby-)Fotografen interessantes Programm, das auf Seite 133 vorgestellt wird: Mit CrazyTalk lassen sich Bilder in Videoclips oder 3D-Animationen verwandeln. Wer das ausprobieren möchte, muss es ebenfalls rechtzeitig beim Hersteller registrieren.

Ein weiteres registrierungspflichtiges Programm der DVD ist MakeMe3D SE, das auf Seite 136 ganzseitig besprochen wird. Schon auf Seite 6 wurde gesagt, es würde „echte 3D-Filme aus ihren Urlaubs- und Homevideos“ erzeugen. Daran habe ich als Stereofotograf zwar erhebliche Zweifel. Denn automatische Konvertierungen sind noch lange keine „echten 3D-Filme“; es stellt sich zwar auf den ersten Blick ein räumlicher Eindruck ein; auf den zweiten – etwas kritischeren – Blick sieht man aber bisher bei allen Konvertierungstools erhebliche Fehler in der Tiefenberechnung. Aber hier soll es um Fotografisches gehen; daher ist 3D-Video ohnehin nur Randthema. Aber wer es testen möchte: kostet ja nichts. Und gerne lasse ich mich in den Kommentaren eines Besseren belehren, falls die Konvertierungen tatsächlich als „echte 3D-Filme“ durchgehen.

Auf Seite 146 beginnt eine Doppelseite mit Tipps zur Fotografie. 4 Tipps sind diesmal vorhanden. In Klammern schreibe ich immer dahinter, anhand welchen Programms der jeweilige Tipp erklärt wird – gewöhnlich lassen sich die Arbeitsschritte so ähnlich aber auch im eigenen Bildbearbeitungsprogramm durchführen:

  • Sonnenaufgang richtig zum Leuchten bringen (Photoshop Elements)
  • Witzige selbst gemachte Collagen für Bilderdienste (Photoshop)
  • Effektvolle Schwarz-Weiß-Bilder einfach selbst erstellen (Zoner Photo Studio 13)
  • Aufnahmen möglichst ohne Verluste vergrößern (Photoshop CS, Elements)

Das war es, was ich beim Durchblättern der aktuellen Chip (noch 2 Wochen im Handel) zum Thema Fotografie gefunden habe. Der ganz große Wurf in Punkto Foto-Software war diesmal nicht dabei. Mit dem Zoner Photo Studio 12 von der letzten DVD bin ich ja auch noch ne Weile beschäftigt. Für mich persönlich ist das Software-Highlight dieser DVD-Ausgabe nicht aus dem Fotobereich, sondern aus einem ganz anderen Metier. Aber deshalb gehört es nicht hierhin und deshalb verrate ich es auch nicht. ;-P

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Bildbearbeitung Fotografie Fotokurs Zubehör

Zeitraffer-Video

Nachdem ich vor dem Urlaub meinen Fernauslöser-Timer umgebaut habe, damit dieser auch an der neuen 60D funktioniert, habe ich diesen natürlich auch im Karnevalsfluchturlaub eingesetzt. Während des Frühstücks in unserer netten Unterkunft stand die Kamera samt Stativ für 40 Minuten am Fenster und hat alle 10 Sekunden ein Bild der Straßenszene in Hamburg-Eimsbüttel gemacht. Diese 240 Bilder wurden zu folgendem Zeitraffer-Video zusammengerechnet, das 30 Sekunden läuft:



Um die Datenmengen und den Akkuverbrauch gering zu halten, habe ich zuvor einige Einstellungen an der Kamera geändert: Manuelle Scharfstellung und Belichtung, IS aus, ISO 200, keine Anzeige des Bildes nach der Aufnahme, statt Raw nur Jpg (8 Megapixel statt 18 sind mehr als ausreichend). Die kameraseitigen dieser Einstellungen kann man sich übrigens bei der 60D abspeichern und am Programmwahlrad mit dem „C-Programm“ schnell aufrufen, wenn wieder ein Timer-Einsatz erfolgen soll.

Wie der Timer auf 240 Bilder im 10-Sekunden-Abstand programmiert wird, erkläre (bzw. verlinke) ich in der Timer-Lektion. Nach diesen Vorbereitungen konnten also während des Frühstücks die 240 Bilder selbsttätig aufgezeichnet werden.

Die Nachbearbeitung erfolgte zunächst mit dem TOP-Tool (Traumflieger Online Picture), das die 240 Fotos auf eine Bildhöhe von 720 Pixeln herunterrechnete und den Copyright-Schriftzug einbaute. Diese verkleinerten Fotos wurden dann mit Picture2Avi zu einem Film zusammengebaut. Auf ein Update dieses Programms habe ich verzichtet, da es mittlerweile „nur“ noch eine 30-Tage-Testversion kostenlos gibt, während meine Version offenbar noch ohne zeitliche Einschränkung läuft.

Der Avi-Film von 30 Sekunden Laufzeit war knapp 1 Gigabyte groß – aber anstatt diesen vor dem Upload in ein platzsparenderes Videoformat zu konvertieren (davon habe ich leider kaum Ahnung), habe ich diesen in etwa 6 DSL-Stunden nach Youtube übertragen, so dass er dort konvertiert wurde (die Youtuber haben davon vermutlich weit mehr Ahnung).

Bis hierhin war der Film ein Stummfilm. Es gibt aber in Youtube die Audio-Swap-Funktion, mit der man die Tonspur seiner Videos gegen „legale“ Musik austauschen kann. Dort habe ich ein mehr oder weniger passendes Stück rausgesucht, das nun den Zeitraffer begleitet. Ich hoffe, es gefällt Euch.